Bürgeranfragen zum Thema SCP-Arena
Für eine Prüfung fehlt noch die Planung

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Was könnte auf die Bevölkerung von Bösensell zukommen, welche Erwartungen hegt die Gemeinde und wie weit sind die Planungen? Diese Fragen stellten Bürger der Verwaltungsspitze. Doch die hatte keine neuen Informationen parat.

Freitag, 13.07.2018, 19:05 Uhr

Der SC Preußen will weiterhin in Bösensell landen. Doch viele Bürger sehen die Stadion-Pläne kritisch.
Der SC Preußen will weiterhin in Bösensell landen. Doch viele Bürger sehen die Stadion-Pläne kritisch. Foto: Matthias Ahlke

Kommt das Vorhaben Stadion-Neubau über die Vorrunde nicht hinaus? Ob dieser Vergleich stimmt oder hinkt, dazu äußerte sich Bürgermeister Sebastian Täger nicht. Doch anderen Fragen musste sich der Verwaltungschef stellen. Denn einige Bürger aus Bösensell nutzten die jüngste Ratssitzung, um der Gemeindespitze auf den Zahn zu fühlen. Fazit der Antworten: Dass das Projekt schon vor der Qualifikation für die nächste Runde steht, davon ist nichts zu spüren.

Sachstand seit Mai unverändert

Die Gelegenheit der Einwohnerfragestunde am Anfang der Ratssitzung hatten Anwohner auch schon am 17. Mai ergriffen. Zwischen beiden Sitzungen habe sich aber kein neuer Sachstand ergeben, erklärte Täger. „Ich kann nichts Neues berichten“, versicherte er. Es habe in der Zwischenzeit keine neuen gemeinsamen Verhandlungen oder Treffen mit den Beteiligten gegeben. Zu diesen Akteuren zählte der Rathaus-Chef die Vertreter des SC Preußen, der Stadt Münster, der Bezirksregierung, den Landrat und die Führungsspitze der Sendener Verwaltung. Ein für Juni anberaumtes Treffen sei abgesagt worden, berichtete Täger. Auf die Frage, wie lange es noch dauern werde, bis neue Infos vorliegen, konnte der Bürgermeister keine konkrete Replik liefern: „Das zieht sich hin.“

Gemeinde soll profitieren – nicht investieren

Transparenz für die politischen Entscheidungsträger und Bürger bleibe dabei aber gewahrt: Es werde „nicht hinter den Kulissen verhandelt“, beteuerte der Verwaltungschef. Dass sich die Gemeinde selbst finanziell an dem Projekt beteiligt, „sehe ich nicht“, betonte Täger. Im Gegenteil, es gehe darum, dass sie profitiert. Täger nannte Firmenansiedlungen vorzugsweise in einem interkommunalen Gewerbegebiet. Dadurch könnten Steuern für Senden generiert und durch das Stadion interessante Veranstaltungen akquiriert werden.

Chronologie: Überblick: Die Preußen und ihr Stadion

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    Ob Sanierung oder Neubau, Münster oder Bösensell: Die Debatte über das Preußenstadion ist beinahe so traditionsreich wie die Fußballarena an der Hammer Straße selbst. Hier eine Chronologie des Preußenstadions und die Standortfrage.

    Foto: dpa
  • 1925 beginnt der Bau des Preußenstadions am jetzigen Standort an der Hammer Straße. Die Arena wurde von Mitgliedern der Vereins errichtet und konnte im darauffolgenden Jahr in Betrieb genommen werden. 

  • Ab 1948 wurde das Preußenstadion schrittweise ausgebaut, mit dem ehrgeizigen Ziel, 40.000 Zuschauern Platz bieten zu können. Ende Januar 1949 beantragte der SCP 6191,44 DM für die Instandsetzung der "Gebäudlichkeiten". Im Juli 1949 fand an der Hammer Straße das erste internationale Fußballspiel nach dem Krieg statt. Der SCP traf dabei auf einen Club aus Stockholm.

  • Im August 1963 fand ein umfassender Ausbau des Stadions statt. Neben Toiletten-Anlagen an der Seite der Tribüne wurde das Preußenstadion außerdem um Telefonzellen und Sanitätsräume erweitert. Auch der Zugang zu den Ein- und Ausgängen wurde erleichtert, doch damit nicht genug: Die Überdachung der Gegengerade, obgleich nicht in Planung, wurde zumindest hoffnungsvoll in Erwägung gezogen.

  • Da die Nieberdingstraße aufgrund langfristiger Mietverträge als Option ausschied, blieb die Frage nach einem neuen Standort für das Preußenstadion auch in 2017 unklar. Die Preußen wandten sich zwei Arealen in Greven zu, die als mögliche Alternativen in Frage kamen. Der Präsident des SC Preußen Christoph Strässer bestätigte, dass für ein neues Stadion ein größeres Fassungsvermögen geplant sei. 

  • Anfang 1974 wird klar, dass das Preußenstadion nicht mehr den Vorschriften des Deutschen Fußball-Bundes entspricht. Daraufhin sollten 2,2 Millionen Mark für den Ausbau der Arena aufgebracht werden, um sowohl die Flutlichtanlage als auch das 1927 erbaute Umkleidegebäude zu sanieren. 

  • Bereits im Mai 1980 stellte der Verein einen Antrag an die Stadt Münster, die Arena im Stil des Essener Stadions an der Hafenstraße zu erneuern. Hauptfokus war die Tribüne für die Gegengerade, für die eine bereits 1963 erwähnte Überdachung der Stehplätze vorgesehen war. Die Stadt schien keinen Bedarf in Neuerung zu sehen, woraufhin die Vereinsspitze des SC Preußen drei Monate später einen Plan vorstellte, der ein dreistufiges Investitionsverfahren vorsah. Dieser beinhaltete den Bau einer überdachten Tribüne auf der Gegengerade für bis zu 10.000 Zuschauer, die Renovation des Innenraums und die Renovierung der alten Tribüne. 

    Zwei Jahre später wurde der Bebauungsplan "Sportpark Berg Fidel" in Kraft gesetzt.

  • Nach dem Aufstieg des SC Preußen in die zweite Liga versprach der damalige Oberbürgermeister Dr. Jörg Twenhöven dem Verein 1989 ein neues Stadion an der Hammer Straße (Quelle: "100 Jahre Preußen Münster" von Hubert Dahlkamp und Dietrich Schulze-Marmeling). 

  • Die Diskussion über das Preußenstadion wurde 1991 mehrstimmig vorangetrieben. Zu Beginn des Jahres besprach der Sportausschuss der Stadt noch eine Beschlussvorlage des Stadtplanungsamtes und plante, die Verwaltung zu beauftragen, durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes die Voraussetzungen für einen möglichen Neubau des Stadions in Berg Fidel zu schaffen.

    Jedoch schien ein Stadion-Neubau immer unwahrscheinlicher. Die Aktion "Rettet das Preußen-Stadion", von Preußen-Fan Werner Klöver ins Leben gerufen, versuchte weiterhin Aufmerksamkeit zu wecken. Klöver selbst hatte vor, sich am Haupteingang des Stadions anzuketten. Und auch der SC Preußen sprach sich im April desselben Jahres für einen Neubau an anderer Stelle aus. Nach Ansicht des damaligen Preußen-Präsidenten Helmut König würde ein neues Stadion den Klassenerhalt und die damit verbundene Finanzierung des Vereins sichern, eine Renovierung des Stadions an der Hammer Straße wäre hingegen fatal: "Wird kein neues Stadion gebaut", so König, "ist das wirtschaftliche Überleben des Vereins stark gefährdet."

    Überlegungen zur Finanzierung eines neuen Stadions kamen auch von Günter Bahr, damaliger Polizeidirektor an der Führungsakademie der Polizei in Hiltrup. Ein neues Stadion müsse für Mehrzweckveranstaltungen geeignet sein, den Besuchern sollte außerdem Einkaufsmöglichkeiten und Verkehrsanbindungen zu Halle Münsterland geboten werden.

  • Einem Neubau des Stadions stand vor allem die fehlende Finanzierung im Weg. Durch die Planung eines Einkaufsparks im Jahr 1993 sollte dieses Problem allerdings gelöst werden. Hoffnung wurde vor allem auf das "Utrechter Modell" gesetzt, dass die Mitfinanzierung durch potentielle Geschäftsinhaber auf dem Gelände des Preußenstadions vorsah. Der geplante "Preußen-Park", entwickelt in Zusammenarbeit des Sprechers des Arbeitskreises Münsterland-Stadion beim SC Preußen Münster, Hanno Höyng, und dem Geschäftsführer des Hamburger ECE-Konzerns, Johannes Schnermann, sollte die nächsten sieben Jahre Streitpunkt bleiben. Dem standen wiederum die Interessen des münsterschen Einzelhandels gegenüber. Überdies verhinderte die Lage des Stadions in einem Wasserschutzgebiet die Verwirklichung eines Kaufparks nach Vorstellungen des Vereins.

  • Die Pläne des SC Preußen und des ECE-Konzerns, den Neubau des Preußenstadions durch einen Einkaufspark an der Hammer Straße zu finanzieren, wurden am 07. Dezember 2000 vom Oberverwaltungsgericht letztendlich aufgrund Mängel im Bebauungsplan verhindert. Neben Verkehrsproblemen, die nicht hinreichend beachtet wurden, monierte das Gericht besonders das Lärmgutachten. Nach sieben Jahren Diskussion scheiterte das Projekt "Preußen-Park", doch die Debatte über das Stadion blieb. 

  • Statt Neubau wurde nun erneut von Sanierung und Modernisierung gesprochen: Schon im folgenden Jahr war die Sanierung der Sportstätte auf der Tagesordnung der gemeinsamen öffentlichen Sitzung des Sportausschusses und des Ausschusses für Umweltschutz und Bauwesen mit der Bezirksregierung Hiltrup. Im März desselben Jahres kam es zum Entschluss, das Stadion nach Scheitern des "Preußen-Parks" für 2,5 Millionen Mark zu sanieren. Währenddessen sucht der Verein nach einem neuen Standort für ein Stadion, doch von 34 untersuchten Standorten kamen im August 2001 nur drei in Betracht. Da die Suche sich als immer schwieriger erweiste, standen Umbau und eine mehrstufige Modernisierung des bisherigen Stadions erneut im Fokus.

  • Der Unmut der Fußball-Fans wuchs. Verschiedene Bürgerinitiativen wie die Aktion "Rettet das Preußenstadion" oder die "Aktion Pro Stadion" befürworteten den Neubau eines Stadions, selbst die Wiederaufnahme des Projekts "Preußen-Park" fand 2002 erneut Erwähnung. 

  • Nach der Saison 2004/2005 genehmigte die regierende Koalition aus CDU und FDP 350.000 Euro für den neuen Kunstrasenplatz. Er ersetzte den Aschenplatz hinter der Haupttribüne.

  • 2008

    2008 begannen die Bauarbeiten am Stadion, Ende des Jahres war die langersehnte Überdachung der Gegengeraden bereits abgeschlossen. Zudem wurde im November die 1948 erbaute Haupttribüne abgerissen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 2009

    Die neue Haupttribüne wurde 2009 trotz eines Unfalls, bei dem zwei Bauarbeiter beim Einsturz des Rohbaus im Januar leicht verletzt wurden, fertiggestellt. Finanziert wurde die 4,8 Millionen Euro teure Investition durch das Geld, das der Rat dem SC Preußen zur Sanierung bereitgestellt hatte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 2011-2012

    Im August 2011 wurde eine neue, drittliga-taugliche Flutlichtanlage mit Tageslichtqualität im Stadion installiert. Der deutsche Fußball-Bund fordert 800 Lux, damit fernsehtaugliche Bilder möglich sind. Zu einer ähnlichen Investition kam es im Sommer des darauffolgenden Jahres, in dem eine moderne Rasenheizung im Preußenstadion installiert wurde.

    Foto: Bernhard Fischer
  • 2013

    Nach der Freigabe der Sanierungsgelder 2013 forderte der damalige Präsident des SC Preußen, Dr. Marco de Angelis, eine Entscheidung über die Zukunft des Stadions. Die langwierigen Diskussionen um einen Standort und um die Sanierungsgelder müsse ein Ende finden, so de Angelis. Die Diskussion stände den Ansprüchen des Vereins und der Fans im Weg, ein attraktives Stadion nutzen zu können. Er äußerte zudem den Wunsch, das Preußenstadion zu sanieren. Der eventuellen Neubau eines Stadions an der Niederdingstraße (nahe des Gasometers) sei aufgrund der längeren Wartezeit unrealistisch. Stattdessen solle man sich darauf konzentrieren, das bisherige Stadion in "ein kleines Schmuckstück an der Hammer Straße" zu wandeln.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Im November 2014 legte die Stadt ein neues Konzept für das sanierungsbedürftige Preußenstadium vor. In Zusammenarbeit mit der Kanzlei Baumeister-Rechtsanwälte stellte die Verwaltung in einer Machbarkeitsstudie fest, dass der Bebauungsplan Nr. 183 "Sportpark Berg Fidel" aus dem Jahr 1982 den Anforderungen der jüngeren Rechtsprechung nicht genügt und somit als Satzung unwirksam ist. Es wurde außerdem festgestellt, dass der Bau einer überdachten Sitzplatztribüne im Bereich der Westbühne den Immissionskonflikt zwischen schutzbedürftiger Wohnbebauung einerseits und der Sportanlage andererseits verbessern würde

  • Auf der Jahreshauptversammlung Ende 2014 des SC Preußen Münster stellte Architekt Uwe Landheer seinen Entwurf eines umgebauten Preußenstadions vor. Er traf damit auf die begeisterte Zustimmung des damaligen Preußen-Präsidenten, Dr. Marco de Angelis. Überzeugt von dem Konzept hoffte er auf eine Fertigstellung des Stadions, zumindest in Abschnitten, bis 2018.

  • Krimphove/Bäumer-2015

    Im Interview mit der WN nennen der damalige Preußen-Präsident, Georg Krimphove, und Aufsichtsrats-Vorsitzender, Thomas Bäumer, den traditionellen Standort des Stadions an der Hammer Straße als einzige Option. Der Alternativstandort an der Nieberdingstraße sei ein "Luftschloss", so Krimphove. Den Bemühungen von Walther Seinsch, dem Macher des Stadions und Bundesliga-Projekts beim FC Augsburg, sein Stiftungsprojekt mit einer Basis-Finanzierung von 20 Millionen Euro für den Bau einer Erstliga-tauglichen Arena zu unterstützen, sei aus verwaltungstechnischen Gründen nicht realisierbar. Der Bebauungsplan hätte 2016 fertig sein können, Anfang 2017 hätte es dann auch erste Bauarbeiten am Stadion geben können.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • AA-2016

    Die Sanierungspläne wurden durch den Amtsantritt des neuen Preußen-Vorstands am 13. Oktober 2016 auf Eis gelegt. Mit der neuen Führungsmannschaft des Vereins ist eine Investorengruppe anscheinend bereit, einen Neubau an einem anderen Standort als der Hammer Straße zu finanzieren und eine Betreibergesellschaft zu gründen, an die der SC Preußen Miete zahlen würde. Die Stadt Münster zeigte sich irritiert über diesen Kurswechsel.

    Foto: Landheer Architekten
  • Ndstr-2016

    Ende 2016 bestätigte die Stadt Münster, dass die Nieberdingstraße, die bis dahin als mögliche Alternative zur Hammer Straße gehandelt wurde, als neuer Standort aufgrund langfristiger Mietverträge entfallen würde. Ein Baubeginn wäre somit erst ab 2027 möglich.

    Foto: Jürgen Christ
  • Als weitere Option für ein neuen Stadion-Standort nannte Oberbürgermeister Markus Lewe Anfang 2017 ein größeres Areal südlich von Albachten und der Autobahn 43. Im Norden Münsters fand sich ein weiteres Grundstück am Hessenweg. Währenddessen hielt die Stadt aufgrund der Finanzierungsfrage weiterhin an einer Sanierung und Modernisierung des bisherigen Stadions fest.

  • StSk-2017

    Im März des selben Jahres werden 24 verschiedene Standorte geprüft. Die Stadt zeigt Bedenken und begründete dies mit der Sorge, einen Großteil der Finanzierung beim Grundstückserwerb und Erschließung übernehmen zu müssen. Sie beruft sich auf das Stadion an der Hammer Straße und den Bebauungsplan "Sportpark Berg Fidel."

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sta-2017

    Im April 2017 präsentierte Christoph Strässer, Präsident des SC Preußen, der CDU-Fraktion die Ambitionen und Ziele der neuen Vereinsspitze bezüglich des Stadion-Neubaus. Die CDU zeigte sich äußerst skeptisch gegenüber den vorgestellten Plänen. Insbesondere die Finanzierungsfrage blieb Kernstück der Kritik, an die sich der Grünen-Fraktionschef Otto Reiners anschloss: "Wir haben einen Beschluss, dass wir das Stadion an der Hammer Straße sanieren wollen." Der Bebauungsplan für den Sportpark Berg Fidel, dessen Entwurf im selben Jahr öffentlich gemacht wurde, war somit weiterhin im Gespräch.

    Foto: Stadt MS/Bearbeitung: Jürgen Christ
  • Ende 2017 rückte Bösensell als Alternative zu einem Standort in Münster in den Fokus. Sendens Bürgermeister Sebastian Täger bestätigte die Verhandlungsgesprächen zwischen dem Preußen-Vorstand und der Gemeinde. Allerdings erregten diese Standort-Pläne des SCP oftmals das Missfallen der Fans, die zum Teil ein Stadion innerhalb der Stadtgrenzen Münsters favorisierten.

  • Die schwarz-grüne Fraktion stellte den Vorstand im Oktober 2017 weiter unter Druck. Einer Sanierung des Stadions an der Hammer Straße stünde nichts im Wege, würde der Verein sich zum bisherigen Standort bekennen. Im vorgelegten Ratsantrag "Für einen ‚Preußen-Plan‘ als realistische Handlungsstrategie für das Stadion Hammer Straße" wird eine sofortiges Ende der Standortsuche gefordert. Stattdessen wird dem SCP eine Sanierung des Stadions, inbesondere der Tribünen sowie die Einrichtung eines Bahnhaltepunkts "Hammer Straße/Preußen" in Aussicht gestellt.

    Die entscheidende Abstimmung am 18. Oktober im Rat war geheim. Letztlich aber bekommt der Antrag von Schwarz-Grün eine Mehrheit. Das Stadion an der Hammer Straße soll saniert werden.

  • 2018 bleibt bisher ein Jahr der Ungewissheit für die Preußen. Während der SCP weiterhin auf einen möglichen Neubau in Bösensell setzt, äußert sich Bürgermeister Sebastian Täger in einer Pressemitteilung vom 12. April mit vorsichtigeren Tönen über die Verhandlungen mit der Vereinsspitze. Den enthusiastischen Äußerungen des Preußen-Präsidenten Christoph Strässer brachte Täger zunächst nur wenig Verständnis entgegen. Am 06. April hoffte der Vorstand noch auf eine Klärung bis Ende 2018. Dem steht nun die noch ausstehende Abwägung des Rats sowie der Gemeinde entgegen. 

Den Platzbedarf für das Vorhaben bezifferte der Bürgermeister auf weitere Nachfrage auf zwölf bis 16 Hektar – als „Minimum“. Darin, dass Flächenverbrauch prinzipiell immer „kritisch“ zu sehen ist, pflichtete Täger einem Bürger in der Fragestunde bei. „Das ist ein Kriterium, aber kein Ausschlusskriterium“, befand der Bürgermeister.

Er hob hervor, dass die Pläne „ergebnisoffen“ geprüft werden. „Das können wir aber erst, wenn wir alle Fakten auf dem Tisch haben“. Sobald das der Fall ist, werden Politik und Bürger mit einbezogen. „Ich mache mich dafür stark, besonders die Bösenseller frühzeitig zu informieren“, so Täger.

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