NRW
Mo., 06.02.2012
Attacke wegen Fotos von Moschee
Behörden haben den Treffpunkt der Salafisten im Visier. Foto: M. Becker
Solingen (dpa/lnw) - Weil er vom Auto aus Fotos von einer Solinger Moschee machte, ist ein Journalist bedroht worden. Der Reporter sei von zwei bislang unbekannten Männern angegangen worden, berichtete die Polizei in Solingen. Die Männer hätten gefragt, warum er Fotos mache, schrieb das «Solinger Tagblatt» am Montag. Die dem Kreis der Salafisten zugerechnete Millatu-Ibrahim-Moschee liegt in einem Hinterhof, der Reporter parkte davor. Einer der Männer, der Pluderhosen und einen weißen Kittel trug, riss ihm durchs geöffnete Fenster die Brille weg.
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Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstag. Schon zuvor war dort laut Polizei ein Kamerateam angegangen worden. Anschließend waren die Ordnungshüter zeitweise mit mehreren Funkstreifenwagen vor Ort. Der Reporter erstattete Anzeige. Aus dem Umfeld der Moschee sollen auch die beiden Männer stammen, die in London wegen Terrorverdachts angeklagt sind und am Montag auf das Gerichtsurteil warteten.
