Fr., 30.03.2012

"Eiskalt und gnadenlos" Grüne NRW-Spitzenkandidatin Löhrmann attackiert Lindner und Röttgen

"Eiskalt und gnadenlos" : Grüne NRW-Spitzenkandidatin Löhrmann attackiert Lindner und Röttgen

Sylvia Löhrmann ist die Spitzenkandidatin der Grünen. Foto: Jonas Güttler/Archiv Foto: dpa

Essen (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälischen Grünen ziehen mit Schulministerin Sylvia Löhrmann an der Spitze in den Landtagswahlkampf. Löhrmann wurde am Freitag bei einem Sonderparteitag in Essen mit mehr als 98 Prozent der Stimmen auf Platz eins der Landesliste gewählt. Sie hatte keinen Gegenkandidaten.

Von dpa

Es sei richtig gewesen, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ( SPD ) nach der Wahl 2010 von der Bildung einer rot-grünen Minderheitsregierung zu überzeugen, sagte Löhrmann . Dies habe die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat gebrochen und Aufschwung für grüne Wahlsiege auch in anderen Bundesländern gegeben - darunter Baden-Württemberg mit dem ersten grünen Ministerpräsidenten.

Die vorgezogene Landtagswahl am 13. Mai ist nötig, weil die rot-grüne Minderheitsregierung für ihren Haushalt 2012 im Landtag keine Mehrheit bekommen und sich das Parlament deshalb aufgelöst hatte.Die Schulministerin wurde von den Delegierten für ihre Rede mit rhythmischem Beifall gefeiert. „Das haut selbst mich vom Hocker“, sagte sie zu ihrem Ergebnis. Auf Platz zwei der Liste kam der bisherige Landtags-Fraktionschef Reiner Priggen. Er erhielt 85,4 Prozent.Scharfe Kritik an Lindner und Röttgen Löhrmann attackierte vor allem die FDP und ihren designierten Spitzenkandidaten Christian Lindner. Die FDP-Blockade der Hilfe für die Schlecker-Frauen sei „eiskalt und gnadenlos“ gewesen, sagte sie. Dem designierten CDU-Spitzenkandidaten und Bundesumweltminister Norbert Röttgen warf sie Wankelmut in der Umweltpolitik vor. Die drastischen Kürzungen der Solarenergie seien mittelstandsfeindlich.Im Mittelpunkt des dreitägigen Parteitages steht außer der Listenwahl die Verabschiedung eines Schwerpunktprogramms für die nächste Legislaturperiode. Die Grünen wollen danach die Energiewende weiter vorantreiben. Die Sanierung der Haushalte und die Schulpolitik sind weitere Schwerpunkte.Im Mitte März aufgelösten Landtag hatte die Fraktion 23 Abgeordnete. Bei der Landtagswahl 2010 hatten die Grünen 12,1 Prozent der Zweitstimmen erreicht. Umfragen sehen sie aktuell auf ungefähr demselben Niveau.

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