Do., 22.08.2013

Wohnraum in beliebten Uni-Standorten knapp Notfallpläne sollen doppelten Abi-Jahrgang auffangen

Wohnraum in beliebten Uni-Standorten knapp : Notfallpläne sollen doppelten Abi-Jahrgang auffangen

Bezahlbarer Wohnraum ist in Studentenstädten sehr knapp. Foto: Jürgen Peperhowe

Düsseldorf - 

Vor dem Wintersemester bereiten sich die Studentenwerke auf den ersten Ansturm des doppelten Abiturjahrgangs vor. Vor allem in Münster, aber ebenso in Aachen, Köln und Siegen wird bezahlbarer Wohnraum sehr knapp, berichtete Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zusammen mit Vertretern der Studentenwerke. Vor großen Herausforderungen stehen auch die Mensen, die allein 2012 rund 18 Millionen Essen ausgegeben haben.

Von Hilmar Riemenschneider

In Münster werden zum Wintersemester die ersten beiden Bauabschnitte eines neuen Wohnheims mit 268 Plätzen fertig. Weitere 268 Plätze der folgenden Bauabschnitte stehen überdies schon bis Mai statt erst im Oktober 2014 bereit, erklärte der Geschäftsführer des Studentenwerks in Münster, Achim Wiese, dieser Zeitung. Natürlich gebe es Pläne für Notunterkünfte, sollte die Lage ernster werden.

Fantasie bringen auch die Studentenwerke in anderen Städten auf. In Köln soll der Umbau einer alten Polizeiwache 68 Plätze bringen. In Siegen wurden ein altes Hotel und ein ehemaliges Altenheim angekauft. Für Notquartiere wurden 10.000 Quadratmeter akquiriert.

Mit einem Antragsstau beim Bafög wie 2012 rechnen die Studentenwerke nicht mehr. Schulze betonte, das Land habe Geld für 30 zusätzliche Sachbearbeiter bereitgestellt. „Ich habe mich in den Gremien dafür eingesetzt, dass die Bafög-Anträge vereinfacht werden.“ Die Länder seien sich bereits darüber einig. Zugleich forderte Schulze eine grundlegende Bafög-Reform. „Man muss sich das Bafög insgesamt ansehen. Die Grenzen sind lange Jahre nicht angehoben worden.“ 18 Prozent der Studierenden in NRW erhalten Bafög, im Schnitt 424 Euro im Monat.

Das Gesetz sei ein wichtiges Instrument, „denn es sichert die Finanzierung eines Studiums für die, die es sich sonst nicht leisten können“, bekräftigte die Ministerin. 85 Prozent der Studierenden werden von ihren Eltern im Schnitt mit 476 Euro unterstützt. Zwei von drei Studierenden jobben nebenher.

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