Do., 01.12.2016

Landtag Unterricht für Flüchtlingskinder: Wartezeiten kritisiert

Düsseldorf (dpa/lnw) - Um Flüchtlingskinder ausnahmslos und schneller in die Schulen zu bringen, hat die FDP von der rot-grünen Regierung eine Taskforce zur Behebung von Missständen verlangt. Mehrere tausend Kinder müssten in Städten und Gemeinden monatelang auf einen Schulplatz warten, und für geflüchtete Heranwachsende in den Landesunterkünften bestehe gar keine Schulpflicht, kritisierte FDP-Vizefraktionschef Joachim Stamp am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag. Das Regierungsversprechen «Kein Kind zurücklassen» werde zur «hohlen Phrase». Es sei mit erheblichen Folgekosten zu rechnen, um Defizite in kindlicher Entwicklung und Integration später aufzufangen.

Von dpa

Die FDP verlangte, spätestens vier Wochen nach Zuteilung in eine Kommune müsse Unterricht in einer Vorbeitungs- oder Regelklasse sichergestellt sein, in den Landesunterkünften zumindest ein Basisunterricht. Die CDU sagte, es brauche keine Taskforce, sondern mehr Geld für die Kommunen. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne)  verwies auf hohe Milliarden-Investitionen für die Integration von Flüchtlingen. Für Zugewanderte über 18 Jahren, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen, werde es ab Februar 2017 ein neues Bildungsangebot an den Berufskollegs geben. Die jungen Erwachsenen bis 25 Jahre bekämen damit erstmals in NRW die Chance, sich schulisch auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorzubereiten.

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