Kriminalität
Toter an Bahnhaltestelle: Verdächtiger hat im Ausland gelebt

Köln (dpa/lnw) - Der nach dem Tod eines Polizisten an einer Straßenbahnhaltestelle in Köln beschuldigte 44-Jährige hat nach Ermittlerangaben vor seiner Verhaftung im Ausland gelebt. Der Haftbefehl gegen den Deutschen sei gestützt auf den Haftgrund der Fluchtgefahr, erklärte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Dienstag. «Und zwar deshalb, weil der Beschuldigte seinen Arbeitsschwerpunkt und Lebensmittelpunkt im Ausland hat», sagte er. Weitere Details nannte Bremer nicht. Er verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Dienstag, 13.02.2018, 15:02 Uhr

Gedenken an den Polizist, der in Köln vor eine Straßenbahn geschubst wurde.
Gedenken an den Polizist, der in Köln vor eine Straßenbahn geschubst wurde. Foto: Oliver Berg

Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, dass es sich bei dem Mann um einen Anwalt handele, der vor seiner Festnahme auf dem Weg nach Montenegro gewesen sein soll.

In der Nacht zum Samstag war ein 32 Jahre alter Polizist, der privat in Köln unterwegs war, an einer Haltestelle von einer Straßenbahn überrollt worden. Bilder einer Überwachungskamera sollen zeigen, dass er offenbar gestoßen wurde. Gegen den 44-Jährigen wurde Haftbefehl wegen fahrlässiger Tötung erlassen. Nach dem Vorfall soll er zunächst in der Menschenmenge untergetaucht sein. Später habe er sich vor Ort bei der Polizei als Zeuge gemeldet. Im Zuge der Ermittlungen war der Mann dann selbst ins Visier geraten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schweigt er weiterhin zu den Vorwürfen.

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