Prozesse
Hannibal: Weitere Verfügungen gegen Schließung erwartet

Ende September räumt die Stadt Dortmund einen Hochhaus-Komplex mit 400 Wohnungen. Begründung: Mängel beim Brandschutz. Als der Vermieter die acht Hausteile komplett dicht machen will, ziehen die ersten Mieter erfolgreich vor Gericht. Es sollen weitere folgen.

Dienstag, 13.02.2018, 15:02 Uhr

Mitglieder der Mieterinitiative Hannibal II demonstrieren.
Mitglieder der Mieterinitiative Hannibal II demonstrieren. Foto: Bernd Thissen

Dortmund (dpa/lnw) - Fünf Monate nach der Räumung des Dortmunder Hochhauskomplexes Hannibal II aus Brandschutzgründen erwartet der Mieterverein weitere Verfügungen gegen den Komplettverschluss der Gebäudeteile. Bislang haben drei Mieter das Recht auf weiteren Zugang am Amtsgericht erstritten. Der Eigentümer Intown hatte angekündigt, Mitte Februar die Stromzufuhr zu kappen, die Zugänge nachhaltig zu schließen und das Gebäude stillzulegen.

Der Mieterverein teilte am Dienstag in Dortmund mit, weitere Mieter würden noch versuchen, Zugang zu erhalten. Ziel sei es, alle acht Hausteile geöffnet zu halten, sagte ein Sprecher.

Intown hatte angekündigt, Mieter könnten noch bis zum 15. Februar ihre Möbel aus den Wohnungen holen. 750 Menschen waren im September von der Räumung betroffen.

Die Stadt Dortmund hatte den Hochhaus-Komplex räumen lassen, weil angeblich gravierende Mängel beim Brandschutz aufgefallen waren. Der Eigentümer bestreitet dies und klagt gegen die Stadt. Entscheidungen sind am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen laut eines Sprechers noch nicht absehbar.

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