Messungen der Gesundheitsämter
So gut ist die Wasserqualität der Badeseen im Münsterland

Düsseldorf -

Fast alle Badegewässer in Nordrhein-Westfalen haben eine ausgezeichnete Wasserqualität. Das hätten Messungen der Gesundheitsämter nach Kriterien der EU-Badegewässerrichtlinie ergeben, teilte das Umweltministerium am Donnerstag in Düsseldorf mit.

Donnerstag, 17.05.2018, 21:05 Uhr

Kinder baden im See.
Kinder baden im See. Foto: Rolf Vennenbernd

Demnach wurde die Wasserqualität an 105 der 109 Messstellen mit «ausgezeichnet» bewertet und an zwei Messstellen mit «gut». Lediglich der Elfrather See in Krefeld habe - wie schon im Vorjahr - nur ein «ausreichend» erhalten, weil das Wasser durch Fäkalien von Vögeln verunreinigt sei. Der Seaside Beach am Essener Baldeneysee erhielt keine Bewertung, weil dort noch nicht lange genug gemessen wird.
Alle sieben Messstellen in den Münsterland-Kreisen bekamen die beste Bewertung:
Aasee, Bocholt (Kreis Borken)
- Drilandsee, Gronau (Kreis Borken)
- Pröbstingsee, Borken (Kreis Borken)
- Buddenkuhle, Lengerich (Kreis Steinfurt)
- Torfmoorsee, Hörstel (Kreis Steinfurt)
- Feldmarksee, Sassenberg (Kreis Warendorf)
Tuttenbrocksee, Beckum (Kreis Warendorf)
Auch der Ternscher See in Selm (Kreis Unna), das Seebad Haltern und der Silbersee II in Haltern (Kreis Recklinghausen) sowie der Haarener Baggersee in Hamm bieten beste Wasserqualität.

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Foto: Umweltministerium

Buddenkuhle in Lengerich

Tuttenbrocksee in Beckum

Pröbstingsee in Borken

Feldmarksee in Sassenberg

Drilandsee in Gronau

Aasee in Bocholt

Torfmorsee in Hörstel

So wird getestet:

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kreise und kreisfreien Städte überprüfen die Badegewässer monatlich von Mitte Mai bis Mitte September. Badegewässer, die in dem Zeitrahmen der Überprüfung Grenzwerte überschreiten, werden häufiger untersucht, berichtet das Umweltministerium.
Ein Badeverbot werde von der zuständigen Überwachungsbehörde ausgesprochen, wenn die Kontrolluntersuchung eine zuvor festgestellte Grenzwertüberschreitung bestätigt oder die Gesundheit durch andere Gründe gefährdet ist.

Wie Badegäste helfen können, das Wasser sauber zu halten

Zu einer guten Gewässerqualität können auch Badegäste eine Menge beitragen. Dazu gehört es zum Beispiel, keine Wasservögel zu füttern, Unrat immer mitzunehmen und Verunreinigungen sofort der zuständigen Kommune oder dem zuständigen Kreis zu melden, so das Umweltministerium.

Antibiotikaresistente Bakterien in Badegewässern

Ein aktuelles Thema sind antibiotikaresistente Bakterien, die auch in Badegewässern vorkommen können. Das Umweltministerium wird erstmals und noch in diesem Jahr sondierende Untersuchungen von Badegewässern durchführen. In 2019/20 sollen systematische Sonderuntersuchungen von Gewässern auf antibiotikaresistente Bakterien folgen.

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