Museen
Neandertaler zieht in Bonner Museum in Eingangsbereich

Bonn (dpa/lnw) - Der berühmte Steinzeitmensch Neandertaler bekommt im Rheinischen Landesmuseum in Bonn einen neuen Platz. Ab 2020 soll das weltberühmte Exponat schon im Foyer zu sehen sein, teilte das LVR-Museum am Donnerstag in Bonn mit. Die Überreste des europäischen Ureinwohners waren Mitte des 19. Jahrhunderts im Neandertal zwischen Düsseldorf und Wuppertal entdeckt worden. Im heutigen LVR-Landesmuseum werden die Knochen des steinzeitlichen Jägers und Sammlers seit 1877 ausgestellt.

Donnerstag, 14.06.2018, 15:11 Uhr

Bislang werden Schädeldecke und weitere Knochen etwas abgelegen in einem Seitentrakt gezeigt. Die NRW-Stiftung fördert die Umgestaltung mit 80 000 Euro. Das vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) getragene Museum hat jährlich knapp 100 000 Besucher.

Die wissenschaftliche Untersuchung der 1856 von Steinbrucharbeitern entdeckten Knochen aus der Steinzeit dauert an. Sie gehören zu einem Mann, der vor etwa 42 000 Jahren lebte und 42 Jahre alt geworden sei, berichtete Ralf Schmitz, Fachreferent für Vorgeschichte am Museum. Untersuchungen ergaben, dass er zu 99 Prozent Fleisch zu sich nahm.

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