Preußen Münster
So., 29.08.2010
Fascher mit glücklichem Händchen
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Münster - Für einige Preußenakteure war es ein deutlicher Wink, für andere die Bestätigung, dass die Startelf des Fußball-Regionalligisten keine geschlossene Gesellschaft ist. Am Ende des Tages, als abgerechnet wurde, war der erste Saisonsieg in trockenen Tüchern, und Trainer Marc Fascher hatte mit seinen Personalentscheidungen auf der richtigen Seite gestanden. Nach dem 3:1-Heimerfolg über Eintracht Trier kehrt eine gewisse Ruhe ein, weil ein kapitaler Fehlstart in die neue Spielzeit abgewendet wurde.
Die 2679 Zuschauer waren überrascht worden. Weil Sercan Güvenisik (gesperrt) und Julian Loose - er wird nach einer OP, zuvor war das Halteband des Knies teilweise eingerissen, sechs Wochen pausieren müssen - fehlten, musste der Coach zwangsweise umstellen. Doch die eigentlich in der ersten Elf erwarteten Jürgen Duah und Marc Lorenz waren Reservisten. Vielmehr ging Fascher ein, wie er es nannte, kalkulierbares Risiko ein. Nicht nur Massimo Ornatelli war nach vier maladen Monaten urplötzlich aus dem Hut gezaubert, sondern auch der erst 19-Jährige Julian Westermann („Ich habe erst 90 Minuten vor Spielbeginn von meinem Einsatz erfahren“) rückte auf die rechte Verteidigerposition für den früheren Bochumer Duah. Wie bei seinem Regionalliga-Debüt in der Vorsaison bei Waldhof Mannheim schlug er sich als Aushilfskraft auf der rechten Seite wacker. Und die Bevorzugten zahlten zurück: Ornatelli traf zum 3:1, war aber nach 72 Minuten mit der Kraft am Ende; Westermann verrichtete die Abwehrarbeit schnörkellos. Fascher: „Nach dem Düsseldorf-Spiel hatten wir die Stunde null ausgerufen, beide haben überragend trainiert, deshalb kamen sie zum Einsatz. Aber auch die anderen Spieler wie Duah oder Lorenz hatten im Training überzeugt.“
Münster startete furios durch die Treffer von Clement Halet (2.) und Babacar N´Diaye (5.), verpasste dann die frühzeitige Entscheidung. Die Gäste aus Trier dagegen durften nach dem 1:2 durch Nico Patschinski (16.) noch auf etwas Zählbares hoffen. Erst Ornatellis Treffer zum 3:1 (62.) beendete diese Trierer Traumtänzereien.
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