Preußen Münster

Fr., 27.08.2010

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Preußen siegt 3:1 gegen Trier: Der Anfang ist gemacht

Daniel Chitsulo, hier gegen den Trierer Josef Cinar, vergab gestern zwei erstklassige Chancen.Foto: (Jürgen Peperhowe)
Von Alexander Heflik

Münster - Ein Anfang ist gemacht, nicht mehr und nicht weniger. Der erste Saisonsieg des SC Preußen Münster, dieses 3:1 (2:1) über Eintracht Trier, bringt den Fußball-Regionalligisten wieder in eine ruhigere Spur. Nicht, dass alle Sorgen und Probleme vom Tisch wären, aber immerhin hat die neuformierte Preußen-Elf eine Reaktion auf die Heimpleite gegen Düsseldorf 2 gezeigt. „Wir wollten einen couragierten Auftritt hinlegen und ein positives Ergebnis erreichen“, umriss Trainer Marc Fascher die stürmische Großwetterlage vor der Partie. Seine Bilanz fiel positiv aus: „Das haben wir geschafft.“

Immerhin bedeuteten die Treffer von Clement Halet nach 114 Sekunden, Babacar N´Diaye (5.) sowie Massimo Ornatelli (62.) beim zwischenzeitlichen 1:2 durch Nico Patschinski den ersten Saisonsieg am dritten Spieltag. Es war die zwingend notwendige erste Korrektur-Maßnahme, die gestern Abend vor 2679 Zuschauern von Erfolg geprägt war. Nur so nebenbei: im Falle einer Niederlage hätte bei den Adlerträgern der Baum gebrannt.

Münster gegen Trier war eine einseitige Angelegenheit, weil zum einen der SCP in der Abwehrzentrale wenig zuließ, sehr resolut agierte. Spielerisch dagegen gibt es noch viel Luft nach oben, zwischenzeitlich herrschte Leerlauf, und zudem kreierten die Hausherren bei einer 3:1-Führung in der letzten halben Stunde zu wenig Gefahr mit Kontern.

Wie ein ICE rauschten die Preußen in der Anfangsphase über die verschreckten Trierer hinweg. Mehmet Karas Flanke köpfte ausgerechnet Innenverteidiger Clement Halet zum 1:0 ein. Wenige Augenblicke später verwertete Babacar N`Diaye einen tollen Pass von Kapitän Stefan Kühne zum 2:0 - keine fünf Minuten waren gespielt. Doch eine Unachtsamkeit von Patrick Kirsch brachte die Gäste zurück ins Spiel. Das 1:2 nach 16 Minuten durch Nico Patschinski machte aus dem eigentlichen ungleichen Kampf eine halbwegs offene Partie. Und die Preußen blieben in der Offensive schluddrig, Daniel Chitsulo vergab gleich zwei erstklassige Chancen. Zudem wurde ein Elfmeter nicht gegeben, als Michael Dingels an dem Preußenstürmer Chitsulo im Strafraum zerrte. „Wenn man nach vier Minuten mit 0:2 zurückliegt bei einem Gegner, bei dem es in der Woche gerappelt hat, dann braucht man eigentlich nicht mehr weiterspielen“, moserte Triers Trainer Roland Seitz.

Ganz so schlimm war es nicht, weil Trier nach der Pause mehr Spielanteile hatte, allerdings sich am Preußen-Bollwerk rund um den Strafraum festbiss. Nach der durchaus lebhaften ersten Hälfte, waren die richtig guten Szenen nach Wiederanpfiff handverlesen. Eine Direktabnahme von Massimo Ornatelli (52.) klärte Triers Keeper Andreas Lengsfeld spektakulär, dann fehlte dem Kopfball von Babacar N´Diaye (53.) die Präzision, ehe Ornatelli nach 62. Minuten Maß nahm: 3:1, damit waren alle Fragen geklärt.

Ausgerechnet Ornatelli, der seit Monaten mit einer Leistenverletzung auf Eis lag, dessen Einsatz genauso überraschend wie der von Julian Westermann war. Der Everswinkeler als Rechtsverteidiger, Ornatelli im Mittelfeld davor hatten das Vertrauen des Trainers. „Sie hatten überragend trainiert, wenn, wann nicht jetzt, sollte ich sie bringen?“, sagte Fascher über diesen Schachzug. Am Ende hatte der SCP sieben defensive und mit gutem Willen drei offensive Akteure auf dem Feld. Die Rechnung ging auf.


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