Zwischenfall beim Derby gegen Osnabrück
Fr., 18.11.2011
Böllerwerfer droht mehrjährige Haftstrafe
|
|
Osnabrück - Voraussichtlich im Februar 2012 beginnt der Prozess gegen den 24-Jährigen Münsteraner, der beim Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und Preußen Münster bei einem Sprengstoffanschlag 33 Menschen verletzte. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage abgeschlossen, dem Täter droht wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung eine mehrjährige Haftstrafe.
Wegen der öffentlichen Bedeutung des Falles wird der Prozess vor der 10. Großen Strafkammer des Landgerichts in Osnabrück stattfinden. Am 10. September war beim Drittligaspiel in der Osnatel-Arena aus dem Block der Münsteraner ein selbstgebauter Sprengsatz in den ehemaligen Spielertunnel geworfen worden.
Dabei wurden 33 Menschen verletzt, darunter drei Kinder. Die meisten Geschädigten waren Polizisten, von denen ein Beamter einer bleibenden Gehörschaden erlitt.
Der 24-Jährige war eine Woche nach dem Derby in seiner Wohnung in Münster festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft; eine Entlassung vor dem Prozess gilt als ausgeschlossen.Der zuvor nicht durch Gewalttätigkeiten aufgefallene Preußen-Fan, der von dem Osnabrücker Rechtsanwalt Thomas Klein vertreten wird, hat den Wurf zugegeben und sagt, er habe geglaubt, der Sprengsatz würde in einem unbesetzten Bereich landen. Zur Überprüfung dieser Aussage hatten die Behörden den Hergang vor einem Monat rekonstruiert. Unklar ist, wie der Sprengsatz ins Stadion geschleust wurde. Offenbar beweisen Videobilder, dass der Angeklagte durchsucht worden ist, so dass es Mittäter geben könnte.
|
|
Inserieren
WN-Immo Anzeigen
Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region