José-Pierre Vunguidica meldet sich zurück

Di., 07.02.2012

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„Wie ein Neuanfang“

José-Pierre Vunguidica meldet sich zurück : „Wie ein Neuanfang“

Als Jose-Pierre Vunguidica (l.) sich zu den Afrika-Meisterschaften verabschiedete, war Sercan Güvenisik noch ein Preuße. Jetzt ist er weg – genau wie Julian Loose, und Trainer Marc Fascher. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

„Das letzte Mal habe ich in kurzer Hose und T-Shirt Fußball gespielt, jetzt habe ich eine lange Hose an, Mütze, Handschuhe, zwei Unterhemden – man merkt den Unterschied schon.“ José-Pierre Vunguidica erlebt seit Montag wieder den Fußball-Alltag beim SC Preußen Münster – und der ist derzeit tiefgekühlt. 

Von Ansgar Griebel

Noch vor einer Woche genoss der 22-jährige Angolaner bei den Afrika-Meisterschaften in Äquatorialguinea 25 Grad im Schatten. „Langsam gewöhnt man sich dran“, glaubt Vunguidica, den Temperatursturz um über 30 Grad langsam verkraftet zu haben. „Ich bin ja schon seit vergangenem Mittwoch wieder da“, so Vunguidica. Doch der Winterdienst ist nicht die einzige Änderung im Fußballerleben des antrittsschnellen Mittelfeldspielers. „Drei neue Spieler und ein neuer Trainer. Das ist für mich fast wie ein Neuanfang.“

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Als sich Vunguidica Anfang Januar zur angolanischen Nationalmannschaft abmeldete, tat er das pflichtschuldigst bei Trainer Marc Fascher, die Rückmeldung erfolgte bei Pavel Dotchev. „Und was zwischendurch passiert ist, habe ich im Internet verfolgt“, sagt Vunguidica, der anschließend auch noch telefonischen Kontakt zu Fascher hatte. „Das ist alles schon komisch, aber das ist auch Fußball. Solche Dinge gehören zum Geschäft. Im vergangenen Jahr hatte ich drei Trainerwechsel in einer Saison. Als Profi muss man damit umgehen können.“

In Münster hat Vunguidica, der mit zwei Jahren aus Angola nach Deutschland kam, viel verpasst, in Afrika dafür aber auch viel erlebt. „Für mich war das eine tolle Erfahrung. Das Niveau war sehr hoch. Wir haben gegen Spieler gespielt, die aktuell in der Champions League im Einsatz sind“, erzählt der 22-Jährige, der in seinem Team der Zweitjüngste war. „Bei den ganzen erfahrenen Spielern, da konnte ich viel lernen. Das war ein tolles Erlebnis.“ Vunguidicas Meistertipp beim Afrika-Cup: „Die Elfenbeinküste. Die sind am besten besetzt, und außerdem haben sie uns geschlagen.“

Auf die Elfenbeinküste tippt auch Daniel Chitsulo, der den Afrika-Cup mit großem Interesse verfolgt, obwohl sein Heimatland Malawi die Qualifikation verpasst hat. „Aber jeder Junge, der da herkommt, ist da interessiert“, sagt Chitsulo. Der Mittelfeldspieler hat aktuell aber mehr Zeit zum Fernsehen, als ihm lieb ist. Der ersten Operation an den Adduktoren folgt am übernächsten Freitag die nächste. In Berlin wird die Operationsnaht wieder geöffnet, die schmerzhaft auf den Nerv geht. „Das ist schon frustrierend, wenn man nicht trainieren kann und auch nicht weiß, wie und wann es weitergeht“, lässt der 28-Jährige seinem Frust freien Lauf.

Jürgen Duah ist da schon deutlich weiter, der Deutsche mit ghanaischen Wurzeln hat am Montag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert, wird am Dienstag noch einmal aussetzen und dann endgültig wieder angreifen. „Ich denke, dass der Trainer mich für Freitag noch nicht auf dem Zettel hat. Aber dann geht es wieder richtig los.“ Beim Afrika-Cup fiebert Duah natürlich mit Ghana: „Ich bin absoluter Fan. Bis jetzt war die Leistung noch nicht überragend, aber es zählen die Ergebnisse.“ Und darum lautet Duahs Meistertipp: „Ghana natürlich.“

Ganz entspannt verfolgt Babacar N'Diaye das Geschehen in Afrika. Der Senegalese hat sein Heimatland bereits in der Vorrunde verabschieden müssen. „Mir war klar, dass das nichts wird, wenn ich nicht dabei bin“, nimmt es der 38-Jährige mit Humor. „Aber im Ernst: Ich hätte es den Jungs schon gewünscht weiterzukommen.“ Zumal mit Demba Ba ein guter Bekannter im Einsatz war. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, verfolgt N'Diaye die Spiele im Fernsehen, „aber auf dem Timer habe ich sie nicht“. Für Dominique Ndjeng machte das Daumendrücken ohnehin wenig Sinn. Kamerun hatte die Endrunde verpasst.

Kartenvorverkauf für das Derby gegen Osnabrück

Am Dienstag (7. Februar) beginn der offizielle Kartenvorverkauf für das Nachbarschaftsderby am 25.Februar (Samstag, 13.30Uhr) gegen den VfL Osnabrück. Billets gibt es sowohl über das Online-Ticketing, die Ticket-Hotline 01805-997717 und wie üblich auch vor Ort im Fanshop. Da der Verkaufzu diesem Spiel ausschließlich personalisiert stattfinden wird, muss der Personalausweis vorgelegt werden, zudem werden maximal zwei Karten pro Person verkauft. Von den verfügbaren 15 050 Karten sind 6600 vergriffen, für die Haupttribüne gibt es noch Restkarten im Vorverkauf. Nach Osnabrück gingen 3400 Tickets. In Münster sind 3200 Karten an Sponsoren, Dauerkarten-Inhaber sowie Vereinsmitglieder mit Vorkaufsrecht vergeben.

► http://www.scpreussen-muenster.de/ticketing

Das Westfalenpokal-Viertelfinale beim Westfalenligisten SV Lippstadt werden die Preußen am 6. oder 7. März austragen. Wenn das Punktspiel zwischen Lippstadt und Delbrück auf den 2. März vorverlegt werden kann, wird im Westfalenpokal am Dienstag (6.März) gespielt.


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