Osnabrücks Trainer will den Rückstand zu den Spitzenteams verringern
Mi., 22.02.2012
Wollitz spielt auf Sieg
Immer mit Feuereifer dabei: Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz
Münster -
Claus-Dieter Wollitz lenkt nicht ab vom Thema. Am Samstag, wenn denn im Preußenstadion sein VfL Osnabrück antreten würde, dann soll möglichst ein Sieg her. „Wir haben viel liegen gelassen in der Saison. Mit einem Sieg in Münster können wir den Druck auf die Spitzenteams aus Sandhausen und Aalen erhöhen. Und da bin ich mir sicher, dass diese beiden Mannschaften auch noch Probleme bekommen werden.“
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Ja, er denke momentan nur von Spiel zu Spiel. Nein, die Saison ist noch lange nicht entschieden. Wollitz will mit dem VfL Stück für Stück nach vorne kommen in der 3. Liga, 42 Punkte stünden noch zur Abholung bereit, drei davon will er mit den Lila-Weißen aus Münster mitnehmen.
Wollitz ist zurück bei den Lila-Weißen. Nicht ohne Nebengeräusche kehrte er zum VfL zurück, nach zweieinhalb Jahren bei Zweitligist Energie Cottbus war Schluss in der Lausitz. Er löste Uwe Fuchs ab, der beim 1:0-Sieg der Osnabrücker im ersten Derby seit sechs Jahren im September noch an der Seitenlinie stand. Fünf Saisons von 2004 bis 2009 war „Pele“ Chef beim VfL, die alte Liebe rostete wohl nicht, nun soll er den Zweitliga-Absteiger zurück ins Bundesliga-Unterhaus führen.
Vier Punkte fehlen zu Relegationsrang drei, hier hat sich Jahn Regensburg eingerichtet. Aber elf Punkte sind es schon zu den Aufstiegsrängen eins und zwei – auch wenn Osnabrück noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hält. Wie gesagt: Münster – wenn die Platzkommission grünes Licht gibt – sieht Wollitz als Schlüsselpartie für das letzte Saisondrittel.
Die Preußen hat er beim 0:0 gegen Werder Bremen II gesehen. Ein Spiel, das aus seiner Sicht nicht angepfiffen werden durfte. Sein Trainerstab habe aber genug Information über den SCP gesammelt, am Ende schaue man sowieso nur auf sich.
Und die besondere Brisanz mit all den vorgeschalteten Ereignissen vor diesem Nachbarschaftsduell? „Auf dem Platz sind immer Emotionen dabei, im Derby ein paar mehr, vor allem positive“, sagt er. Und: „Alles muss im Rahmen bleiben auf dem Feld, aber auch bei den Fans und Zuschauern. Das Hinspiel hat deutschlandweit Beachtung gefunden. Beide Clubs müssen aufpassen, dass sie nicht in eine Schublade rutschen, aus der sie irgendwann nicht mehr rauskommen.“
