Pavel Dotchev will arbeiten – nicht feiern

Mo., 06.02.2012

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„Jetzt müssen wir nachlegen“

Pavel Dotchev will arbeiten – nicht feiern : „Jetzt müssen wir nachlegen“

Erfolgreicher Winterdienst: Neuzugang Marco Königs schiebt gegen Babelsberg zum 2:0 für die Preußen ein. Foto: Jürgen Peperhowe

Babelsberg - „War das Fernsehen da?“ Preußen-Trainer Pavel Dotchev suchte nach dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft im weiten Rund des Babelsberger Tiefkühlstadions vergeblich nach den Kollegen des RBB. In der Tat hätte der überzeugende Preußensieg allemal eine Berichterstattung verdient gehabt. Dotchev lag allerdings nicht an einer Aufzeichnung für das Erinnerungsalbum, sondern an verwertbarem Material für eine Spielanalyse. „Das war nur der Anfang. Ich bin in Gedanken schon beim nächsten Spiel“, stellte Dotchev klar, „wenn wir am Freitag gegen Bremen nicht noch einmal gewinnen, dann war das hier alles nichts wert.“

Von Ansgar Griebel

So ganz konnte der neue Trainer die Genugtuung über den Startsieg allerdings doch nicht überspielen. „Natürlich bin ich froh darüber, wie gut das gelaufen ist. Wir hatten ja keine Möglichkeit, nicht mal im Test, im Vorfeld den Ernstfall zu proben“: Dotchev hatte auf einen starken Auftritt gehofft, sicher war er sich im Vorfeld aber nicht.

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Bei seinem Trainerdebüt für Münster kam Dotchev zweifellos entgegen, dass der Gastgeber aus Babelsberg so gar nicht ins Spiel finden wollte – auf der anderen Seite allerdings waren die Preußen jederzeit präsent, bewiesen Spiel- und Lauffreude sowie ein Selbstbewusstsein, das im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel und mittlerweile zehn sieglosen Partien erstaunlich ausgeprägt war.

Einen perfekten Einstand feierte auch Marco Königs, der im ersten Spiel im Adlertrikot mit je einer Vorlage und einem Tor die ersten beiden Scorerpunkte erwirtschaftete: Königs hat sich in kürzester Zeit dicht an die Spitze der vereinsinternen Torjägerliste heranarbeiten können. Königs sammelte zudem aber auch Fleißpunkte, ließ sich oft und weit zurückfallen und war eigentlich immer anspielbereit.

„Das erwarte ich von ihm, darum haben wir ihn geholt“, stellte Dotchev nüchtern fest. Königs selber stellte den Mannschaftssieg artig vor die persönlichen Erfolgserlebnisse: „Wichtig sind die drei Punkte. ich mache nur meinen Job.“ Zu diesem Job gehörte verdientermaßen auch gleich ein langes Wochenende. Nach der nächtlichen Heimfahrt aus Potsdam gab Dotchev seinen Spielern zwei Tage trainingsfrei. Anschließend geht der Blick nach vorne. Übrigens mit Hilfe des Videos, das der SV Babelsberg am Freitag hat aufnehmen lassen.


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