Preußen Münster erwartet Zweitvertretung

Mi., 08.02.2012

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Werders letzte Chance

Preußen Münster erwartet Zweitvertretung : Werders letzte Chance

Clemens Schoppenhauer (l.) soll für Werder II nach seiner Verletzung wieder auflaufen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Nachwuchsteams der Bundesliga-Mannschaften waren einer von vielen Gründe, warum der SC Preußen Münster so dringend die Regionalliga-Tristesse hinter sich lassen wollte. Spielstarke Teams in trostloser Umgebung: Die zweiten Mannschaften der ersten Adressen des deutschen Fußballs waren sportlich immer eine Herausforderung und atmosphärisch meistens eine Katastrophe.

Von Jan Kappelhoff, Ansgar Griebel

Am Freitagabend ist es mal wieder soweit und die Zweitvertretung von Werder Bremen ist zu Gast an der Hammer Straße. In der Hinrunde wurden die Punkte geteilt (1:1) – das war für den SCP weniger als erwartet und erhofft. In einem sehr harmlosen Spiel an der Weser beklagte der SCP seinerzeit die fahrlässig verpassten zwei Punkte. „Das war wenigstens eines unserer Zu-Null-Spiele“, lächelt Bremen-Trainer Thomas Wolter.

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Mit der Bremer Reserve steht Wolter tief im Tabellenkeller und schon fast die ganze Saison mit dem Rücken zur Wand. „Ich schaue schon gar nicht mehr auf die Tabelle. Wir müssen einfach unsere Spiele gewinnen.“ Einen Punkt Rückstand hat Bremen auf den Vorletzten Jena, allerdings auch schon zwei Spiele mehr auf dem Konto – auf den ersten Nichtabstiegsrang fehlen Werder schon zehn Zähler. Von Münster erwartet Wolter ein selbstbewusstes Team, dass mit dem besseren Gefühl ins Spiel gehen wird, bekräftigt aber auch: „Da kann man als Werder Bremen ja aber gegensteuern.“

Nach dem Trainerwechsel bei den Preußen gebe es, wie nach jedem Trainerwechsel, neue Dinge. Doch darauf schaut Wolter nicht, obwohl er mit Marc Fascher und auch mit Pavel Dotchev gut befreundet ist. Fascher und Wolter kennen sich aus Hamburg, den neuen Preußentrainer hat er beim Fußballlehrer-Lehrgang kennen gelernt.

Die Mannschaften müssen sich auf gefrorenen Boden im Preußenstadion einstellen. Für den SCP galt das ja auch schon in Babelsberg, dort haben sie es gut gemeistert. Aber auch Thomas Wolter ist nicht bange: „Man muss sich doch im Fußball immer auf alle äußeren Einflüsse einlassen. Auch auf vielmehr als nur den Platz. Sonst hätten wir uns ja eine Hallensportart aussuchen können.“ Das klingt schon nach einer Kampfansage, denn einfach so wird Bremen II den Drittliga-Fußball nicht aufgeben. Mit welchem Kader Wolter die Aufgabe in der Domstadt angehen wird, weiß er jedoch erst am Donnerstag oder Freitag vor der Abfahrt.


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