Preußens personifiziertes Abwehrbollwerk auf unbestimmte Zeit lahmgelegt
Di., 07.02.2012
Malade Wade legt „Kirsche“ auf Eis
Patrick Kirsch (r.) würde gerne wieder die Abwehr des SCP stabilisieren, darf zurzeit aber nur an der Stabilität der eigenen Wade arbeiten.
Münster -
Als Stabilisator der Preußen-Abwehr war Patrick Kirsch in der Meistersaison einer der wichtigsten Erfolgs-Faktoren in der Aufstiegsgleichung seines Clubs. Auch in der Hinrunde der dritten Liga stand der Routinier trotz ständiger Schmerzen an der Ferse im Abwehrzentrum zuverlässig seinen Mann, ehe er sich in der kurzen Winterpause der längst überfälligen Operation unterzog – und seither liegt „Kirsche“, wie ihn die Fans liebevoll nennen, auf Eis.
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Der Eingriff ist mittlerweile sechs Wochen her, doch ein Comeback des Innenverteidigers, der am Neujahrstag seinen 31. Geburtstag feierte, immer noch nicht in Sicht. Aktuell hat er alle Hände voll zu tun, sich selbst zu stabilisieren – die Preußen-Abwehr muss ohne ihren zuverlässigsten Stützpfeiler auskommen. „Immer wenn ich versuche zu laufen, ist nach spätestens vier Runden Schluss“, sagt Kirsch, der seinen ersten Rückkehrversuch nach der Winterpause bereits am ersten Trainingstag wieder abbrechen musste. Die Ferse scheint intakt, stattdessen zog er sich vor vier Wochen in der Reha eine offensichtlich langwierige Wadenverletzung zu.
Nach den ersten Trainingsversuchen verschrieben die Ärzte Patrick Kirsch eine absolute Schonzeit. „Kein Sport“ lautet seither das Motto für den Mann, der eigentlich ohne Sport nicht leben kann. „Ich mache gar nichts“, sagt Kirsch frustriert. „Ich bin schon enttäuscht, dass sich das so lange hinzieht.“ Ein Ende der Leidenszeit ist nicht abzusehen, Prognosen mag Kirsch nicht mehr abgeben: „Wir haben es ja immer wieder versucht, ich sage da gar nichts mehr zu.“
Derzeit stopft Kapitän Stefan Kühne die Lücke im zentralen Defensivbereich. Der gelernte Mittelfeldmann macht seine Sache an der Seite von Clement Halet gut – als Dauerlösung ist das allerdings nicht geplant. Immerhin ist Dominique Ndjeng nach langer Pause wieder einsatzbereit. Auf Patrick Kirsch kann der SCP auf Dauer aber nicht verzichten.
► Für das Osnabrück-Spiel (25. Februar) startete am Dienstag der Vorverkauf und für die Haupttribüne gibt es bereits keine Tickets mehr. Auf den Stehplätzen sind noch 6550 Karten vorhanden. Der SC Preußen denkt deshalb darüber nach, eine Aufstockung der Stadionkapazität auf 18 000 Zuschauer zu beantragen.
