+Ein krönender Abschluss
Entlassfeier für 78 Abiturienten am Werner-von-Siemens-Gymnasium

Gronau -

Viele Komplimente und Ratschläge bekamen die 78 Abiturienten des Gymnasiums in Gronau mit auf den Weg, als sie bei der Entlassfeier am Samstag ihre Zeugnisse erhielten. Abends ging es dann in festlicher Garderobe zum Abiball.

Sonntag, 01.07.2018, 17:20 Uhr

+Ein krönender Abschluss: Entlassfeier für 78 Abiturienten am Werner-von-Siemens-Gymnasium
Foto: Norbert Diekmann

„Westmünster Abi – der Adel geht“. Das Motto des diesjährigen Abiturjahrgangs des Gronauer Gymnasiums spielt an auf das imposante Bauwerk Westminster Abbey in London, Begräbnisstätte für zahlreiche Geistesgrößen, aber auch Kirche mit 102 königlichen Gräbern. „Der Adel geht“? Burkhard Kleinke, Englischlehrer und kommissarischer Schulleiter, fragte sich in seiner Festrede, ob schwarzer englische Humor bei den Abiturienten abgefärbt habe.

So wie in Westminster Abby kann es mit dem „Der Adel geht“ beim Westmünster-Abi ja offensichtlich nicht gemeint sein. Die 78 jungen Damen und Herren kamen im Gegensatz zu den „gegangenen“ britischen Adeligen höchst lebendig auf die Bühne, um ihre Abiturzeugnisse in Empfang zu nehmen.

WVSG-Abiball Gronau

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  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
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  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
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  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
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  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
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  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann
  • Die Abiturienten des Werner-von-Siemens-Gymnasium feiern ihren Abiball. Foto: Rupert Joemann

Zuvor bekamen sie in den verschiedensten Reden viele Komplimente und Ratschläge für den weiteren Lebensweg, während für die musikalische Umrahmung der Feierstunde Marlène Beld, Jessica Lehl, Yesim Yilmaz und am Flügel Niklas Grüber sorgten.

Den Beginn am Rednerpult machte Burkhard Kleinke, der den Verantwortlichen für den „wunderschönen Gottesdienst“ in der St.-Agatha-Kirche dankte, und dann die Zuhörer mit Colin Smith bekannt machte, „einer der Helden meiner Jugend“, wie er bekannte. Smith ist der Jugendliche, der in der Erzählung von Alan Sillitoe „Die Einsamkeit des Langstreckenläufers“ als Zögling einer „Besserungsanstalt“ dem Direktor als Langlauftalent auffällt. Dieser will ihn zum Nutzen der Anstalt und zu seinem eigenen Ruhm instrumentalisieren und fördert sein Training. An dieser Stelle unterbricht Kleinke die Inhaltswiedergabe der Erzählung und fragt, ob die Schüler des Gymnasiums sich nicht gelegentlich wie Smith gefühlt haben: Eingesperrt, fremdbestimmt, „aus der Puste, obwohl noch keine Ferien in Sicht waren“?

Aber, so Kleinke, die schulischen Regeln seien kein Selbstzweck, sie dienen nicht der Drangsalierung, sie seien wie Leitplanken an der Straße, die ins Leben führen. Diese „Leitplanken“ sollen aber nicht zur Uniformität führen, sondern die individuelle Persönlichkeitsentwicklung fördern. In Zukunft werde die „schulische Leitplanke“ fehlen.

Und Colin, der Langstreckenläufer? Im Wettbewerb liegt er weit in Führung. Er hat „seinen“ Sieg erreicht. Er hat sich und allen gezeigt, was er kann. Dann tritt er auf der Stelle, bis er überholt wird, für den aufgeblasenen Anstaltsdirektor will er nicht siegen. Er lässt sich nicht verbiegen. Er bleibt er selbst. Das wünschte auch Kleinke den Abiturienten. Sie sollen authentisch bleiben.

„Es ist Ihr Leben, das Sie führen werden.“ Die Grüße und Glückwünsche der Stadt überbrachte Rainer Doetkotte. Doetkotte sah in den Abiturienten „nicht nur Gestalter und Entdecker als Potenzialentfalter und Selbstentwickler“ sondern vor allem auch „glückliche Entscheider“. Glücklich, weil die Entscheidung für das Gymnasium jetzt zu einem glücklichen Abschluss geführt habe. Er ermunterte sie, weiterhin nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Doetkotte wünschte den Abiturienten, dass sie sich bei ihren künftigen Entscheidungen im privaten und gesellschaftlichen Leben „ihre Lebens- und Erfolgskonzepte selber schreiben“. Mit dem bekannten Satz von Johann Wolfgang von Goethe „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ ließen die Sprecher der Eltern, Corinna Dahlhaus, Thomas Brunnert und Norbert Ricking, die jetzt abgeschlossene Schulzeit Reue passieren. Die Kinder seien erwachsen geworden, sie haben Flügel bekommen und werden ihre eigenen Wege gehen. Aber die Wurzeln bleiben.

Dass sie diese Wurzeln gelegt haben, dafür dankten die Eltern den Lehrkräften und allen anderen am Schulleben Beteiligten. Im Namen der Abiturienten nutzte Ulf Tegetmeyer-Kleine als Sprecher die Gelegenheit, noch einmal auf die Schuljahre zurückzublicken, angefangen mit den Ängsten des ersten Schultags bis hin zum krönenden Abschluss, der hart erkämpft sei.

Besonders hervor hob er die tolle Atmosphäre in der Stufe, die durch Akzeptanz und Toleranz geprägt gewesen sei. Stefan Hübner, der als Stufenleiter die Abiturienten drei Jahre lang begleitet hat, zunächst gemeinsam mit Kristin Hense und zuletzt mit Okka Janssen-Rüße, kam noch einmal auf das Abiturmotto zurück. Westminster Abbey verlange 20 britische Pfund, von Schülern 17 Pfund, als Eintritt.

Heute sei das Gymnasium zwar ohne Eintritt zu betreten gewesen, aber den Abiturienten habe es sehr viel mehr gekostet, jetzt die Abiturzeugnisse in Empfang nehmen zu dürfen: unzählige Schulstunden, Arbeit, Stress, Frust, gelegentlich Konflikte mit Eltern und Lehrer.

Und als Krönung gebe es jetzt verdientermaßen die Abiturzeugnisse. Hübner führte den Absolventen vor Augen, dass es nicht erstrebenswert sei, zu Königen gekrönt zu werden. Ein König sei nicht frei, eher fremdbestimmt. Und dann lauern die Paparazzi. Auf die Abiturienten warte ein vergleichsweise freies und selbstbestimmtes Leben. „Nutzen Sie diese Chance.“

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