Die Welt der WhatsApp-Abkürzungen
Fasse dich kurz

Münster -

GgD, WM, Ddl – wer hier nur Bahnhof versteht, ist von gestern. Jugendliche kommunizieren heute häufig übers Handy. Viele über WhatsApp – um nicht zuviel tippen zu müssen, greifen sie zu Abkürzungen.

Donnerstag, 29.01.2015, 01:01 Uhr

Besser nicht sprechen , sondern einfach was schreiben: Schüler kommunizieren über WhatsApp.
Besser nicht sprechen , sondern einfach was schreiben: Schüler kommunizieren über WhatsApp. Foto: dpa

WhatsApp-Dialog.

WhatsApp-Dialog. Foto: Patrick Pleul

 Ggd, Wm, Hdl.“ Ein paar mal mit den Fingern tippen und schon ist die Tat vollbracht. Egal ob man gerade etwas isst oder faul auf der Couch liegt, tun kann man es immer.

Die Rede ist hier nicht von irgendeinem Videospiel. Es geht um eine der bekanntesten Handy-Apps der Welt – WhatsApp. Zumindest für Jugendliche, vermehrt aber auch für ältere Semester. Whatsapp hatte bis Ende Dezember 2014 700 Millionen aktive Nutzer, laut Wikipedia handelt es sich um den am schnellsten wachsenden Online-Dienst aller Zeiten. Heute gehört es zum Facebook-Konzert, für 19 Milliarden Dollar gekauft.

Die wichtigsten Kürzel

Ggd = Ganz gut. Dir?

Gg = Ganz gut

Wg = Wie geht‘s?

Wm = Was machste?

Wmd = Was machst du?

Wmds = Was machst du so?

Hdl = Hab‘ dich lieb.

Bb = Bis bald.

Bd = Bis dann.

Wimd = Was ist mit dir?

Bday = Birthday (Geburtstag)

Hdm = Halt den Mund.

Wmd = Was machst du?

...

Vor allem Jugendliche schreiben auf dem Handy. WhatsApp hat dabei die meisten Nutzer. Viele halten es nicht mehr für nötig zu telefonieren, um sich zu verabreden. Das heißt, man spricht mit seinem Handy. Statt zu tippen, können auch kurze Sprachnotizen, Fotos und Videos gepostet werden.

Manche Leute haben sogar Angst vor dem Telefonieren und lassen es dann lieber ganz sein. Natürlich gibt es auch Menschen, die zum Telefon greifen um etwas zu klären, um sich zu treffen. Aber das sind dann wirklich die wenigsten.

Sprachwahrer kann man trösten. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass WhatsApp-User durchaus zwischen Kurznachricht und Schulaufsatz unterscheiden können. Diese Einschätzung stützt auch eine Studie von Christa Dürscheid in der Schweiz. Sie hatte vor vier Jahren untersucht, wie sich E-Mail, Chat und SMS auf das Schreiben von Jugendlichen in der Schule auswirkt, schreibt die Deutsche Presse Agentur. Ihr Ergebnis: „Die Schreibkompetenz hat nicht nachgelassen - im Gegenteil. Sie ist breiter geworden“, meint Dürscheid, denn eine einheitliche Websprache gibt es nicht. In einer E-Mail schreibt man anders als im Chat. Jedes Forum und jede Clique hat ein eigenes Vokabular. Da sei viel Sprachgefühl gefragt.

Und so sieht ein realer Dialog zwischen zwei Schülern heute aus: A: Hey B: Hi A: Wg B: Ggd? A: Auch gg. Wmds? B: Nix besonderes du? A: Chill ein bisschen auf der Couch und guck TV. B: Nice. A: Joa. Wie war der Tag so? B: Ging wohl deiner? A: Meiner auch so. B: Ok.Bd A: Bd.

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