Mo., 17.04.2017

New-Names-Konzert am 13. April 2017 „Moonriver“ plätschert durch den Rockschuppen

Purple Rhino erzeugte mit nur drei Bandmitgliedern einen ungeheuren Druck beim New-Names-Konzert am Donnerstag im Jovel.

Purple Rhino erzeugte mit nur drei Bandmitgliedern einen ungeheuren Druck beim New-Names-Konzert am Donnerstag im Jovel. Foto: Gunnar A. Pier

Münster - 

Die Musiker von Holly‘s Cat wussten um ihre kleine Sonderrolle. Im Rockschuppen stimmten sie fein arrangierte uralte Lieder an mit zweistimmigem Gesang und Ukulele-Begleitung. Nach „Something stupid“ kommentierte Sängerin Elisa Franz augenzwinkernd: „Das war eins unserer schnelleren Lieder.“ Später spielten Head over Heels und Purple Rhino laute Rockmusik.

Von Gunnar A. Pier

Wieder ist die Geschichte der Konzertreihe „New Names­“ um eine Facette reicher. Der Spagat zwischen mitunter sehr konträren Musikrichtungen gehört zur Idee der Serie, die der Verein „Vision“ zur Förderung der populären Kultur mit Unterstützung der WN veranstaltet. Drei Bands spielen jeweils eine halbe Stunde im Jovel und erlauben so einen Blick auf vielleicht ungewohnte Musik.

Also machte das Duo Holly‘s Cat den Auftakt mit Songs, die den Hollywood-Glanz alter Tage aufgreifen. Dass viele im Publikum selbst dann aufmerksam und respektvoll bleiben, wenn der „ Moonriver“ durch den Club plätschert, gehört zu den Eigenheiten der „ New-Names“-Reihe.

Fotostrecke: New-Names-Konzert am 13. April 2017 in Bildern

Der Rest des Abends verlief etwas typischer. Die Band Purple Rhino bewies eindrucksvoll, wie viel Druck von nur drei Musikern ausgehen kann. Schlagzeug, Gitarre, Bass – was schon bei den Ärzten und Green Day zum Erfolg reichte, war auch diesem Trio genug. Selbst Balladen wie „How to love you“ rollten mit voller Wucht durch den kleinen Club. Großen Anteil hat Sänger Felix Kley mit Lederjacke und roter Krawatte, der die großen Gesten des Rock beherrscht.

In eine ähnliche Kerbe schlug zum Abschluss die Band Head over Heels. Das Quintett tummelt sich ebenfalls auf dem weiten Feld des Alternative Rock und legte einen durch und durch souveränen Auftritt hin. Das Publikum belohnte die Mühen und feierte die Fünf wie niemanden zuvor an diesem Abend.

Wie immer wurden die Auftritte gefilmt für eine Nachbesprechung.

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