Mit Masterplan und etwas Glück zur Pokalsensation
Sieg gibt Vorwärts Rückenwind für Spitzenspiel gegen Liesborn

Ahlen -

Kurz nach dem Abpfiff hatte Ralf Pottgüter ein paar Minuten lang fast mehr zu tun als in den 120 Zeigerumdrehungen zuvor. Mit ernster Miene versuchte der Vorwärts-Coach nach dem Pokalerfolg Herr einer unübersichtlichen Lage zu werden. Aufgebrachte RW-Fans gingen seine Spieler an, wurden gar handgreiflich. Doch Pottgüter blieb besonnen und schickte seine Elf schnurstracks in die Kabine. So wurde üblere Szenen vermieden. Es blieb zum Glück der einzige Wermutstropfen an einem Abend, der ansonsten ganz nach dem Geschmack des Trainers gewesen sein dürfte.

Freitag, 25.10.2013, 18:10 Uhr

So sehen Sieger aus: Vorwärts-Coach Ralf Pottgüter strahlte nach dem überraschenden Weiterkommen im Pokal über beide Ohren.
So sehen Sieger aus: Vorwärts-Coach Ralf Pottgüter strahlte nach dem überraschenden Weiterkommen im Pokal über beide Ohren. Foto: Marc Kreisel

Als die erste Aufregung vorüber war, konnte der dann auch über beide Ohren strahlen. „Eine super kämpferische Leistung“, lobte er den Auftritt seiner Bezirksliga-Mannschaft gegen den vermeintlich überlegenen Oberligisten. Und das war noch die Untertreibung des Jahres. Denn die Hausherren gingen nicht nur das höhere Tempo mit, das ihnen die Rot-Weißen abverlangten. Sie zeigten auch keinerlei Angst, ins offene Messer zu laufen. Ein wirklich mutiger Auftritt, bedenkt man, dass das letzte Aufeinandertreffen 9:0 für RW Ahlen ausging.

Dass sich Ähnliches im Kreispokal nicht wiederholen würde, war spätestens nach der ersten Halbzeit klar. Vorwärts lag mit 1:0 in Führung. Der Masterplan von Pottgüter , der aus einer kompakten Defensive heraus schnelle Konter fahren ließ, war aufgegangen. Und auch nach den Rückschlägen – dem zweimaligen Ausgleich durch die Gäste – steckte die DJK nicht auf.

Klar, dass sich die Spieler anschließend selbst zwicken mussten, um das Ergebnis für real zu halten. „Dass wir dieses Spiel gewinnen, ist unglaublich. Rot-Weiß hat uns bestimmt unterschätzt“, jubelte Patrick Wasin . Jonas Linnemann , der in der ersten Minute der Nachspielzeit das 2:1 reingelogen hatte, feixte: „Ich bin eigentlich nicht so der Goalgetter und deshalb froh, dass er überhaupt reingegangen ist.“ Und Pottgüter? Der wusste das unglaubliche Spiel gelassen einzuordnen: „Wir hatten auch das Glück auf unserer Seite“, erinnerte er an die zwei Pfostentreffer des Gegners beim Stand von 1:0.

Morgen (15 Uhr) steht die nächste wichtige Partie an. Das Spitzenspiel der Bezirksliga . Denn Westfalen Liesborn ist Tabellendritter, Vorwärts Vierter. Aber was soll bei so viel Rückenwind schon schiefgehen?

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