Remis teuer erkauft
Punkt gewonnen – Strupat verloren

Ahlen -

Vorwärts Ahlen bleibt das Verletzungspech treu. Gegen Westfalia Rhynerns Zweitvertretung reichte es zwar zu einem 1:1-Unentschieden. Gleichzeitig verletzte sich jedoch ausgerechnet der Spieler, der nicht zu ersetzen ist.

Montag, 07.10.2013, 06:10 Uhr

Im Doppelpack versuchen Vorwärts Ahlens Jonas Linnemann (links) und Jan-Hendrik Schmitz (Mitte) an den Ball zu kommen.
Im Doppelpack versuchen Vorwärts Ahlens Jonas Linnemann (links) und Jan-Hendrik Schmitz (Mitte) an den Ball zu kommen. Foto: ms

Manche Spiele haben einfach keinen Sieger verdient. Und so war nach dem 1:1 zwischen Vorwärts Ahlen und Westfalia Rhynerns Zweitvertretung nicht nur das Ergebnis ganz passend, sondern auch Ralf Pottgüters Analyse: „Ein Spiel auf Messers Schneide“, hatte der DJK-Trainer gesehen. „Beide Mannschaften wollten den Sieg und hatten Chancen auf das 2:1. Mit dem Punkt muss man leben können.“

Soweit so richtig. An guten Möglichkeiten taten sich am Ende tatsächlich beide Teams nicht viel. Allerdings hatte Vorwärts auch zwei eklatante Brüche im Spiel. Einen verständlichen nach der frühen Verletzung von Kapitän Jonas Strupat und einen völlig unerklärlichen. Denn nach einer bis dahin dominanten zweiten Hälfte, dem zwischenzeitlichen Ausgleich und einem klaren Chancenplus hörten die Hausherren zwischen der 75. und 78. Minute auf, Fußball zu spielen. Dreimal hätte es in dieser Zeit im eigenen Kasten klingeln können.

Doch von Beginn an: Marvin Krampe sorgte nach elf Minuten für das erste Raunen auf dem Lindensportplatz, als sein strammer Schuss von der Strafraumgrenze an den Pfosten knallte. Für den zweiten Kracher ans Aluminium sorgte nach einem Freistoß Jan-Hendrik Schmitz (19.). Dazwischen musste DJK-Keeper Serkan Akin einen gefährlichen Vorstoß der Gäste entschärfen. Julius Lohmann war nach einem feinen Pass durch die Mitte einschussbereit, doch Akin schmiss sich dazwischen.

Chancenlos war er dagegen in der 29. Minute. Andre Budde dribbelte sich – leidlich angegriffen – von links in den 16er der Hausherren und legte punktgenau auf Andrei Lorengel ab, der nur noch einschieben musste. Zuvor war Jonas Strupat nach einem Ahlener Angriff an der Torauslinie mit Verdacht auf eine Oberschenkelzerrung liegengeblieben und gab gleich das Signal zur Auswechslung. Ein Schock, von dem sich die Pottgüter-Elf bis zur Pause nicht erholte. Schließlich ist der stürmende Kapitän so ziemlich der einzige Mann, der nicht zu ersetzen ist.

Umso erstaunlicher, dass die Ahlener pünktlich mit Wiederanpfiff das Heft in die Hand nahmen. Als Marvin Krampe schließlich Björn Webers Versuch im Nachschuss versenkte (55.), war der Ausgleich bereits hochverdient. Danach hatten Dennis Ortmann (73.) und Björn Weber (75.) Gelegenheiten, die Partie zu drehen. Rhynern war de facto abgemeldet. Bis zum zweiten Bruch im Ahlener Spiel. Doch zum Glück für die DJK ging auch Rhynerns Andre Budde verschwenderisch mit seinen Möglichkeiten um.

DJK: Akin – Hahnemann, Strupat (16. Bonenkamp), Pälmke, Bühler, Weber (77. Wildoer), Linnemann (66. Jeske), Schmitz, K. Ortmann, Krampe, D.Ortmann.

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