Sa., 16.08.2014

Saisonstart in der Bezirksliga 7 Kein Urlaubsvergnügen

Alles hart erarbeiten - Vorwärts Ahlen: (o.v.l.) Betreuer Oliver Riedel, Christian Schramm, Marcel Hahnemann, Kevin Ortmann, Sebastian Pälmke, Jonas Strupat, Marvin Krampe, Co-Trainer Pierre Hundt und Trainer Ralf Pottgüter; (u.v.l.) Suat Esen, Marvin Cremer, Sebastian Aksan, Mustan Mutlu, Christian Splett, Matthias Bonenkamp, Henning Wegner, Patrick Knörnschild und Dominik Pottgüter.

Alles hart erarbeiten - Vorwärts Ahlen: (o.v.l.) Betreuer Oliver Riedel, Christian Schramm, Marcel Hahnemann, Kevin Ortmann, Sebastian Pälmke, Jonas Strupat, Marvin Krampe, Co-Trainer Pierre Hundt und Trainer Ralf Pottgüter; (u.v.l.) Suat Esen, Marvin Cremer, Sebastian Aksan, Mustan Mutlu, Christian Splett, Matthias Bonenkamp, Henning Wegner, Patrick Knörnschild und Dominik Pottgüter. Foto: Marc Kreisel

Ahlen - 

Eines steht für Vorwärts Ahlen schon vor dem ersten Anpfiff fest: Die zweite Saison in der Bezirksliga 7 wird kein Urlaubsvergnügen – und vielleicht auch nicht mit einem solchen enden. Die Ferienplanung seiner Kicker droht der Trainer im kommenden Jahr nämlich auf den Prüfstand zu stellen . . .

Von Cedric Gebhardt

Einer gelungenen Saison-Vorbereitung dürfte im nächsten Sommer nichts mehr im Wege stehen. Ralf Pottgüter hat möglicherweise einen Weg gefunden, die individuelle Urlaubsplanung des kickenden Personals geschickt zu kanalisieren und den eigenen Vorstellungen anzupassen. Mit Christian Schramm hat die DJK Vorwärts schließlich nun einen Spieler in ihren Reihen, der über beste Kontakte in die Tourismusbranche verfügt. Dessen Mutter Petra hat ein Reisebüro.

„Nächstes Jahr werde ich da mal anrufen und ihr raten, dass sie sagen soll, es sei überall alles ausgebucht, falls meine Jungs wegen ihres Urlaubs anfragen“, scherzt Ralf Pottgüter. Denn der Coach hat eine Vorbereitung hinter sich, nach der er selbst reif für die Insel ist. Kein einziges Mal hatte er seinen gesamten Tross beisammen, um kollektiv zu üben. Immer wieder kam ihm die Urlaubsplanung seiner Belegschaft in die Quere. „Wir hatten kaum Möglichkeiten, uns einzuspielen. Die Vorbereitung war sehr holprig und problematisch“, beschreibt Pottgüter. Das Schlimmste aber sei gewesen, dass auch noch die drei geplanten Testspiele gegen die ASG, die FSG und Westkirchen ausgefallen seien.

Trotzdem verfällt er vor dem Auftakt am Sonntag gegen Aufsteiger SV Lippstadt 2 (15 Uhr, Lindensportplatz) nicht in Hektik. „Im Test gegen Hilbeck hat man gesehen, dass die Jungs gut spielen können, auch wenn sie nicht trainieren“, sagt Pottgüter.

Allerdings hinterließ sein Team in Teilen der Vorbereitung mitunter einen ziemlich lustlosen Eindruck. Das ist auch dem Übungsleiter nicht verborgen geblieben, der deshalb auf eine entsprechende Einstellung pocht. Für die überragende Vorsaison, in der Vorwärts mit der Leichtigkeit eines Hochseilakrobaten als Neuling um den Titel mitspielte und schließlich punktgleich mit Wiescherhöfen auf Platz drei einlief, kann sich heute niemand mehr etwas kaufen. „Den Erfolg müssen wir uns erst wieder hart erarbeiten. Dass es schwer wird, ist allen klar“, unterstreicht Ralf Pottgüter, dass die zweite Saison in der Bezirksliga kein Urlaubsvergnügen wird. Kaum ein Kontrahent wird seine Himmelsstürmer mehr unterschätzen. Nicht nur deshalb dämpft „Potti“ auch die Erwartungen an seine Mannschaft.

„Wir wollen unter die ersten acht. Wir reden nicht vom Aufstieg. Unser Ziel ist es, uns langfristig in der Bezirksliga zu etablieren“, stellt der Trainer klar. Leichter gesagt als getan, schließlich könnten den Verein – wenn es ganz schlimm kommt – mit Jonas Strupat, Lars Bühler, Marvin Krampe und Sebastian Pälmke im Winter gleich vier Säulen verlassen. Das Quartett beendet im Oktober sein Studium, begibt sich anschließend auf die Suche nach einem Arbeitsplatz – und der könnte unter Umständen auch weit entfernt von Ahlen liegen.

Nicht nur deshalb hat Ralf Pottgüter vorsorglich schon einmal ein paar Grünschnäbel aus der A-Jugend für seine Garde rekrutiert. Marvin Cremer, Marvin de Graaf und Alpay Yildirim durften sich in der Vorbereitung erste Sporen verdienen und haben eines für die Zukunft gleich mitgenommen: Die eigene Urlaubsplanung sollte sich bitte sehr nicht mit der Vorbereitung überschneiden.

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