Do., 20.04.2017

Handball: 3. Liga West Beim Duell Bayer Dormagen gegen Ahlener SG treffen Wiesel auf Füchse

„Drei fette Endspiele“ warten noch auf die Ahlener SG, die nur mit vereinten Kräften anzugehen sind, wie hier Thies Hülsbusch (links) und Ferdi Hümmecke.

„Drei fette Endspiele“ warten noch auf die Ahlener SG, die nur mit vereinten Kräften anzugehen sind, wie hier Thies Hülsbusch (links) und Ferdi Hümmecke. Foto: René Penno

Ahlen - 

Seit neun Spielen sind die Wiesel des TSV Bayer Dormagen ungeschlagen. Dennoch steht die Ahlener SG unter dem Druck des Gewinnenmüssens und sie haben den natürlichen Feind des Wiesels in ihren Reihen – den Fuchs.

Von Cedric Gebhardt

Wiesel, so verrät die Online-Enzyklopädie Wikipedia, zählen zur Familie der Marder. Darüber hinaus seien die possierlichen Nager eher Einzelgänger, dafür aber geschickte Jäger.

Nun besteht der TSV Bayer Dormagen als Handball-Mannschaft weniger aus Solisten denn als Kollektiv. Von Einzelgängertum kann daher keine Rede sein. Dennoch bezeichnen sich die Rheinländer selbst als „Die Wiesel“. Und dass sie gern und häufig auf Beutezug gehen, haben sie in den vergangenen Wochen ebenfalls eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Seit neun Spielen ist die Mannschaft von Alexander Koke unbezwungen, sammelte zuletzt 16:2 Punkte.

Die Konkurrenz holt auf

Auch dass die Dormagener die Ahlener SG am Samstagabend um 19 Uhr empfangen, dürfte ihnen entgegenkommen, denn Wiesel gelten vorwiegend als dämmerungs- oder nachtaktiv. „Dass der Gegner Qualität hat, darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten“, sagt denn auch Sascha Bertow. Doch der ASG-Trainer weiß sein Team durchaus auf Kontrahenten gehobenen Formats einzustellen. In dieser Hinsicht ist Bertow ein Fuchs und die gelten gemeinhin als natürliche Feinde des Wiesels.

Chancenlos sieht sich die Ahlener SG nicht. Und das darf sie auch nicht, schließlich spürt sie mittlerweile den heißen Atem der Konkurrenz im Nacken. Nach dem 30:28-Sieg bei Eintracht Baunatal hat der TuS Volmetal jüngst ein 28:28-Remis gegen die SG Schalksmühle-Halver nachgelegt. Die SG Langenfeld war zuletzt sogar zweimal in Folge siegreich, gewann mit 24:19 gegen die SG Ratingen und mit 30:27 bei Schalksmühle-Halver.

Fokus auf eigene Spiele

Beide Verfolger sind der ASG (18:36 Punkte) nun bis auf drei Zähler (15:39) auf die Pelle gerückt. „Volmetal und Langenfeld haben Punkte geholt, mit denen wir nicht gerechnet haben“, gesteht Sascha Bertow.

Und da Volmetal vermutlich am Samstag auch gegen Schlusslicht Ratingen gewinnen dürfte, schmilzt der Vorsprung auf gerade mal ein Pünktchen zusammen. Auch Langenfeld darf sich bei seinem Auftritt in Korschenbroich durchaus Hoffnungen auf Zählbares machen.

Was die Rivalen im Abstiegskampf treiben, versucht der ASG-Trainer allerdings bewusst auszublenden. „Wir schauen nur auf uns. Den Rest können wir sowieso nicht beeinflussen. Wir haben unseren Fahrplan und der sagt, dass wir drei fette Endspiele vor uns haben. Wir müssen versuchen, zwei davon zu gewinnen“, hebt Bertow hervor. Nach dem Match in Dormagen warten noch das letzte Heimspiel der Saison am Samstag, 29. April, gegen die HSG Lemgo 2 (18 Uhr) und zum Abschluss am 6. Mai die Aufgabe bei der HSG Krefeld (19 Uhr).

Vier Spieler vor Vertragsverlängerung

Jedes Spiel sei dabei gleich schwierig. Die Luft wird demnach dünn für den Aufsteiger, der sich eine Zeit lang in angenehmen Tabellengefilden aufhielt und nun den Blick gen Abgrund richten muss. Immerhin: „Die Mannschaft kann mit dem Druck umgehen, das hat sie schon letzte Saison gezeigt“, versichert Sascha Bertow. Allerdings ging es da noch um den Aufstieg und der Druck hatte eine andere Ursache.

Derweil treibt die ASG im Hintergrund die Kaderplanung für die kommende Saison voran. So sollen Pavol Niroda , Kevin und Björn Wiegers sowie Philipp Lemke vor der Vertragsverlängerung stehen.

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