Fr., 22.01.2016

Handball: Oberliga „Nur Torewerfen macht berühmt“

Mit zehn Treffern erreichte Ferdi Hümmecke gegen Menden-Lendringsen im Trikot der ASG einen neuen persönlichen Bestwert. In der Wersestadt angekommen fühlt sich der Kreisläufer aber schon länger.

Mit zehn Treffern erreichte Ferdi Hümmecke gegen Menden-Lendringsen im Trikot der ASG einen neuen persönlichen Bestwert. In der Wersestadt angekommen fühlt sich der Kreisläufer aber schon länger. Foto: René Penno

Ahlen - 

Zuletzt gelangen ihm gegen Menden-Lendringsen zehn Tore. Das hat bei Ferdi Hümmecke Lust gemacht auf mehr. Der Kreisläufer der Ahlener SG spricht im Interview darüber, was ihm schon zu Beginn seiner Karriere beigebracht wurde und warum er seine neue Kurzhaarfrisur zu schätzen gelernt hat.

Der Auftakt ins Jahr 2016 hätte für die Ahlener SG kaum besser laufen können. Mit 31:25 fegte der Handball-Oberligist die HSG Menden-Lendringsen aus der eigenen Halle. Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte Kreisläufer Ferdi Hümmecke, der mit zehn Tore glänzte. Vor dem Auswärtsspiel am Samstag (18 Uhr) bei der HSG Augustdorf-Hövelhof sprach unser Redaktionsmitglied Cedric Gebhardt mit dem 24-Jährigen.

Herr Hümmecke, gegen Menden-Lendringsen haben Sie nicht nur durch eine gute Leistung, sondern auch eine neue Kurzhaarfrisur auf sich aufmerksam gemacht. Können wir davon ausgehen, dass Sie nun genau wissen, wie man in der Rückrunde die Gegner rasiert?

Hümmecke (lacht): Das werden wir sehen.

Wie ist es überhaupt zu Ihrem neuen Haarschnitt gekommen. Wollten Sie zum Ende des Jahres noch mal ein paar alte Zöpfe abschneiden?

Hümmecke: Ich habe schon mehrere Wochen mit dem Gedanken gespielt, denn ich brauchte mal was Neues. Über die Feiertage hatte ich dann frei und hab mich dafür entschieden.

Im Winter auf eine Kurzhaarfrisur umzuschwenken, kann aber eine kalte Angelegenheit werden.

Hümmecke: Ach, mit einer Baumwollmütze geht das. Außerdem gibt es nichts Praktischeres. Man kommt aus der Dusche und die Haare sind schon fast trocken.

Gegen Menden-Lendringsen haben Sie mit zehn Toren so viele wie noch nie für die ASG erzielt. Täuscht es oder sind Sie dort jetzt endgültig angekommen?

Hümmecke: Dass ich angekommen bin, würde ich nicht von den zehn Treffern abhängig machen. Ich denke, ich bin schon länger in Ahlen angekommen. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich mich hier total wohl fühle und ich super Mannschaftskollegen habe. Außerdem ergänzen sich „Otzi“ (Anm. d. Red. gemeint ist Björn Wiegers) und ich am Kreis sehr gut.

Was haben Sie bislang von Björn Wiegers auf Ihrer Position lernen können?

Hümmecke: Alle jüngeren Spieler können in jedem Training etwas von Björn Wiegers oder auch Thomas Lammers lernen. Man merkt ihnen einfach ihre Bundesliga-Erfahrung an. Auch in der Deckung spiele ich neben Björn, da hilft es enorm, dass wir uns zum Beispiel gegenseitig pushen.

Was macht eigentlich mehr Spaß: Tore des Gegners zu verhindern oder selbst welche zu erzielen?

Hümmecke: Von Anbeginn meiner Karriere habe ich gelernt, dass nur Torewerfen berühmt macht. Aber es macht mir auch super viel Spaß gemeinsam mit Kai Bekston, Björn Wiegers und Thomas Lammers eine Abwehr zu stellen. Zuletzt haben wir ja unfassbar wenige Gegentore bekommen.

Wie ist dieser Wandel zu erklären? Denn es gab ja in dieser Saison auch schon andere Phasen.

Hümmecke: Es ist ein Entwicklungsprozess. Das Zusammenspiel mit den Torhütern greift jetzt richtig, wir haben ein besseres Verständnis zwischen Abwehr und Torwart. Außerdem reißen wir uns alle extrem am Riemen.

Wohin kann das die ASG in dieser Saison noch führen?

Hümmecke: Aktuell haben wir drei Punkte Rückstand auf den ersten Platz. Aus eigener Kraft können wir es momentan also nicht schaffen. Aber wenn wir konzentriert so weiterspielen, sollte unser Saisonziel, eine Platzierung unter den ersten Fünf, drin sein.

Am Samstag geht es zu Augustdorf-Hövelhof. Das ist ein Pflichtsieg für die ASG oder würden Sie da widersprechen?

Hümmecke: Im Hinspiel hatten wir eine ähnliche Tabellenkonstellation wie jetzt. Dennoch haben wir nur durch ein äußerst kurioses Tor von Thomas Lammers in der letzten Sekunde gewonnen. Leider haben wir es ja schon öfter erlebt, dass wir gegen Gegner von unten Punkte lassen. Das soll uns nicht mehr passieren. Wir müssen in jedem Spiel konzentriert sein – das ist in den nächsten Wochen Pflicht.

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