Do., 12.10.2017

Handball: 3. Liga West Longerichs Richter soll für die Ahlener SG nicht zum Henker werden

Eine „Hammeraufgabe“ wartet lautet ASG-Coach Sascha Bertow auf Luca Werner (Bild) und seine Teamkameraden. Die Drittliga-Handballer der Ahlener SG treffen auf den Longericher SC Köln.

Eine „Hammeraufgabe“ wartet lautet ASG-Coach Sascha Bertow auf Luca Werner (Bild) und seine Teamkameraden. Die Drittliga-Handballer der Ahlener SG treffen auf den Longericher SC Köln. Foto: Rene Penno

Ahlen - 

Mit dem nach knapp einem Viertel der Saison Erreichten dürfen die Ahlener Drittliga-Handballer durchaus zufrieden sein. Nun aber erwartet sie beim Longericher SC das nächste, schwere Auswärtsspiel. Groß ist der Respekt vor dem Vorjahresdritten und besonders vor dem starken Mittelmann der Hausherren.

Von Henning Tillmann

Rund die Hälfte der Hinrunde ist gespielt. Zeit für eine Zwischenbilanz. Und die sieht für die Ahlener SG ziemlich ordentlich aus. 7:7 Punkte haben die Drittliga-Handballer in bisher sieben Spielen zusammengetragen. Macht nach Adam Riese im Schnitt einen Zähler pro Spiel. Platz neun bedeutet das derzeit und – viel wichtiger – immerhin schon vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Auffällig zudem: Die Mannschaft von Sascha Bertow punktet deutlich häufiger auswärts als in der vergangenen Saison.

Klingt alles schon mal nicht so schlecht. Und das ist es auch nicht. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es aber natürlich noch genügend. Eine davon offenbarte sich vergangene Woche in der Schlussphase gegen Aurich: Denn mit etwas mehr Cleverness hätten die Ahlener womöglich beide Punkte zu Hause behalten.

Bertow: „Zwei, drei dumme, einfache Fehler gegen Aurich“

Doch erst leisteten sie sich Fehlpässe, die nicht sein mussten, und agierten dann überhastet im Abschluss. Ihren letzten Wurf nahmen sie viel zu früh und gaben damit sogar noch den Gästen die Möglichkeit zur Entscheidung. Es blieb zum Glück beim leistungsgerechten 27:27, mit dem beide Mannschaften zufrieden sein durften.

Dennoch hat sich Sascha Bertow genau diese letzten Minuten gegen Aurich natürlich noch einmal genau angeguckt mit seiner Mannschaft. „Natürlich haben wir darüber gesprochen, was besser geht. Wir haben zwei, drei dumme, einfache Fehler gemacht. Wir müssen auch nicht sofort die Entscheidung suchen, sondern könnten es ausspielen, vielleicht noch ein Foul ziehen“, so der Trainer. „Aber eigentlich wissen das die Jungs und wir brauchen nicht ewig drauf rumzureiten“, schließt Bertow dieses Kapitel.

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

ASG hat viel Respekt vor dem Vorjahresdritten

Zumal ihm das Videostudium auch noch einmal klar die positiven Seiten der Partie aufgezeigt hat: „Ich war und bin mit dem Punkt nicht unzufrieden. Wir haben gegen eine sehr starke und auch in der Deckung sehr variabel agierende Mannschaft viele Lösungen gefunden. Deshalb ist dieser Punkt gegen Aurich für uns ein Bonus“, bekräftigt er noch einmal. Ein solcher wäre seiner Meinung nach auch ein Punktgewinn am Samstag beim Longericher SC, obwohl die Ahlener derzeit in der Tabelle sogar direkt vor den Kölnern stehen. Bertow aber sieht den Vorjahresdritten trotz eines mäßigen Starts weiter als eines der Topteams der 3. Liga.

Mittelmann Benjamin Richter ist Longerichs Kopf

„Man sieht es ja auch an ihrer ersten Hälfte zuletzt gegen Leichlingen. Da haben sie überragend gespielt“, findet er. Die Partie endete schließlich ebenfalls unentschieden. Dass es bei Longerich zu Saisonbeginn weniger lief, hat laut Ahlens Coach viel mit der Verletzung ihres überragenden Mittelmannes zu tun. „Der ist jetzt wieder fit“, sagt Bertow und gerät fast ins Schwärmen, wenn er über besagten „ganz, ganz starken Mittelmann“ Benjamin Richter spricht. „Er ist der absolute Kopf der Mannschaft, könnte locker 2. Liga spielen, trifft zu 90 Prozent die richtigen Entscheidungen und ist eigentlich nicht zu stoppen“, so Ahlens Trainer. Die Kreise Richters, der schon für so viele Gegner zum Henker wurde, wenigstens ein bisschen einzudämmen, ist für die ASG-Spieler eine der wichtigsten Aufgaben.

Einen weiteren großen Pluspunkt bei den Longerichern hat Bertow in deren mannschaftlicher Geschlossenheit ausgemacht. „Sie spielen auch in der Uni zusammen und kennen sich in- und auswendig“, sagt er. Auch dieser Umstand mache das Auswärtsspiel zu einer „Hammeraufgabe“. Aber eine, die er mit seiner Mannschaft mit der nötigen Lockerheit angehen will.

Ob dabei auch Ferdi Hümmecke in der Deckung mithelfen kann, stand am Donnerstag noch nicht fest. Hümmecke hatte Probleme mit der Hüfte. „Ich glaube aber, dass es bis zum Wochenende wieder geht“, so Bertow.

Anwurf: Samstag, 18 Uhr; Köln-Chorweiler

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5218845?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F