Handball: 3. Liga West
Ahlener SG will gegen Bergische Panther zurück zum Selbstverständnis

Ahlen -

Selten hätten Durchhalteparolen bei der Ahlener SG mehr Berechtigung gehabt als dieser Tage. Der Handball-Drittligist steckt in einer wichtigen Phase der Saison. Ausgerechnet jetzt gleicht der Rückraum nach den Ausfällen von Marvin Michalczik, Luca Werner und Kai Bekston einem Torso.

Donnerstag, 08.02.2018, 17:02 Uhr

Thomas Lammers, hier im Dialog mit Kreisläufer Ferdi Hümmecke (links), gehört gegen die Bergischen Panther in Burscheid wieder zum Aufgebot der Ahlener SG. Der Rückraum-Routinier soll für Entlastung und Stabilität sorgen.
Thomas Lammers, hier im Dialog mit Kreisläufer Ferdi Hümmecke (links), gehört gegen die Bergischen Panther in Burscheid wieder zum Aufgebot der Ahlener SG. Der Rückraum-Routinier soll für Entlastung und Stabilität sorgen. Foto: René Penno

„Der Rückraum hat gerade nicht die Schusskraft, die er besitzen müsste“, konstatiert Thomas Lammers . Weil Not am Mann ist, wird der 33-jährige beim Auswärtsspiel gegen die Bergischen Panther am Samstag zum Aufgebot gehören.

Schon beim 30:28-Erfolg gegen den ATSV Habenhausen saß er auf der Bank – und konnte sich ein Bild machen vom derzeitigen Leistungsvermögen seiner (Ex-)Kollegen. „Dass die Jungs nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzen, ist klar. Sie denken zu viel nach. Aber sie alle spielen nicht erst seit gestern Handball und sie wissen, wo das Tor steht“, glaubt Lammers.

Ahlener SG hat „keine so dolle Phase“

Diese Einschätzung deckt sich mit der von Kai Bekston . Der an einer Schulterverletzung laborierende Abwehrspezialist hat bei den Seinen gewisse Selbstzweifel ausgemacht. „Gegen Habenhausen hat man gemerkt, wie verunsichert wir waren. Teilweise hatten wir Angst einen Fehler zu machen“, diagnostiziert Bekston. Philipp Lemke kleidet die Bestandsaufnahme in andere Worte. „Wir haben insgesamt keine so dolle Phase. Wir sind alle gefühlt nur bei 80 Prozent“, befand Lemke bereits vor 14 Tagen.

Den Ahlenern geht gerade das Selbstverständnis besserer Tage ab. Nur allzu gerne würden sie dieses Thema verschwinden lassen wie der Zauberer das Häschen im Hut. Das jedoch ist leichter gesagt als getan.

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

Vorne braucht es mehr Durchschlagskraft

Die 20:23-Niederlage gegen TuS Volmetal war nicht auf Schwächen in der Deckung zurückzuführen, sondern auf kollektive Blackouts im Angriff. „Wir brauchen vorne wieder mehr Durchschlagskraft“, sagt Kai Bekston. Ein solcher Steinewerfer war zu aktiven Zeiten Thomas Lammers.

Seit seinem Karriereende „halte ich mich zwar fit. Ich schleppe also keine 20 Kilo Übergewicht mit mir herum. Aber ich trainiere nur noch ganz unregelmäßig beim Handball mit“, räumt Lammers ein. Die Spielzüge seien ihm nach wie vor vertraut. Abstriche aber müsse er hinsichtlich der Abstimmung, bei Laufwegen und dem Stellungsspiel in der Abwehr machen. Genau daran wird er nun mit der Mannschaft intensiv arbeiten, um gegen die Bergischen Panther einsatzbereit zu sein.

Thomas Lammers soll wieder aushelfen

Angedacht ist, Lammers dann zu bringen, wenn ein Teamkollege eine Verschnaufpause benötigt „oder wenn es gar nicht laufen sollte“. Als feste Säule ist der Routinier nicht eingeplant.

Sascha Bertow ist froh, dass er auf seinen Edelreservisten zählen kann. Allein durch den Einsatz von Lammers aber lassen sich für die ASG nicht die Kastanien aus dem Feuer holen, das weiß auch der Trainer. „Wir müssen mit den Umständen jetzt leben und müssen da einfach durch“, rät Bertow dazu, die Zähne zusammenzubeißen.

Gegen die Bergischen Panther wird es darauf ankommen, die eigenen Angriffsbemühungen wieder zielführend einzusetzen. „Es hilft uns nichts, wenn wir in der Abwehr gut stehen, aber vorne die Dinger nicht rein machen“, sagt Bertow. Einer, der die Blockade und Ladehemmung lösen könnte, ist womöglich Thomas Lammers. Der hat es zwar nicht so mit Durchhalteparolen, kann aber mit dem Status der personifizierten Hoffnung ganz gut umgehen. Er bekleidet sie schließlich nicht zum ersten Mal.

Anwurf: Samstag, 17 Uhr; Max-Siebold-Halle

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