Fußball: Kreispokal-Finale Beckum
Ein schönes Feigenblatt: RW Ahlen und Beckumer SV heiß auf den Titel

Ahlen -

Eine bessere Gelegenheit für einen versöhnlichen Saisonabschluss wird es nicht mehr geben: Im Kreispokalfinale hat Rot-Weiß Ahlen gegen den Westfalenligisten Beckumer SV die einmalige Chance, einen Titel aus einer durchwachsenen Saison mitzunehmen. Das gilt auch für die Gäste, die nicht minder heiß auf dieses Endspiel sein dürften.

Donnerstag, 17.05.2018, 17:05 Uhr

Es sieht etwas ulkig aus, was Emre Karaca da in dieser Szene aus dem Spiel gegen Hamm macht. Am Mittwochabend steht Karaca nun mit den Rot-Weißen im Kreispokalfinale.
Es sieht etwas ulkig aus, was Emre Karaca da in dieser Szene aus dem Spiel gegen Hamm macht. Am Freitagabend steht der Stürmer nun mit den Rot-Weißen im Kreispokalfinale. Foto: Marc Kreisel

Noch zwei Mal 90 Minuten plus eine eventuelle Verlängerung muss Rot-Weiß Ahlen herunterreißen. Dann ist die Saison 2017/2018 Geschichte. Endlich, möchte man als Unbeteiligter hinzufügen. Aber so dürften das auch die Akteure selbst sehen. Zu lange ging der Oberligist nun schon personell auf dem Zahnfleisch, schleppte sich von einem Nachholspiel zum nächsten. Zu lange ging es auch sportlich um nichts mehr. Die letzte Meisterschaftsbegegnung, in der die Ahlener an Pfingstmontag die TSG Sprockhövel begrüßen, ist für die Rot-Weißen so uninteressant wie nur irgendwas.

Ein Titel für den positiven Dreh einer durchwachsenen Saison

Am Freitagabend aber sieht das ganz anders aus. Im Krombacher-Kreispokal-Finale gegen die Spielvereinigung Beckum bietet sich die einmalige Gelegenheit, der weitgehend verkorksten Spielzeit doch noch einen positiven Dreh zu geben und einen Titel mitzunehmen. „Das ist für den gesamten Verein natürlich das viel wichtigere Spiel“, hatte Trainer Michael Schrank deshalb schon am Dienstag gesagt, also einen Tag vor dem Nachholspiel mit der Hammer Spielvereinigung. Das verloren die Ahlener erwartungsgemäß mit 1:4.

Fußball-Oberliga-Westfalen: Hammer SpVg – RW Ahlen 4:1

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Das Ergebnis spiegelte die derzeitigen Kräfteverhältnisse ganz gut wider. Denn während die Ahlener eben unter „ferner liefen“ in der Oberliga mitkicken, geht es für den Ortsnachbarn noch um den Aufstieg. Für die Rot-Weißen lautete die Parole eher, sich erstens nicht so von Hamm abschießen zu lassen wie zuletzt die Zweitvertretung von Arminia Bielefeld bei der 0:9-Klatsche. Und zweitens: Körner zu sparen für das Pokalfinale.

RWA wieder mit Witt, Yilmaz und Abdallah?

Beides dürfte gelungen sein. Zusätzlich konnten die Ahlener dem zuletzt gesperrten Cihan Yilmaz ein paar Einsatzminuten und damit Rhythmus bescheren. Der Kapitän dürfte gegen Beckum zum Aufgebot gehören. Mit etwas Glück gilt das auch für Andre Witt und Bilal Abdallah. Bei beiden hofft Schrank auf eine rechtzeitige Genesung.

Trotz weiterhin großer personeller Probleme gehen die Ahlener als leichter Favorit in das Endspiel. Zum einen hilft das Heimrecht, zum anderen hat auch die Beckumer SV eine schwache Saison in der Westfalenliga hinter sich. Derzeit steht das Team von Markus Klingen mit nur einem Punkt Vorsprung auf Victoria Clarholz auf Rang 13, unmittelbar vor der Abstiegszone. Die Beckumer haben also eine ähnliche Motivation wie die Rot-Weißen. Wer den Kreispokal gewinnt, bei dem wird vieles – nicht alles – positiver beleuchtet als ohne den Titel. Es wäre ohne Frage ein Feigenblatt. Aber ein schönes.

Ahlen bastelt kräftig am Kader für die kommende Saison

Unabhängig vom Ausgang dieser einen Partie scheinen die Verantwortlichen bei RWA aber keineswegs Lust auf noch eine Saison im Niemandsland zu haben. Die hohe Schlagzahl an Neuverpflichtungen, die Schrank und der Sportliche Leiter Joachim Krug derzeit zustande bringen, spricht eine deutliche Sprache. Auch am Donnerstag meldete der Verein wieder Vollzug. Für die kommende Saison wurde Mittelstürmer Marco Onucka verpflichtet.

Viel spricht derzeit dafür, dass die kommende Saison den Ahlener Zuschauern mehr Spaß bereiten wird als die, die am Montag zu Ende geht. Gegen einen Pokalsieg dürfte trotzdem niemand etwas einzuwenden haben.

Anstoß: Freitag, 19 Uhr; Wersestadion

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