Ironman Roth: ASC Ahlen
Diesmal reicht die Puste

Ahlen -

Mit vier Startern war der ASC Ahlen diesmal beim Ironman in Roth vertreten. Darunter waren auch zwei Triathleten, die diese Herausforderung vor zwei Jahren hatten abbrechen müssen. Diesmal reichte die Puste.

Freitag, 13.07.2018, 18:02 Uhr

Vier Starter des ASC Ahlen waren in diesem Jahr bei der Langdistanz in Roth am Start (v.l.): Ursula Kemper, Janin Knospe, Sabine und Marc Dahmen.
Vier Starter des ASC Ahlen waren in diesem Jahr bei der Langdistanz in Roth am Start (v.l.): Ursula Kemper, Janin Knospe, Sabine und Marc Dahmen. Foto: Silke Diecksmeier

Wiedergutmachung war angesagt, als sich Marc Dahmen und Ursula Kemper zur Langdistanz in Roth anmeldeten. Schon vor sechs Jahren standen sie an der Startlinie, bewältigten die Distanz jedoch nicht vollständig. Auch in diesem Jahr sollten wieder 3,8 Kilometer Schwimmen im Main-Donau-Kanal, 180 wellige Kilometer auf dem Rad und ein zu laufender Marathon rund um Roth vor ihnen liegen.

Und tatsächlich konnte Marc Dahmen im Schwimmen sein Leistungsvermögen voll abrufen und absolvierte die Strecke in 1:01:43 Stunden. Auf dem Rad machte ihm jedoch schon früh der Wind zu schaffen. Die auf dem Tacho angezeigte Geschwindigkeit stimmte den Dolberger unzufrieden, die Oberschenkel krampften, Zweifel machten sich breit. „Ich habe gedacht, wie denn dann erst noch der Marathon werden soll“, erzählte er nach dem Zieleinlauf. Doch nach 5:33:06 Stunden auf dem Rad und dem Wechsel in die Laufschuhe die Überraschung: Die Beine fühlten sich so gut an, dass der Athlet im Trikot des ASC Ahlen anfangs sogar etwas zu schnell lief. Dementsprechend schwer wurden die letzten Kilometer. Durch eine gute Mentalleistung absolvierte er den Marathon aber noch in 3:48:08 Stunden und finishte nach insgesamt 10:29:06 Stunden.

Ursula Kemper hatte nach ihrer Aufgabe 2012 und anschließenden Verletzungssorgen nicht mehr dran geglaubt, dass sie noch einmal eine Langdistanz absolvieren würde. Doch gemeinsam mit ihrer Freundin Sabine Dahmen ging sie die Herausforderung erneut an. Beim Schwimmen war Kemper noch vor der Debütantin, die mit der gebotenen Vorsicht an den „längsten Tag des Jahres“ heranging. Doch auf dem Rad schrumpfte der Vorsprung, sodass die beiden schließlich nach 8:18 Stunden mit nur fünf Sekunden Abstand die Wechselzone betraten. Dort jedoch verloren sie sich wieder aus den Augen und gingen getrennt auf die Laufstrecke. Doch der Marathon ist lang, und so fanden sie wieder zusammen und absolvierten Teilstrecken zusammen. Die größeren Kraftreserven hatte Kemper und kam nach 14:01:24 Stunden ins Ziel. Dahmen folgte nach 14:09:01 Stunden.

Ein Jahr nach dem Langdistanz-Debüt kehrte auch Janin Knospe nach Roth zurück und steigerte die Zeit noch einmal. „Ich wusste, es hängt alles davon ab, ob ich durchlaufe oder zwischendurch gehe“, sagte sie später. Nach 1:11:00 Stunden im Kanal und 6:00:32 Stunden auf dem Rad lief sie den Marathon in beeindruckenden 4:33:48 Stunden und konnte damit die Zwölf-Stunden-Marke knacken. Eine Zeit von 11:56:20 Stunden stand am Ende zu Buche.

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