Mi., 28.06.2017

Fußball: Testspiel 20:0 – SF Lotte überrollt Davaria Davensberg

Nur selten gönnten die Gäste aus Lotte den Davaren einen Moment Ruhe. Hier schaut Tim Wendel (2.v.r.) dem Ball hinterher. Davare Kevin Plagge (2) kann einen Augenblick durchatmen.

Nur selten gönnten die Gäste aus Lotte den Davaren einen Moment Ruhe. Hier schaut Tim Wendel (2.v.r.) dem Ball hinterher. Davare Kevin Plagge (2) kann einen Augenblick durchatmen. Foto: Christian Besse

Davensberg - 

Erste Halbzeit gegen zweite Halbzeit – solch einen Luxus kann man sich erlauben, wenn ein Drittligist wie die SF Lotte bei einem A-Ligisten wie Davaria Davensberg antritt. Die zweite Halbzeit gewann mit zwei Toren Unterschied.

Von Christian Besse

Andreas Stilling konnte selbst weit in der zweiten Halbzeit noch lachen – wenn auch kopfschüttelnd. Am Ende der Partie hatte der Keeper von A-Ligist Davaria Davensberg satte 20 Mal hinter sich greifen müssen. Peinlich musste ihm das nicht sein (zumal er eine starke Partie zeigte), auch nicht seinen Vorderleuten. Schließlich spielt der Gegner der Testpartie, dem die Davensberger am Mittwochabend im heimischen Waldstadion mit 0:20 (0:9) unterlagen, sechs Klassen höher – Drittligist SF Lotte, der bekanntlich schon mal Bundesligisten wie Werder Bremen und Bayer Leverkusen aus dem Pokal wirft.

Auch beim A-Ligisten Davaria Davensberg warf sich der haushohe Favorit mächtig ins Zeug. Symbolisch war die Szene in der 71. Minute, als Tim Wendel, der soeben das 16:0 erzielt hatte, von einem Mitspieler ermahnt wurde: „Hol den Ball . . .“ Es musste schließlich weitergehen. Der Ehrgeiz kam nicht von ungefähr: „Das war ein Wettbewerb zwischen erster und zweiter Halbzeit“, verriet SF-Trainer Ismail Atalan. Der ehemalige Davarentrainer hatte in der Halbzeit seine Abteilung Attacke ausgetauscht. Die „zweite Halbzeit“ gewann mit zwei Toren Unterschied.

Fotostrecke: Testspiel zwischen Davaria Davensberg und Drittligist Lotte

Freuen konnten sich die rund 150 Zuschauer im Waldstadion, und auch die Davaren sahen sich nicht als Verlierer. „Das Ergebnis ist zweitrangig. Der Spaßfaktor stand im Vordergrund“, meinte Davensbergs Spielertrainer Masen Mahmoud.

Dass das Ergebnis zweistellig ausfallen würde, war ohnehin zu befürchten gewesen. Vielleicht wären nicht ganz so viele Gegentore gefallen, wenn die Davaren schon in der Saisonvorbereitung und gegen Lotte nicht vom Verletzungspech verfolgt worden wären: Mit Rojhat Atalan, Christopher Merten und Jerome Willocks mussten gleich drei wichtige Spieler mit Zerrungen vorzeitig runter – Atalan schon nach fünf Minuten.

Dass die Lotteraner selbst ohne Gegentor blieben, war übrigens keine Selbstverständlichkeit. Farok Atalan und Dennis Kreuzberg hatten zwei „Hundertprozentige“. Atalan hatte das 1:0 auf dem Fuß, zog aber frei stehend vor Lottes Keeper David Buchholz am Tor vorbei (4.). Später hätte Dennis Kreuzberg nach starker Vorarbeit von Mehdi Dirani auf 1:3 verkürzen müssen, jagte das Leder aber überhastet über den Kasten (26.).

Davaria: Stilling – Plagge, R. Atalan (5. Willocks, 70. B. Hassanzadeh), Merten (63. Ercan), Assad Pour (46. R. Hassanzadeh) – Mas. Mahmoud (46. Ares), Raed – F. Atalan, Kreuzberg, Dirani, H. Atalan. Lotte: Buchholz – Kalinowski, Siekman, Stühmeier, Brock (46. Dej), Putze (46. Wendel) – Freiberger (46. Hohnstedt), Morabet, Lindner (46. Hober) – Oesterhelweg (46. Neidhart), Rosinger.

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