Japanische Kampfkunst
Auf dem „Weg des Schwertes“

Herbern -

Laidoka aus Berlin, Sachsen und ganz Nordrhein-Westfalen kamen jetzt nach Herbern, um sich in der Turnhalle an der Altenhammstraße zu üben. Laidoka?

Dienstag, 13.03.2018, 21:03 Uhr

Der will nicht kämpfen. Spielen aber auch nicht. Laido ist eine durchaus ambitionierte Sportart, bei der Koordination und Atemkontrolle die möglichst perfekte Schwertführung ermöglichen sollen.
Der will nicht kämpfen. Spielen aber auch nicht. Laido ist eine durchaus ambitionierte Sportart, bei der Koordination und Atemkontrolle die möglichst perfekte Schwertführung ermöglichen sollen. Foto: Isabel Schütte

Laidoka aus Berlin, Sachsen und ganz Nordrhein-Westfalen kamen jetzt nach Herbern, um sich in der Turnhalle an der Altenhammstraße zu üben. Laidoka? Das sind Sportler, die sich in der japanischen Schwertkampfkunst fortbilden. Unter Leitung von Bundestrainer Martin Peter, Träger des siebten Dan, nahmen sie in Herbern am Bundeslehrgang des Deutschen Laido-Verbandes teil.

Die Sportart Laido befasst sich mit dem Führen des japanischen Schwertes,. Unterschiedliche Bewegungsabläufe, sogenannte Kata, spiegeln bestimmte Szenarien wider. Während im Mittelalter bei den Laikoda die kriegerische Auseinandersetzung im Vordergrund stand, wird Laido heute als Konzentrationsübung in Verbindung mit Selbstwahrnehmung verstanden. Koordinationstraining, Atemkontrolle und perfekte Schwertführung seien und blieben das Ziel auf dem „Weg des Schwertes“, wie Bundestrainer Peter jetzt in Herbern. Laido sei die zweitälteste Kampfkunst Japans. Entstanden sei die heutige Sportart aus den Schwertkampftechniken der Samurai.

Auch der Herberner Norbert Krokowski ist der Laido-Kampfkunst seit nunmehr 33 Jahren verfallen. „Ich hab den Sport in den 1980er Jahren in Düsseldorf, Berlin und Wuppertal neben Kendo probiert und war sofort total begeistert. Beides, Kendo und Laido, machen mir immer noch viel Freude – gerade die ständige Herausforderung an mich selbst machen diese anspruchsvollen Kampfkünste interessant und reizvoll“, so der 67-Jährige, der den Bundeslehrgang in seinem Wohnort organisiert hatte.

Nachdem die rund 20 Lehrgangsteilnehmer Laidoka am ersten Lehrgangstag in zwei Leistungsgruppen (Kyu (Schüler) und Dan (Meister) trainiert hatten, wurden abschließend drei Schüler erfolgreich auf den nächsten Kyu-Grad geprüft.

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