Reiten
Reiterinnen des RV Rinkerode erhalten Preis für den letzten Platz

Rinkerode -

Letzter werden und trotzdem gewinnen? Klingt komisch, ist aber so. Die Reiterinnen des RV Rinkerode landeten im Februar auf dem letzten Rang der Jugendstandarte in Handorf. Trotzdem gab‘s einen Preis - zur Motivation.

Dienstag, 13.03.2018, 17:03 Uhr

Trotz des letzten Platzes beim Kampf um die Jugendstandarte bekommt der Rinkeroder Reit-Nachwuchs einen Wochenend-Lehrgang spendiert. V.l.: Jutta Brintrup (Trainerin), Hannah-Luisa Richter, Nicole Lechtermann, Franziska Gemmeke, Lioba Kruth.
Trotz des letzten Platzes beim Kampf um die Jugendstandarte bekommt der Rinkeroder Reit-Nachwuchs einen Wochenend-Lehrgang spendiert. V.l.: Jutta Brintrup (Trainerin), Hannah-Luisa Richter, Nicole Lechtermann, Franziska Gemmeke, Lioba Kruth. Foto: Markus Lehmann / photo-by-ml.com

Normalerweise nimmst du als Sportler an Turnieren teil, um möglichst weit vorne zu landen. Auch die Reiterinnen des RV Rinkerode hatten beim Kampf um die Jugendstandarte der Stadt Münster im Februar sicher nicht vor, ganz hinten zu landen. Im Nachhinein könnte man allerdings fast schon sagen: Glück gehabt.

„Gott sei Dank wurden wir nicht Vorletzter“, kommt auch Franz Gemmeke, zweiter Vorsitzender des RVR, ein wenig ins Schmunzeln. Schließlich ging bei der 55. Auflage des Turniers im Jugend-Reit- und im Reitzentrum Handorf der Letztplatzierte nicht leer aus. Der organisierende Reiterverband Münster und die Westfälischen Nachrichten hatten sich nämlich im Vorfeld etwas kurioses ausgedacht: Einen Preis für den Letztplatzierten.

„Eine tolle Geschichte“

Die vier Reiterinnen aus Rinkerode (Franziska Gemmeke, Lioba Kruth, Nicole Lechtermann und Hannah Richter) kommen so bald in den Genuss eines Wochenend-Lehrgangs bei der renommierten Pferdewirtschaftsmeisterin Monika Schnepper vom Gestüt Ligges in Herbern. Eine Stunde Dressur- sowie eine Stunde Reittraining stehen auf dem Programm. „Das ist schon eine tolle Geschichte“, freut sich Gemmeke.

Beim Turnier in Handorf lagen die Rinkeroder Reiter seinerzeit nach den ersten drei Teilprüfungen (Mannschaftsdressur Klasse A, Vormustern, schriftliche Theorieprüfung) im Mittelfeld. Im Springen ereilte sie dann das Pech: Nur zwei Pferde beendeten den Parcours, die Folge: Platz 16 von 16. Doch nun sollte sich das Ganze irgendwie doch auszahlen. Glück im Unglück, quasi.

Kein Trostpreis!

„Es gibt eben viele Gründe dafür, dass es mal nicht so läuft. Und wenn jemand Letzter wird, dann ist das immer schade“, sagt Britta Potlitz, Jugendwartin des Reiterverbandes Münster. „Der Preis soll als Ansporn dienen, weiter zu machen und um im nächsten Jahr besser abzuschneiden.“ Besonderen Wert legt sie indes auf die Bezeichnung als Motivationspreis. „Das Ganze ist kein Trostpreis!“, betont Potlitz.

Gemmeke und Potlitz sehen viele Vorteile in der ganzen Geschichte. „Das Training ist eine tolle Vorbereitung für die bald startende grüne Turniersaison, das macht schon Sinn“, sagt zum Beispiel Gemmeke.

Ein Problem könnte es allerdings in der kommenden Austragung geben. „Wahrscheinlich möchte jetzt jeder Letzter werden“, meint Pottlitz in einem nicht ganz so ernsten Tonfall.

Womit wir wieder beim Thema Sportsgeist wären. Gemmeke jedenfalls verspricht, mit dem Team im kommenden Jahr andere Ziele als die rote Laterne zu verfolgen. Und wie heißt es so schön: Die Letzten werden die Ersten sein...

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