Mi., 17.12.2014

Bernd Knops im WN-Interview „Ich möchte mehr Zeit mit meiner Frau verbringen“

15 Jahre  bekleidete Bernd Knops (r. mit Volksbank-Vorstandsmitglied Karl Weckendorf) das Amt des stellvertretenden Fußball-Abteilungsleiters bei GW Nottuln.

15 Jahre  bekleidete Bernd Knops (r. mit Volksbank-Vorstandsmitglied Karl Weckendorf) das Amt des stellvertretenden Fußball-Abteilungsleiters bei GW Nottuln. Foto: Marco Steinbrenner

Nottuln - 

15 Jahre lang war Bernd Knops stellvertretender Fußball-Abteilungsleiter bei GW Nottuln. Im Gespräch mit WN-Mitarbeiter Marco Steinbrenner blickt er zurück – aber auch nach vorne.

Eine Ära ging vor wenigen Tagen in der Fußball-Abteilung von Grün-Weiß Nottuln zu Ende. Bernd Knops arbeitete 15 Jahre ehrenamtlich als stellvertretender Fußball-Abteilungsleiter. Im Gespräch mit WN-Mitarbeiter Marco Steinbrenner verrät der 59-jährige Geschäftsführer einer Spedition die Gründe für sein Aufhören und erinnert sich an einige Anekdoten.

Warum haben Sie sich auf der Abteilungsversammlung nicht erneut zur Wahl gestellt?

Bernd Knops: Ich habe den Job 15 Jahre lang ausgeführt. Das ist eine lange Zeit. Meine Kinder Hanne, Hendrik, Jan sowie Pieter spielen nicht mehr in Nottuln Fußball und sind mittlerweile in der ganzen Welt verstreut. Außerdem möchte ich am Wochenende mehr Zeit mit meiner Frau verbringen.

Vermissen Sie schon die Arbeit mit Abteilungsleiter Uli Leiendecker?

Bernd Knops: Dafür ist das Ausscheiden noch zu aktuell und nah. Aber es ist schon richtig: Mit Uli habe ich mich sehr gut ergänzt. Er als emotionaler Westfale und ich als sturer Rheinländer (lacht).

Welche Ereignisse bleiben nach 15 Jahren hängen?

Bernd Knops: Es muss vor gut einem Jahrzehnt gewesen sein, als plötzlich zwei Trainer bei uns auf dem Platz standen und die Einheit leiten wollten. Wolfgang Ahlefelder war sich damals schon mit dem VfB Hüls einig, hatte von uns aber noch keine Freigabe erhalten und musste deshalb erscheinen. Wir aber hatten schon Rainer Leifken als seinen Nachfolger verpflichtet, der mit seiner Arbeit auch beginnen wollte.

Wer von den Beiden ist dann nach Hause gefahren?

Bernd Knops: Wolfgang Ahlefelder meldete sich daraufhin krank.

Gibt es sportliche Höhepunkte, an die Sie zurückdenken?

Bernd Knops: Negativ bleibt natürlich die erste Saison in der Westfalenliga hängen, als schon nach fünf Spieltagen klar war, dass es nichts mit dem Klassenerhalt werden würde. Mit Alexander Leifeld und Jens Könemann hatten uns zwei Leistungsträger verlassen. Mit Freude denke ich natürlich an unseren zweiten Aufstieg in die Westfalenliga zurück, als wir in Ahlen gegen den VfB Fichte Bielefeld gewannen. Von den 500 Zuschauern kamen 400 Fans aus Nottuln, die für eine super Stimmung sorgten.

Werden Sie auch weiterhin bei Heim- und Auswärtsspielen der Westfalenliga-Mannschaft anzutreffen sein?

Bernd Knops: Ganz sicher nicht mehr so regelmäßig wie bislang. Gerade auswärts wird es weniger werden. Die Fahrten sind teilweise schon recht weit. Zwischen Nottuln und Maaslingen liegen beispielsweise 145 Kilometer.

Ihre Position im Abteilungsvorstand konnte bislang noch nicht besetzt werden. Wurden Sie bei der Suche nach einem Nachfolger mit eingebunden?

Bernd Knops: Nein, das nicht. Aktuell ist es aber auch weniger tragisch, dass der Posten unbesetzt ist. Ich habe mich in den vergangenen zwei Jahren schon größtenteils aus dem Tagesgeschäft herausgehalten. Bei uns ist der stellvertretende Vorsitzende für die finanziellen Dinge verantwortlich, und dieser Bereich ist bei Manfred Hubert und Jürgen Naue in exzellenten Händen. Interessenten gibt es schon, sodass in Ruhe und mit Gelassenheit die Gespräche geführt werden können.

Was wünschen Sie der Fußball-Abteilung für die Zukunft?

Bernd Knops: Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir den demografischen Wandel gut überstehen. Es war immer das Leitbild des Vereins, allen Kindern in der Gemeinde Nottuln die Möglichkeit zu geben, Fußball spielen zu können. Die Grenzen nach Darup, Appelhülsen und Schapdetten müssen verschwinden. Das allerdings ist eine große Herausforderung.

Wie meinen Sie das konkret?

Bernd Knops: Natürlich sollen keine Spieler abgeworben werden. Das mal vorne weg. Aber wie soll der Nachwuchsfußball in Schapdetten funktionieren, wenn dort nur drei Kinder pro Jahr geboren werden? Oder ein anderes Beispiel: Es kann nicht sein, dass es in Appelhülsen einen talentierten Jungen gibt, der aber lieber für den 1. FC Gievenbeck in der Westfalenliga spielen will als für GW Nottuln.

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