Fußball: Oberliga Westfalen
Wird Alfons Beckstedde neuer Trainer bei RW Ahlen?

Ahlen -

Weit über 30 Bewerber sollen ihre Visitenkarte bei RW Ahlen abgegeben haben. Für den Trainerposten aber kann es nur einen geben – und der scheint mittlerweile gefunden.

Mittwoch, 03.01.2018, 23:01 Uhr

Bis Sommer vergangenen Jahres war Alfons Beckstedde drei Jahre lang als Trainer des Regionalligisten SC Wiedenbrück im Dienst. Seither ist der 55-jährige A-Lizenz-Inhaber vereinslos und nun ein heißer Kandidat bei RW Ahlen.
Bis Sommer vergangenen Jahres war Alfons Beckstedde drei Jahre lang als Trainer des Regionalligisten SC Wiedenbrück im Dienst. Seither ist der 55-jährige A-Lizenz-Inhaber vereinslos und nun ein heißer Kandidat bei RW Ahlen. Foto: Marc Kreisel

Ein paar besinnliche Tage zum Jahreswechsel? Konnte sich Joachim Krug mal wieder abschminken. RW Ahlens Manager arbeitet seit der Trennung von Erhan Albayrak Mitte Dezember fieberhaft daran, einen Nachfolger zu finden.

„Weit über 30 Kandidaten haben sich ins Gespräch gebracht. Die Auswahl ist sehr, sehr groß“, verrät Krug. Doch wie immer gebe es „beschränkende Parameter“, die das Feld einengen. „Das Finanzielle steht natürlich voran. Das Vereinssäckel ist leer. Wir müssen einen Trainer mit dem richtigen Preis-Leistungsverhältnis finden. Einer, der uns qualifiziert genug erscheint, der schon eine gewisse Erfahrung hat und die Oberliga kennt“, zählt Krug auf, wie das Anforderungsprofil von Clubseite aus aussehen muss.

Nachholspiel vor Rückrundenstart möglich

Der Sportliche Leiter selbst will sich an keinen Spekulationen beteiligen und nennt deshalb auch keine Namen von möglichen Kandidaten. Gerüchten zufolge jedoch sollen die Gespräche mit Alfons Beckstedde weit gediehen sein. Der Ex-Coach des SC Wiedenbrück würde das Anforderungsprofil erfüllen. Andreas Zimmermann, der ebenfalls als Kandidat gehandelt wurde, scheint aus dem Rennen.

Sollte der Verein jedoch bis zum Trainingsauftakt nach der Winterpause am Donnerstagabend um 18 Uhr noch keinen neuen Übungsleiter unter Vertrag haben, werden wohl Krug selbst und Torwart-Trainer Klaus Kühn zur Tat schreiten. „Da wird ja keine Atomphysik gelehrt, da geht es um Ausdauer. Da kann ich mich als Diplom-Sportlehrer auch hinstellen“, sagt Krug.

Dennoch möchte er schnellstmöglich einen neuen Coach präsentieren, da die Mannschaft womöglich bereits am 4. Februar eines von zwei Nachholspielen (gegen den ASC 09 Dortmund oder den SV Lippstadt 08) bestreiten muss. „Je mehr Zeit der neue Trainer also hat, um mit der Mannschaft zu arbeiten, desto besser“, sagt Krug.

Kommt Kirschstein zurück?

Cihan Yilmaz , der über die für die Oberliga notwendige B-Lizenz verfügt und das Team zuletzt als Spielertrainer bei der Hallenstadtmeisterschaft betreute, ist derweil keine Option. „Cihan ist für uns als Führungsfigur viel zu wichtig. Er hat auf dem Platz schon genug zu tun und der neue Trainer wird ihn als verlängerten Arm auf dem Feld brauchen“, verdeutlicht Joachim Krug.

Ein weiterer Leader, der RWA gut zu Gesicht stehen würde, wäre Sascha Kirschstein . Der Torwart-Routinier verließ den Verein nach dem Abstieg aus der Regionalliga, um sich für höherklassige Clubs zu empfehlen. Aus einem Engagement aber wurde nichts. Daher ist eine Rückhol-Aktion des ehemaligen Bundesliga-Keepers durchaus denkbar. „Das Thema ist noch nicht vom Tisch“, sagt Joachim Krug.

Zugleich betont der Sportliche Leiter: „Ich glaube, dass Azmir Alisic noch weit mehr kann, als er bisher gezeigt hat.“ Eine Verpflichtung Kirschsteins aber würde der bisherigen Nummer eins vor den Kopf stoßen. Daher möchte Joachim Krug erst mit dem neuen Trainer das Gespräch suchen, ehe er in der Torwart-Frage ernsthafter über eine erneute Verpflichtung Sascha Kirschsteins nachdenkt. Zumal sich Ersatztorhüter René Grabowski gut entwickelt habe.

Querelen bei Reserve sollen ein Ende haben

Ebenfalls auf der Agenda steht bei Joachim Krug die seit Wochen in der Krise steckende zweite Mannschaft des Vereins, bei der sich dem Vernehmen nach bis zu 14 Spieler abmelden wollen – damit wäre das ohnehin schon oftmals zu einem Torso verkommene Team endgültig erledigt. Der Verein müsste die Truppe vom Spielbetrieb abmelden.

„Aber soweit wird es nicht kommen. Die zweite Mannschaft wird weiterhin in der Kreisliga A antreten“, unterstreicht der RWA-Manager. In den nächsten Tagen werde er sich mit Vorstand und Aufsichtsrat in dieser Angelegenheit zusammensetzen und beratschlagen, wie es weitergeht. Klar ist: „Wir brauchen einen qualifizierten Trainer. Wir müssen uns überlegen, was wir dauerhaft mit diesem Team erreichen und was wir dafür investieren möchten“, sagt Joachim Krug.

Die Unzufriedenheit der Spieler könne er durchaus nachvollziehen. Einem Wechsel im Winter schiebt er indes einen Riegel vor: „Wir werden keinem einzigen Spieler die Freigabe erteilen.“

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5397580?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F192%2F
Virtuelle Möbel fürs echte Wohnzimmer
Wie würde sich der Stuhl neben dem Kamin machen? Diese Frage ist mit Augmented-Reality-Anwendungen wie „Place“ von Ikea ziemlich schnell beantwortet.
Nachrichten-Ticker