Fußball: 3. Liga
SF Lotte und VfL Osnabrück gehen mit Zuversicht ins Derby

Lotte / Osnabrück -

Sie kommen mit dem Fahrrad, per Planwagen, zu Fuß oder mit dem Bus-Shuttle, denn die Wege sind kurz. Zwölf Kilometer liegen die Stadien von SF Lotte und VfL Osnabrück nur auseinander. Ausverkauft wird das Nachbarschaftsduell am Sonntag dennoch nicht sein.

Donnerstag, 15.02.2018, 18:02 Uhr

Auf heiße Zweikämpfe wie hier zwischen Emmanuel Iyoha und Adam Straith im Hinspiel dürfen sich die Zuschauer sicherlich auch am Sonntag zwischen SF Lotte und VfL Osnabrück freuen.
Auf heiße Zweikämpfe wie hier zwischen Emmanuel Iyoha und Adam Straith im Hinspiel dürfen sich die Zuschauer sicherlich auch am Sonntag zwischen SF Lotte und VfL Osnabrück freuen. Foto: Mareike Stratmann

Wo gibt es das schon im deutschen Profifußball, dass sich die gegnerischen Fans mit Planwagen, dem Fahrrad und zum Teil sogar zu Fuß auf den Weg zu einem Auswärtsspiel machen können? Die Stadien des VfL Osnabrück und der Sportfreunde Lotte liegen gerade einmal zwölf Kilometer voneinander entfernt. Da bietet sich eine alternative Anreise gerade zu an. Für Sonntag wird zudem ein Shuttle-Service eingerichtet. Einstieg am Neumarkt in Osnabrück, Ziel ist nach wenigen Minuten Fahrtzeit das Frimo-Stadion in Lotte. Einfacher geht es nicht. Und doch dürfte die Arena nicht ausverkauft sein. Auch wenn der VfL im Vorverkauf 1500 Tickets abgesetzt hat und sich viele Osnabrücker direkt in Lotte bedienen dürften, werden höchstens 8000 Zuschauer erwartet.

Dabei steckt in diesem Nachbarschaftsduell mehr sportliche Brisanz denn je, kämpfen sowohl der VfL als auch die Sportfreunde um den Klassenerhalt. Jeder Punkt ist wichtig, mit einem Unentschieden dürfte sich keiner der beiden Kontrahenten zufrieden geben. Im Aufwind glauben sich nach den jüngsten Ergebnissen beide Clubs. Eine Niederlage könnte, egal für wen, fatale Folgen haben. So weit entfernt ist die Abstiegsregion nicht. Damit befasst sich jedoch niemand wirklich. „Es ist egal, wie Osnabrück zuletzt gespielt hat. Wenn wir es schaffen, unseren Streifen zu spielen, wird es für jeden Gegner schwer gegen uns“, gibt sich SFL-Linksaußen Maximilian Oesterhelweg selbstbewusst. So sieht es auch VfL-Mittelfeldspieler Tim Danneberg: „Wir fahren mit breiter Brust dahin. Viele Fans werden uns begleiten. Deshalb wollen wir alle drei Punkte.“

Heimspiel-Atmosphäre könnte für den VfL tatsächlich aufkommen, da die lila-weißen Anhänger wohl in der Überzahl sein werden. So können sich die Osnabrücker quasi über vier Heimspiele in Serie freuen: Nach Chemnitz und Karlsruhe sowie dem Spiel im Nachbarort Lotte folgt am 24. Februar die Begegnung an der Bremer Brücke gegen SG Sonnenhof Großaspach.

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