Fußball: Jubiläum BG Gimbte
„Gimbte – das war die schönste Zeit“

Gimbte -

Viele alte Bekannte und eine lange Nacht: Die Sportler von BG Gimbte kosteten ihren 40. Geburtstag so richtig aus.

Sonntag, 12.08.2018, 13:37 Uhr

Ein Wiedersehen mit den Helden aus 40 Jahren: Jürgen Schepers, der sportlich wohl erfolgreichste Gimbter Coach, war auch am Start. BG-Urgestein Theo Große Wöstmann (r.) führte durchs Programm – wann kriegt der Mann endlich seine eigene TV-Show?
Ein Wiedersehen mit den Helden aus 40 Jahren: Jürgen Schepers, der sportlich wohl erfolgreichste Gimbter Coach, war auch am Start. BG-Urgestein Theo Große Wöstmann (r.) führte durchs Programm – wann kriegt der Mann endlich seine eigene TV-Show? Foto: Stefan Bamberg

Das Besondere an einer Gästeliste in Gimbte ist vielleicht, dass sie vor allem diejenigen einladen, mit denen nicht jeder sofort rechnet. Die stillen Helden. Werner Nußbaum, der 1978 das allererste Fußballspiel in der Schlage pfiff. Die geduldige Nachbarin, die sich seit Jahren nicht über das laute Sportplatz-Geschrei beschwert, obwohl sie womöglich allen Grund dazu hätte. Ja sogar das Ehepaar, das früher den Stadionkiosk schmiss. Die Geburtstagsparty für 40 Jahre Blau-Gelb Gimbte am Samstagabend, sie ist so, wie es sich für diesen Klub gehört: irgendwie ein bisschen anders.

Ein kleiner Verein schafft Großes: 40 Jahre SC BG Gimbte

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„Wir wollen ja eigentlich gar nicht so viel labern“, meint Vereinslegende Theo Große Wöstmann. Es dauert dann natürlich doch ganz schön lange – aber es ist einfach nur wundervoll.

Theo, der Entertainer, von dem es natürlich auch viele alte Bilder gibt. Mannschaftsfotos vor allem: Theo, der Torwart, und seine Kumpels, die damals alle ein bisschen aussahen wie eine Mischung aus Yeti und Howard Carpendale. „So konnten wir uns natürlich in Greven nicht blicken lassen“, frotzelt die BG-Legende.

Trotzdem: Die Kontakte zu den Nachbar-Vereinen, sie waren stets von besonderer Herzlichkeit geprägt – das betonen sowohl Greven-09-Vorsitzender Christoph Kösters als auch die Freunde von SCR, DJK und GW Gelmer. Stadtsportverbandschef Werner Jacobs meint gar: „Ein bisschen Gimbte sind wir doch alle.“

Bestenfalls besonders bei einem Thema: dem Kampf für Fairplay und Respekt, gegen Rassismus und Diskriminierung. „Das“, konstatiert Große Wöstmann stolz, „ist für uns immer das Wichtigste gewesen.“

Aber auch, wenn’s ums Mitfiebern geht, dass es für BG bald endlich wieder klappt mit der Kreisliga A, schwimmt die gesamte Grevener Sportwelt auf einer Welle. Derjenige, der es vor rund 20 Jahren vorgemacht hat – Erfolgscoach Jürgen Schepers – er ist natürlich da, Arm in Arm mit Theo.

Und Günter Laserich, der darum bittet, ihn einfach „Jumbo“ zu nennen, war in den 1980-ern Trainer in Gimbte – er präsentiert als Geschenk die ultimative Lösung: einen Fußball mit „eingebauter A-Liga-Garantie“. Zum Abschied, erzählt der Ex-Vorturner glücklich, haben sie ihm sogar ein Liedchen komponiert. Noch heute wird er gefeiert – sitzende Ovationen, als er spontan zum Mikro greift. Auch unter Laserich haben sie – exakt wie vergangene Saison – in Beelen mal einen Aufstieg vergeigt, obwohl das halbe Dorf mit dem Team auswärts gefahren ist.

Auch damals aber fanden sie schon kurz nach dem Abpfiff, dass es Schlimmeres gebe. Die Zeit in Gimbte, sagt Jumbo, sei vielleicht nicht seine erfolgreichste gewesen. Aber: „Es war die schönste.“

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