Mi., 26.04.2017

Laufen | Enschede Marathon Platz eins beim Debüt

Betty Lempus aus Kenia kurz vor ihrem Sieg beim Enschede Marathon am Sonntag. Sie benötigte 2:29:31 Std..

Betty Lempus aus Kenia kurz vor ihrem Sieg beim Enschede Marathon am Sonntag. Sie benötigte 2:29:31 Std.. Foto: gp

Enschede - 

Mann oder Frau – wer überläuft als Erster die Ziellinie? Diese ungewöhnliche und spannende Frage stellte sich am beim Enschede-Marathon. Setzten die Veranstalter in der Vergangenheit in erster Linie auf Topzeiten bei den Männern, engagierte man in diesem Jahr wie schon 2016 vor allem schnelle Frauen.

Von Günther Poggemann

So war am Sonntagmorgen alles angerichtet für einen erneuten Angriff auf den Streckenrekord bei den Frauen, den die Kenianerin Sarah Jebet im letzten Jahr auf 2:27:59 Std. geschraubt hatte. Nahezu ideale Temperaturen bei Sonnenschein und nur wenig Wind boten einen guten Rahmen. So nahmen zwei Tempomacher, vier Männer und sechs Frauen von Beginn an diese Marke ins Visier.

Nach der Hälfte des Distanz war die Gruppe zwar auf neun Läuferinnen und Läufer geschrumpft – auch die zuvor als Topfavoritin gehandelte Yeshimebet Bifa hatte bereits das Rennen verlassen - , die Durchgangszeit von 1:13:48 Std. passte aber exakt zur angepeilten Zeit knapp unter 2:28 Std.

Eine erste Vorentscheidung fiel bereits nach etwa 30 Kilometern, als die Tempomacher aus dem Rennen gingen, die Steigung an der Lonneker Mühle geschafft war und der lang gezogene, leichte Anstieg auf dem Esmarkerrondweg folgte. Nur noch die 25-jährige Marathondebütantin Betty Lempus konnte hier das Tempo halten. Als sie schließlich nach dem Wendepunkt in Glanerbrug die letzten fünf Kilometer zurück nach Enschede in Angriff nahm, hatte sie einen schon fast beruhigenden Vorsprung auf die beiden Belgier Jonas Roels und David Stevens sowie ihre Landsfrau Agnes Mutune. Blieb für sie noch der Kampf um den Streckenrekord, denn noch lag der in greifbarer Nähe.

Der mittlerweile doch recht kräftige Westwind, die leichte Steigung Richtung Enschede und möglicherweise der auch schon recht lange Sololauf raubten der Kenianerin jedoch Sekunde um Sekunde. Am Ende fehlten Lempus mit ihren 2:29:31 Std. genau 1:32 Min. zum Streckenrekord. Der Gesamtsieg geriet aber in keiner Weise mehr in Gefahr. Agnes Mutune als zweite Frau lag in 2:33:21 Std. fast vier Minuten zurück. Rose Maru, ebenfalls aus Kenia, wurde Dritte in 2:35:05 Std.

Auch die schnellsten Männer konnten Betty Lempus nicht mehr gefährden. Jonas Roels siegte in 2:31:10 Std. vor dem Vorjahrssieger David Stevens in 2:31:15 Std., der damit 19 Sekunden schneller war als 2016. Auf Platz drei in 2:33:30 Std. folgte der erste Niederländer Riekele Kobes.

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