So., 10.01.2016

Reiten | K+K-Cup in Münster Der kurze Traum vom Fiat 500

Alexander Kernebeck 

Alexander Kernebeck  Foto: Peter Leßmann

Münster/Gronau - 

Mit einem Husarenritt hat Holger Wulschner das Championat von Münster (Kl. S***) für sich entschieden. Im Sattel von Csarano d‘Argilla unterbot er die Zeit von Niklas Krieg, der mit Carella vorgelegt hatte. Doch kurz zittern musste auch Wulschner noch. Auch Alexander Kernebeck war dafür verantwortlich.

Den Fuß auf dem Gaspedal hatte Wulschner gleich doppelt. Erst dirigierte er seinen ein PS starken Wallach Csarano d‘Argilla so schnell wie kein anderer Reiter durch den Stangenwald und siegte im Stechen in 35,57 Sekunden vor Niklas Krieg, der sechs Zehntel langsamer war. Nach der Siegerehrung zu Pferde wartete auf den 52-jährigen Riders-Tour-Gewinner von 2014 eine Extratour im nagelneuen Fiat 500, den der Sieger als Sonderpreis bekam. Wulschner ließ sich nicht lange bitten und drehte auch mit deutlich mehr Pferdestärken erfolgreich seine Runden in der Halle Münsterland.

Es war ein Ritt wie aus dem Lehrbuch, den Wulschner im finalen Durchgang aus dem Ärmel zauberte. Angriffslustig und voll konzentriert überwand er mit dem zwölfjährigen Csarano die sieben Hindernisse mit acht Sprüngen und erwischte nach dem vorletzten Oxer eine passende Wendung. Sein Wallach schien auf den letzten Metern mit angelegten Ohren förmlich zu fliegen, das Duo zeigte definitiv die schnellste Galoppade auf der Zielgerade.

Aber Wulschner musste auch im Expresstempo unterwegs sein. Denn nach dem verhaltenen Beginn im Stechen mit dem Vier-Fehler-Ritt von Oliver Schaal (Werne) mit Quidam und dem soliden Nuller von Stephan Gerdener (Laer) mit Carina eröffnete Alexander Kernebeck die Jagd. Nach Platz zwei am Freitag in der ersten Qualifikation zum Großen Preis wollte der Gronauer nun unbedingt mit Mary Lou den großen Wurf. Der 25-Jährige war erneut mit seiner Stute schnell, um über drei Sekunden verbesserte er Gerdeners Bestzeit auf 37,02 Sekunden.

Die Hoffnung auf den Sieg aber währte nur wenige Augenblicke. Schon der nächste der elf Starter im Stechen schlüpfte aus dem Kostüm des Jägers in die Rolle des Gejagten. Der Donaueschinger Krieg war mit Carella den entscheidenden Tick wendiger, seine Linie schien optimal.

In der Folge bissen sich unter anderem Jens Baackmann (RV Albachten), der später drittplatzierte Markus Renzel (RV Alt Marl) oder auch Lars Nieberg (RV St. Hubertus Wolbeck) trotz einer intelligenten Linienwahl und einem besonders kurzem Weg zum letzten Sprung die Zähne an der starken Vorgabe aus.

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3727723?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35322%2F