Di., 19.01.2016

Handball | Kreisliga Frauen: SC Hörstel - Vorwärts Gronau Ein Remis wie ein Sieg

Den Überblick behalten: Annekatrin Woltering überzeugte in Hörstel vor allem defensiv als umsichtige Organisatorin, die den gegnerischen Rückraum in Schach hielt.

Den Überblick behalten: Annekatrin Woltering überzeugte in Hörstel vor allem defensiv als umsichtige Organisatorin, die den gegnerischen Rückraum in Schach hielt. Foto: Hoof

Gronau - 

Was ist eigentlich das Erfolgsrezept der Handballerinnen von Vorwärts Gronau? „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, meint Trainer Sebastian Klaas. „Auch dann nicht, wenn es mal nicht wie gewohnt läuft.“ Damit meinte der Coach das Gastspiel beim Verfolger SC Hörstel. Das schien verloren – aber unterkriegen ließen sich die Blau-Weißen eben nicht.

Von Nils Reschke

Dem glatten 31:18 im Nachholspiel am Freitagabend gegen den 1. HC Ibbenbüren folgte am Sonntag zwar nicht der nächste Sieg. Doch zumindest so angefühlt haben wie ein doppelte Punktgewinne dürfte sich das 20:20 (10:10) im Spitzenspiel der Handball-Kreisliga beim SC Hörstel. Denn zum einen halten die Vorwärtslerinnen aus Gronau den Verfolger so auf Abstand. Zum anderen entschieden sie damit auch den direkten Vergleich schon einmal für sich. In der Hinrunde nämlich hatten die Blau-Weißen den SCH mit 21:16 bezwungen. Und wer in der Schlussphase ein 17:20 noch aufholt, muss sich als moralischer Sieger fühlen.

Hörstel macht die Rechnung ohne Vorwärts

„Wir lassen uns nicht unterkriegen“, jubelte Trainer Sebastian Klaas nach der Schlusssirene erleichtert. „Auch dann nicht, wenn es mal nicht wie gewohnt läuft. Die Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie auch bereit ist, in solch einem Spiel den Kampf anzunehmen.“ Und das war bitter nötig. Insbesondere in den letzten Minuten, als der Vorwärts-Verfolger auf 20:17 davonzog. Die eine oder andere SCH-Akteurin mag das schon als sicheren Sieg abgehakt haben.

Jedenfalls hatte der Ligadritte die Rechnung ohne die Gronauerinnen gemacht. Carlotta Brok und Silvia Agten verkürzten auf 19:20. Dass dann mit Mila Goeters eine A-Juniorin nervenstark zum Ausgleich abschloss, zeigte nur umso deutlicher, wie viel Qualität in diesem ausgeglichenen Kader steckt. Hörstel scheiterte anschließend an Torfrau Karina Krönke, während auf der anderen Seite Carlotta Brok das möglich 21:20 ebenso verpasste.

Woltering dirigiert die Abwehr

Kein Drama – denn das Polster von Vorwärts auf Coesfeld 2 und Hörstel beträgt weiterhin drei beziehungsweise vier Punkte, selbst wenn dieses Duo das eine aktuell noch weniger bestrittene Match gewinnt.

Zuvor waren die 60 Minuten beste Werbung für den Frauen-Handball. Hörstel erwischte den besseren Start (2:0), Vorwärts antwortete mit Toren unter anderem von Brok (4:4), Lena Baumann (5:4) und Spielertrainerin Nadine Eckrath (6:4). Dann waren wieder die Gastgeber an der Reihe, ehe Annekatrin Woltering mit dem Pausenpfiff das 10:10 erzielte. Woltering war es auch, die nach dem Seitenwechsel in der Defensive dirigierte und dem gegnerischen Rückraum aggressiv, aber fair Paroli bot. „Das hat Trine richtig gut gemacht, durch diese Ballgewinne unsere Chancen immer wieder erarbeitet“, lobte Klaas hinterher. Auch er fand: Dieses Unentschieden fühlte sich wirklich wie ein Sieg an.

Vorwärts Gronau : K. Krönke, L. Brockhues (beide Tor), C. Brok (6), M. Koster (3), S. Agten (3), T. Woltering (3), N. Eckrath (2), L. Baumann (2), M. Goeters (1), K. Greve, L. Pettrup, A. Humkamp, V. Strysio.

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