Mi., 10.02.2016

Fußball | Rückrundenstart in der A-Liga Mit dem VfB Alstätte ist zu rechnen

Gegen Fortuna Gronau startete der VfB Alstätte überzeugend in die Saison.

Gegen Fortuna Gronau startete der VfB Alstätte überzeugend in die Saison. Foto: sh

Ahaus-Alstätte - 

Die Vizemeisterschaft für den VfB – das war die große Überraschung in der Saison 2014/15 in der A-Liga. Können die Rot-Weißen das noch einmal wiederholen? Alstätte überwintert derzeit mit sieben Punkten Rückstand auf Rang zwei.

Von Nils Reschke

Uneinholbar ist das nicht. Und schlechter – davon ist bei genauerer Analyse auszugehen – wird es auch nicht mehr. Das 3:3 beim Spitzenreiter SuS Stadtlohn 2 zum Abschluss 2015 darf als Alstätter Ansage verstanden werden: Mit uns ist zu rechnen.

Nackten Zahlen

27 Punkte sammelte der VfB Alstätte in der Kreisliga A in bislang 15 Begegnungen, also fast zwei Zähler pro Partie im Schnitt. Dass die Balance grundsätzlich zwischen Abwehr und Angriff passt, zeigt die drittbeste Tordifferenz von +18 bei 47:29 Treffern. Bis Platz drei liegt für den VfB alles in Reichweite. Zu den hinteren Plätzen besteht bereits ein kleiner Puffer. Die Grundlage, in der Rückrunde noch mal richtig anzugreifen, wäre damit geschaffen.

Strahlende Sieger

Gleich im Auftaktspiel 2015/16 rieb sich Hendrik Sahlmer verwundert die Augen. „Das hätte ich so nie für möglich gehalten“, erstaunt ihn der perfekte Start seiner Mannschaft gegen Titelaspirant Fortuna Gronau noch heute. Doch dieser 6:1-Erfolg bedeutete längst nicht das Ende der Fahnenstange. Denn am 31. Oktober 2015 wurde es im Stadion am Bahnhof beim 10:1 gegen den TSV Ahaus sogar zweistellig! Sahlmer war anschließend bemüht, seine Spieler sofort auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen: „Bei allem Respekt – gegen diesen schwachen Gegner mussten wir so deutlich, mussten wir zweistellig gewinnen.“

Herbe Packungen

„Vielleicht tut uns die Pause gut“, wollte Hendrik Sahlmer Anfang September vergangenen Jahres die bis dato höchste Saisonniederlage mit Blick auf ein spielfreies Wochenende möglichst schnell abhaken. Bei Union Wessum jedenfalls erwischten die Rot-Weißen einen rabenschwarzen Tag. Ausgerechnet im Derby! Abgesehen von einer ganz schwachen Defensivvorstellung sorgte damals die Rote Karte für Marcel Freckmann für einen wirklich in allen Belangen gebrauchten Tag. Vier Gegentreffer kassierte der VfB noch ein weiteres Mal: Beim 2:4 in Ellewick verpennte Alstätte den Start in Hälfte zwei und kassierte binnen acht Minuten drei Gegentore.

Tolle Serien

In besagtem Match in Ellewick endete seinerzeit auch die beste Serie der Rot-Weißen. Denn die waren mit mittlerweile sechs Partien in Folge ohne Niederlage (vier Siege, zwei Remis) ins Waldstadion gereist. Gestartet hatte die Sahlmer-Elf diesen Lauf übrigens mit einem klaren 5:0 gegen den ASC Schöppingen, wenngleich den Fans, die damals nicht live dabei waren, zunächst der Atem stockte. Denn im Internet wurde zunächst fälschlicherweise eine 0:5-Pleite verkündet. „Solange das nur ein Irrtum ist, kann ich damit leben“, musste da selbst der Spielertrainer schmunzeln. Freude bereitete Hendrik Sahlmer zudem die Offensive: In allen 15 Partien traf der VfB nämlich mindestens ein Mal. Und im eigenen Stadion sind die Alstätter mit fünf Siegen und einem Unentschieden nach wie vor unbesiegt.

Schlimme Durststrecken

Die tollen Angriffsleistungen und Alstättes Heimstärke sind die eine Seite der Medaille. Auswärts gestaltet sich die Punkt- und Torbilanz hingegen negativ. Ohne Gegentor blieb der VfB zudem auch nur ein einziges Mal beim erwähnten 5:0 gegen das Team aus Schöppingen. Allerdings: So richtig schwächelten die Rot-Weißen im Laufe der Hinrunde nicht. Zwei Niederlagen in Serie in Wessum (1:4) und beim FC Ottenstein (1:3) stehen zu Buche.

WN-Zeugnis

Beim VfB Alstätte gibt es eine Menge guter Dinge zu berichten. Die eigenen Fans werden in den Heimspielen nicht enttäuscht, Zuschauer kommen grundsätzlich bei Begegnungen des VfB voll auf ihre Kosten, wo im Schnitt nämlich ziemlich genau fünf Tore pro Partie fallen. Nullnummern gab es noch keine zu verbuchen, stattdessen stets mindestens drei Treffer. Wackelt die Abwehr in der Rückrunde etwas weniger, ist den Alstättern noch ein klarer Sprung auf einen der vorderen Plätze zuzutrauen. Schlechter als aktuell Rang sieben wird es nicht werden.

► Ein hoher Unterhaltungswert und torreicher Offensivfußball einer heimstarken Mannschaft: Auch wenn der Blick auf die Tabelle momentan nicht der schönste ist, verdienen sich die Rot-Weißen für ihre Leistungen ein noch gut.

Zum Thema

Der VfB Alstätte startet am 14. Februar mit einem Gastspiel bei Fortuna Gronau.

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