Di., 18.10.2016

Handball: Bezirksliga Münster HSG Ascheberg/Drensteinfurt und ASV Senden 2 sind unerwartet Kellerkinder

ASV-Spieler Jonas Kotscha (l.) konnte mit seinen Kollegen bisher nur einen Sieg feiern. 

ASV-Spieler Jonas Kotscha (l.) konnte mit seinen Kollegen bisher nur einen Sieg feiern.  Foto: Ralf Aumüller

Ascheberg/Senden - 

Die HSG Ascheberg/Drensteinfurt und der ASV Senden 2 befinden sich unerwartet im Tabellenkeller. Nach vier Spieltagen hat die ASV-Reserve erst zwei Zähler gesammelt, die HSG hat noch gar keine Punkte.

Von Christian Besse

Dermaßen schwer hatten sich die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt den Start in die neue Bezirksliga Münster sicherlich nicht vorgestellt. Beide Mannschaften – in der alten, überkreislichen Bezirksliga 3 jahrelang etabliert – stehen in der neuen Klasse mit vielen ehemaligen Kreisligisten nach vier Spielen im Tabellenkeller. Der ASV 2 hat erst zwei Punkte geholt, die HSG noch keinen.

Aktuell steht die Sendener Verbandsliga-Reserve auf dem drittletzten, Ascheberg auf dem zweitletzten Tabellenplatz. Die beiden Teams müssen eine lange Aufholjagd hinlegen, wenn sie nicht absteigen wollen. Denn nach dieser Saison wird die Bezirksliga Münster schon wieder aufgelöst und die alte überkreisliche Staffel wieder eingeführt. In dieser werden nur die ersten Mannschaften der jetzigen Bezirksliga auflaufen, die anderen müssen runter in die Kreisklasse. Wie viele Teams den Sprung in die Bezirksliga 2017/18 schaffen, hängt davon ab, wie viele Landesliga-Absteiger es geben wird – aktuell würden nur die ersten Fünf der Bezirksliga auch nächstes Jahr noch überkreislich spielen.

„Ich habe immer gesagt, dass es für uns kein Beinbruch wäre, wenn unsere erste Mannschaft absteigen würde“, betont Kate Mühlenbäumer, Abteilungsleiterin der HSG Ascheberg/Drensteinfurt. „Obwohl ich es ihr zutrauen würde, unter die ersten Fünf zu kommen. Dann muss sie allerdings Gas geben.“

"

Ich glaube, dass wir bis zur Winterpause nicht mehr im Tabellenkeller stehen.

HSG-Abteilungsleiterin Kate Mühlenbäumer

"

Das Problem sei personeller Natur. Zwar ist der Kader an sich groß genug, nachdem vor der Saison die bisherige erste mit der zweiten Mannschaft zusammengelegt wurde. Aber, so Mühlenbäumer: „Die Mannschaft ist einfach noch nicht aufeinander eingespielt. Die Spieler haben nicht mehr die Einstellung wie wir früher: Wir wären nicht auf die Idee gekommen, während der Spielzeit Urlaub zu nehmen.“ Dass die HSG noch kein einziges Mal in Bestbesetzung auflaufen konnte, ist für die HSG-Chefin der Grund für das bisher schlechte Abschneiden der Mannschaft.

Ganz ähnlich sieht es in Senden aus. Zwar gewann die ASV-Zweite zum Saisonauftakt ihr Heimspiel gegen den Ex-Kreisligisten Sparta Münster, wartet seitdem aber auf die nächsten Punkte. Der Kader von Trainer Giedrius Cerniauskas ist viel schmaler als der von HSG-Kollege Volker Hollenberg. Dazu fehlen zusätzlich immer wieder Spieler aus beruflichen Gründen oder studienbedingt.

"

Wir sind auf der Suche nach einer Lösung.

ASV-Trainer „Giga“ Cerniauskas

"

Die Folge: Das Sendener Team ist ebenso wenig aufeinander eingespielt wie Ligakonkurrent Ascheberg. „Das Potenzial ist da“, sagt „Giga“ Cerniauskas mit Verweis auf den Sieg gegen Sparta. „Aber wir können dieses Potenzial natürlich nicht umsetzen, wenn wir nicht regelmäßig komplett zusammen trainieren können.“

Auch Aschebergs Abteilungsleiterin Mühlenbäumer weiß um die Qualität ihrer Mannschaft: „Im Spiel bei SW Havixbeck (26:28, d. Red.) haben wir gezeigt, was in uns steckt. Ich glaube, dass vor dieser Partie keiner damit gerechnet hat, dass wir so gut mithalten würden.“ Die HSG-Chefin ist zuversichtlich: „Ich glaube, dass wir bis zur Winterpause nicht mehr im Tabellenkeller stehen.“

ASV-Trainer Cerniauskas ist nicht so optimistisch. „Wir sind auf der Suche nach einer Lösung“, sagt er mit Blick auf den personellen Notstand an der Bulderner Straße. Dass Spieler aus der ersten und der neugegründeten dritten Sendener Mannschaft nicht nur an den Spieltagen mit aushelfen, sondern auch regelmäßig mittrainieren, hält er für den nächstliegenden Ausweg. Entschieden sei jedoch noch nichts.

Zum Thema

Nach den Herbstferien spielen HSG und ASV 2 wieder um Punkte. Die Sendener treten am Samstag um 18.30 Uhr beim Tabellendritten DJK Eintracht Hiltrup an. Die Ascheberger empfangen am Sonntag um 18 Uhr Schlusslicht Westfalia Kinderhaus

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4378308?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F193%2F