Handball: Damen-Landesliga
Dogan Aydogdu: „Auf Platz drei dürfen wir uns nicht ausruhen“

Ahlen -

Platz drei ist schon nicht schlecht. Trotzdem nicht nachlassen will der neue Trainer der Ahlener Landesliga-Handballerinnen. Das erste halbe Jahr an der Seitenlinie der ASG brachte für Dogan Aydogdu eine erfreuliche Entwicklung. Was für ganz oben noch fehlt, verrät der Trainer im Interview.

Dienstag, 02.01.2018, 18:01 Uhr

Mahnend erhebt Dogan Aydogdu den Zeigefinger. Seine ASG-Handballerinnen sollen sich nicht ausruhen.
Mahnend erhebt Dogan Aydogdu den Zeigefinger. Seine ASG-Handballerinnen sollen sich nicht ausruhen. Foto: L. Gummich

Wegen der WM im eigenen Land war für die Landesliga-Handballerinnen der Ahlener SG bereits Mitte November Winterpause. Den Jahreswechsel erlebte das Team von Trainer Dogan Aydogdu auf Platz drei mit vier Punkten und einem Spiel weniger als Tabellenführer Rietberg-Mastholte. Über den bisherigen Saisonverlauf sprach der ASG-Coach mit unserem Redakteur Cedric Gebhardt .

Herr Aydogdu, inwieweit spiegelt Tabellenplatz drei das Leistungsvermögen Ihrer Mannschaft wider?

Aydogdu: Die Tabelle spiegelt definitiv unser Leistungsvermögen wider. Unsere Landesliga-Staffel ist in dieser Saison sehr ausgeglichen. Durch unsere zweite Niederlage zuletzt bei Westfalia Kamen sind wir auf Platz drei abgerutscht. Deswegen dürfen wir uns auf dieser Platzierung nicht ausruhen, wenn wir oben bleiben wollen.

Ist Ihr Team ein Kandidat für den Aufstieg?

Aydogdu: Mein Favorit ist die HSG Rietberg-Mastholte, weil sie spielerisch richtig was draufhat. Das haben wir ja auch am zweiten Spieltag zu spüren bekommen, als wir die erste Hälfte komplett verpennt und am Ende 22:27 verloren haben. Wie gesagt, wenn wir oben bleiben wollen, müssen wir noch was tun.

Was hat Ihnen im bisherigen Saisonverlauf an Ihrer Truppe besonders gut gefallen?

Aydogdu: Der Zusammenhalt der sehr jungen Mannschaft und ihr Trainingsfleiß. Es knien sich alle immer voll rein.

Was muss noch besser werden?

Aydogdu: Vor allem müssen wir konstanter spielen. Ich wünsche mir, dass wir auch heikle Phasen besser meistern. Das ist notwendig, wenn wir eine Mannschaft sein wollen, die dauerhaft oben mitspielen möchte. Dazu müssen wir mental besser darauf vorbereitet sein, wenn wir mal nur mit einem kleinen Kader antreten. Dann gilt es konditionell und taktisch noch zuzulegen und mehr Optionen in unserem Spielsystem abrufen zu können. Außerdem wünsche ich mir mehr Aggressivität im Angriff.

Vor der Saison haben Sie gesagt, eines Ihrer Ziele sei es, die A-Jugend-Spielerinnen an den Kader heranzuführen. Inwieweit haben Sie das bisher umgesetzt?

Aydogdu: Bislang noch gar nicht, da ich mich mit A-Jugend-Trainerin Martina Michalczik darauf verständigt habe, dass die Mädels so lange nicht bei uns in den Senioren spielen, wie sie parallel noch in der Bundesliga und Oberliga spielen müssen. Darauf sollen sie sich erstmal konzentrieren. Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen, wenn sich eine Spielerin bei mir in der Landesliga verletzen und dadurch die Chance auf die Bundesliga verpassen würde. Es bleibt trotzdem mein Ziel, die Mädels aus der A-Jugend an den Seniorenbereich heranzuführen.

Für Ihren alten Verein Eintracht Dolberg läuft es dagegen bislang überhaupt nicht. Was trauen Sie dem SVE nach der Winterpause noch zu?

Aydogdu: Dolberg ist keine Mannschaft, die da unten reingehört. Ich traue ihr viel mehr zu, weil viele Spielerinnen schon höherklassig gespielt haben. Was fehlt, ist eine kleine Erfolgsserie. Dann könnte die Mannschaft lockerer aufspielen. Aber ich weiß auch, dass Trainer Jochen Bülte mit seinem Team in der Winterpause eine Menge tun wird, damit die Mädels für die Rückrunde voll im Saft sind.

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