Handball: 3. Liga West
Auf dem Zahnfleisch ins Ziel – Ahlener SG beklagt vor Menden-Spiel wieder viele Ausfälle

Ahlen -

Die Stimmungslage: Irgendwo zwischen verhalten optimistisch und dem „Pfeifen aus dem letzten Loch“. Welches Gefühl für die Drittliga-Handballer der Ahlener SG in der bevorstehenden Pause überwiegt, hängt vom Ergebnis gegen Menden ab. Denn in die Partie gehen die Ahlener erneut sehr ausgedünnt – und könnten dennoch dem Klassenerhalt ein großes Stück näher kommen.

Donnerstag, 15.02.2018, 18:02 Uhr

Einer von vier Ausfällen: Luca Werner wird gegen die Mendener Sauerland Wölfe ebenso wie Kai Bekston, Marvin Michalczik und Thomas Lammers nicht zur Verfügung stehen.
Einer von vier Ausfällen: Luca Werner wird gegen die Mendener Sauerland Wölfe ebenso wie Kai Bekston, Marvin Michalszik und Thomas Lammers nicht zur Verfügung stehen. Foto: Rene Penno

Gewinnt die ASG nämlich dieses Heimspiel gegen den Aufsteiger, hätte sie bereits 18 Punkte gesammelt, die Mendener fürs Erste um drei Zähler hinter sich gelassen und könnte dann mit einem einigermaßen komfortablen Ruhekissen die vielen Verletzungen auskurieren.

„Wir freuen uns auf die drei Wochen Pause. Hoffentlich haben wir danach einige Rückkehrer“, sagt Sascha Bertow , dessen Stimmung hörbar zwischen den beiden oben genannten Polen pendelt. Einerseits hat er den möglichen „Riesenschritt zum Klassenerhalt“ vor Augen, andererseits das Wissen um die „personell arg gebeutelte“ Mannschaft, die er derzeit trainiert. Wobei „Training“ angesichts der vielen Ausfälle wohl eher ein Euphemismus ist. „Das muss im Moment alles sehr dosiert ablaufen“, sagt Sascha Bertow.

Bertow: „Unter diesen Voraussetzungen kein Favorit"

Mit Kai Bekston, Luca Werner und Marvin Michalczik fehlen ihm weiterhin drei Stammkräfte. Und auch die Notlösung, den eigentlich in der Handball-Rente weilenden Thomas Lammers zu reaktivieren, wird laut Bertow diesmal keine Option sein. Immerhin hilft aus der Zweiten aber Felix Harbaum wieder aus. „Unter diesen Voraussetzungen gehen wir in kein Spiel als Favorit“, sagt der ASG-Coach. „Natürlich wollen wir gewinnen, aber dafür muss unter den Umständen schon alles passen – wie letzte Woche gegen die Bergischen Panther.“

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

Bei der SG Menden fielen zuletzt beide Torhüter aus

In der Tat hatten die Ahlener schon bei ihrem 32:26-Erfolg unter den Ausfällen gelitten, die Bertow nun erneut zu beklagen hat. Davon gemerkt hatte man bei dem überraschend deutlichen Auswärtserfolg wenig, weil sich die ASG kaum Fehler leistete. „Das klappt leider nicht immer“, so Bertow, der aber darauf setzt, dass seine Jungs gegen Menden „alles reinschmeißen“.

Auf Rosen gebettet ist aber auch sein Gegenüber Sascha Simec nicht. Kurioserweise verletzten sich im letzten Spiel gegen den TuS Volmetal seine beiden Torhüter. Für Kevin Peichert ist die Saison angesichts eines wahrscheinlichen Kreuzband-Risses wohl zu Ende. Bei Clemens Dundalek sieht es besser aus, doch auch er wird gegen die ASG ausfallen, sodass Ersatz aus der Zweiten kommen muss. Trotz dieses doppelten Pechs gewannen die Mendener in einem fulminanten Duell vor über 1000 Zuschauern mit 29:28 und holten sich ihren ersten Sieg im neuen Jahr – am Ende mit Kreisläufer Tom Trost im Tor!

Auf dem Zahnfleisch zu gehen, kann offenbar ein besonderer Ansporn sein. Wenn es danach geht, haben sowohl die ASG als auch die Wölfe in ihrem letzten Duell vor der wohlverdienten Pause gute Aussichten. . .

Anwurf: Freitag, 20 Uhr; Friedrich-Ebert-Halle

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