So., 24.09.2017

Handball: Landesliga SW Havixbeck zahlt Lehrgeld ohne Ende

Haben hier den Gegner im Griff: Die Havixbecker Moritz Albers (l.) und Jonas Lügering (Nr. 6) stoppen Martin Kleikamp. Simon Haake (r.) schaut zu.

Haben hier den Gegner im Griff: Die Havixbecker Moritz Albers (l.) und Jonas Lügering (Nr. 6) stoppen Martin Kleikamp. Simon Haake (r.) schaut zu. Foto: Alex Piccin

Havixbeck - 

34 Minuten lang deutete alles auf den ersten Saisonsieg für die Handballer von SW Havixbeck hin. Dann aber riss bei den Schwarz-Weißen der Faden und die SG Sendenhorst sicherte sich mit dem 28:26-Erfolg doch noch die beiden Punkte.

Von Marco Steinbrenner

33 Minuten und 59 Sekunden waren in der St. Martin-Sporthalle gespielt, als Christopher Wiesner mit seinem Treffer die Landesliga-Handballer von SW Havixbeck gegen Gastgeber SG Sendenhorst mit 21:14 in Führung brachte. Der erste Saisonsieg war für den Aufsteiger im zweiten Punktspiel damit zum Greifen nahe. 26 Minuten später jedoch jubelten nicht die Schwarz-Weißen, sondern die Hausherren über ihren 28:26 (13:19)-Erfolg. Dementsprechend groß war die Enttäuschung bei den Schützlingen von Trainer Martin Drewer. „Wir haben Lehrgeld ohne Ende bezahlt. Die Jungs müssen sich an die eigene Nase fassen, dass dieser deutliche Vorsprung noch verspielt wurde.“

Bereits in der 21. Minute schickten die beiden Schiedsrichter Peter Elias und Matthias Thamm den Havixbecker Jonas Lügering vorzeitig mit der Roten Karte in die Kabine. „Das war eine harte Entscheidung“, berichtete der SWH-Coach. „Die Aktion von Jonas ging nicht nur gegen den Spieler, sondern auch zum Ball.“ Da Joshua Schmidt aus privaten Gründen fehlte und Johannes Beumer angeschlagen war, fehlte Drewer fortan ein Spieler für den linken Rückraum. Christopher Wiesner, der eigentlich für den Spielaufbau zuständig ist, vertrat Lügering „und machte seine Sache gut. Leider hat Christoph in der Schlussphase drei Schüsse genommen, die nicht unbedingt hätten sein müssen.“

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, bis zur siebten Minute stand es 4:4-Unentschieden, erarbeitete sich die Drewer-Sieben einen Vorsprung und baute diesen bis zum Halbzeitpfiff auf 19:13 aus. „Wir hatten Sendenhorst klar im Sack“, so das Pausen-Fazit des Havixbecker Übungsleiters. Zu den zweiten 30 Minuten wechselte SG-Trainer Johannes Grundmann den Torhüter und stellte Christopher Cooper zwischen die Pfosten. Eine personelle Veränderung, die mitentscheidend dafür war, dass die Gastgeber am Ende über die zwei Punkte jubeln durften. „Die Bälle gingen einfach nicht mehr rein“, verzweifelte Drewer.

Zwölf Minuten vor dem Ende führten die Schwarz-Weißen nur noch mit 23:22, doch der in dieser Phase im Havixbecker Gehäuse stehende Yannick Wahlers parierte gleich fünf Würfe in Folge. Durch zwei Tore von Max Beumer lag der Liga-Neuling mit 25:22 vorne, als Sendenhorsts Coach sieben Minuten vor Schluss eine Auszeit nahm. „Danach haben wir es nicht geschafft, den Deckel auf das Spiel zu machen“, so Drewer, der zudem beobachtete, „dass die Schiedsrichter in der Endphase von ihrer Linie abwichen. Wir bekamen bei Eins-gegen-Eins-Situationen keine Freiwürfe mehr.“ Die SWH-Akteure fingen an zu meckern und schwächten sich durch Zwei-Minuten-Strafen selbst. Mit Max Beumer, Moritz Albers und Johannes Beumer saßen in der Endphase gleich drei Havixbecker draußen. Die Folge: Das Überzahlspiel nutzte Sendenhorst eiskalt aus und drehte eine eigentlich schon verlorene Begegnung. „Sendenhorst war nicht gut. Das Spiel hätten wir gewinnen müssen.“

SW Havixbeck: Cassens, Wahlers – M. Beumer (6), Wiesner (5), Mühlenkamp (4), Albers (4), J. Beumer (3), Stumpe (3), Frieling (1), Leusmann, Lügering, Brinkgerd, Steens

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5174401?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35334%2F