So., 31.01.2016

Handball-Landesliga TSV Ladbergen mit dem glücklicheren Ende

Mit diesem Kunstwurf erzielte Philipp Wüller (in Grün) eines seiner drei Tore. Die Gremmendorfer Nick Kukuk, Benjamin Horn und Malte Igelmann gucken fast entsetzt drein. Der TSV Ladbergen gewann knapp mit 29:28.

Mit diesem Kunstwurf erzielte Philipp Wüller (in Grün) eines seiner drei Tore. Die Gremmendorfer Nick Kukuk, Benjamin Horn und Malte Igelmann gucken fast entsetzt drein. Der TSV Ladbergen gewann knapp mit 29:28. Foto: Uwe Wolter

Ladbergen - 

Alle wollten lieber das EM-Finale in Polen sehen. So verlegten die Handballer des TSV Ladbergen den Anwurf ihres Spiels kurzerhand von abends auf den Sonntagnachmittag. Dabei reichte es in einem zerfahrenen Spiel zu einem knappen Sieg.

Von Uwe Wolter

Alles richtig gemacht! Kurzfristig hatten sich am Samstagnachmittag die beiden Handball-Landesligisten des TSV Ladbergen und der HSG Gremmendorf/Angelmodde darauf verständigt, das Meisterschaftsspiel in der Rott-Sporthalle von abends 18 Uhr auf nachmittags 14 Uhr vorzuziehen, Auch dem Schiedsrichtergespann passte das gut, denn alle wollten anschließend den Triumph der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Polen live am Fernsehen miterleben. Am Ende durften die Ladberger doppelt feiern, zum einen ihren eigenen, wenn auch knappen 29:28 (13:14)-Sieg gegen Gremmendorf, und dann den Riesensieg der Deutschen gegen Spanien.

Es war sicher keine Glanzleistung, die der TSV vor eigenem Publikum geboten hat. Schon zu beginn der Partie hatte die Großpietsch-Sieben Probleme. Gremmendorf erwischte den besseren Start und führte nach neun Minuten mit 5:1. „Danach haben wir uns dann aber gesteigert“, stellte TSV-Coach Jens Großpietsch fest. Zwar holte seine Truppe auf (4:5), doch die Gäste gingen wieder mit 8:4 in Führung. Beim 12:12 hatte der TSV dann erstmals ausgeglichen, verpasste dann aber beim 13:13 die mögliche Führung. Diese gelang der HSG zum 14:13-Pausenstand.

Die zweite Hälfte begannen die Ladberger ein wenig ungeordnet. Das nutzten die Gremmendorfer aus und lagen in der 33. Minute mit 17:13 in Front. Endlich aber besann sich der Gastgeber und holte vor der trotz der kurzfristig geänderten Anwurfzeit gut besetzten Tribüne Tor um Tor auf. Beim 19:18 durfte zum ersten Mal eine Ladberger Führung am Anschreibetisch notiert werden. Aber im weiteren Verlauf gelang es nicht, mehr als zwei Tore Vorsprung herauszuholen.

Gremmendorf hielt nach zwischenzeitlicher Schwächephase bis zuletzt dagegen. So lebte die Begegnung vor allem von der Spannung. Und diese sollte bis zur letzten Sekunde anhalten. „Wir wollten ja schon einen Vorgeschmack auf das EM-Finale geben“, meinte später Großpietsch augenzwinkernd. So blieb das Spiel bis zum Ende zerfahren. Erst als der ansonsten nicht immer glücklich agierende Nico Pötter das 29:27 rund anderthalb Minuten vor Schluss markieren konnte, war die Vorentscheidung gefallen.

Trainerstimme

Jens Großpietsch, Trainer des TSV Ladbergen: „Wenn es so knapp, sieht es immer glücklich aus. Aber wir haben ja auch zehn, 15 Würfe verknallt und den Torwart zum Bürgermeister gemacht. Der hat auch toll gehalten. Ich denke, es ist schon verdient, wir haben uns nach dem 1:5-Rückstand gesteigert. Die Jungs haben toll gekämpft und sich auch belohnt. Bisher haben wir auswärts öfter mit einem Tor verloren, jetzt haben wir mal mit einem Tor zu Hause gewonnen. Wir wollten hier auch schon ein bisschen Endspielstimmung machen.“

TSV Ladbergen: Hackmann, Ostendorf - Sterz (5/1), Wüller (3), Holdsch (4), Dellbrügge, J. Schröer (5/4), König (5), Hintze (5), Pötter (2).

HSG Gremmendorf/Angelmodde: Menge, Mende - van Husen, Strieth (1), Kukuk (4), Broer (3), Igelmann (1), Horn (2), Kosmalla (1), Plettenberg (4), Marchand (6), Richter (6), Kemken.

Spielfilm: 0:3, 1:3, 1:5, 4:5, 4:8, 7:8, 7:10, 9:10, 9:11, 10:11, 10:12, 12:12, 12:13, 13:13, 13:14 - 13:17, 16:17, 16:18, 20:18, 20:19, 21:19, 21:20, 22:20, 22:21, 23:21, 23:22, 24:22, 24:23, 25:23, 25:25, 26:25, 26:26, 28:26, 28:27, 29:27, 29:28.

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