Fr., 19.02.2016

Handball: Gründung der JSG Tecklenburger Land Sportliches Zuhause für 250 Kinder

Die drei heimischen Handball-Clubs TV Kattenvenne, TSV Ladbergen und HSG Hohne/Lengerich planen schon zur neuen Saison die Gründung der Jugendspielgemeinschaft Tecklenburger Land.

Die drei heimischen Handball-Clubs TV Kattenvenne, TSV Ladbergen und HSG Hohne/Lengerich planen schon zur neuen Saison die Gründung der Jugendspielgemeinschaft Tecklenburger Land. Foto: Heidrun Riese

Tecklenburger Land - 

Dem demografischen Wandel tragen der TV Kattenvenne, der TSV Ladbergen und die HSG Hohne/Lengerich Rechnung. Trotz des Mitgliederschwunds wollen sie im Jugend-Handball konkurrenzfähig bleiben und gründen die JSG Tecklenburger Land. Am Montag sollen die Verträge unterschrieben werden.

Von Alfred Stegemann

Wohl noch allen Sportfans sind die Bilder der „#Bad Boys“ in Erinnerung. Was die Handball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen aus dem Hut gezaubert hat, war begeisternd, der EM-Titel die Krönung. Größeres Interesse am Handball könnte geweckt worden sein, die Vereine dürfen sich vermutlich über neue Mitglieder freuen. Und doch steht die Zukunft auf wackligen Beinen. Nicht nur im Handball. In allen Sportbereichen ist aufgrund des demografischen Wandels ein Mitgliederschwund spürbar.

Die Vereine können längst nicht mehr in allen Altersklassen komplette Mannschaften stellen. Dem wollen nun der TV Kattenvenne, der TSV Ladbergen und die HSG Hohne/Lengerich entgegenwirken. Um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu sein und eine handballerische Basis bieten zu können, schließen sich die drei Clubs im Jugendbereich zusammen und gehen schon ab der kommenden Saison gemeinsam auf Punktejagd. Name des Fusionsclubs: JSG Tecklenburger Land.

Ziel ist es, auch künftig allen Kindern zu ermöglichen, mit Spaß Handball zu spielen. Es soll ein Fundament geschaffen werden, um den Trainings- und Spielbetrieb in jedem Jahrgang, sowohl für Mädchen als auch für Jungen, über Jahre hinweg trotz sinkender Mitgliederzahlen zu ermöglichen und so auch attraktiver für Kinder und Familien zu werden.

 

Seit Anfang November basteln Vertreter der drei Vereine an diesem Konstrukt. Am Montagabend werden Nägel mit Köpfen gemacht. Dann wird der Fusionsvertrag unterschrieben. Mit Beginn der neuen Saison geht´s los. Beschlossen wird die Gründung einer festen Spielgemeinschaft im Bereich der A- bis E-Junioren. In allen Altersklassen im weiblichen und männlichen Bereich soll mindestens eine Mannschaft gemeldet werden. Die Vereine erhoffen sich durch diesen Schritt eine größere Kontinuität in der Jugendarbeit und eine Steigerung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Mannschaften. Die jüngsten Handballer, die Minis, bleiben jeweils in ihren Vereinen.

„Natürlich ist es ein schwieriger Weg“, weiß Daniel Hooge vom TV Kattenvenne, der jüngst zum Vorsitzenden des Handballkreises Münster gewählt worden ist und federführend an der Fusion mitgewirkt hat. „Aber es war gut, dass alle drei Vereine nach der ersten Anfrage sofort mit offenem Ohr dabei waren. Es gab keine Vorbehalte oder gar Ablehnung. Jeder weiß, dass es immer schwieriger wird, alle Altersklassen adäquat zu besetzen.“

Keiner der drei Clubs hätte es zur neuen Saison geschafft, mit eigenen Leuten Mannschaften von der A- bis zur E-Jugend zu stellen. Mit der neuen JSG, da sind sich die Verantwortlichen sicher, sei ein richtungsweisender Schritt in die sportliche Zukunft des Jugendhandballs in der Region gemacht.

Etwa 250 Kinder werden der Jugendspielgemeinschaft angehören. Der TV Kattenvenne als mitgliederstärkster Club im Jugendbereich stellt an die 50 Prozent der Mädchen und Jungen, der TSV und die HSG jeweils rund 25 Prozent. Die Kinder und Jugendlichen bleiben weiter Mitglied ihres Stammvereins. Klare Absprache unter den betroffenen Clubs ist es, keinen Spieler abzuwerben. A-Jugendliche, die in den Damen- oder Herrenbereich wechseln, sollen frei entscheiden können, für welchen Club sie spielen möchten. „Wenn jemand wechseln möchte, darf er das natürlich“, äußert Daniel Hooge, „aber niemand wird deshalb aktiv angesprochen.“

Um den Aufwand für die Fahrten zum Training und zu den Spielen neutral zu halten, sollen Übungseinheiten und Heimspiele jeweils von Ort zu Ort wechseln. „Das ist organisatorisch sicherlich schwer zu stemmen“, gibt Hooge zu, „ist aber machbar. Niemand soll benachteiligt werden. Wir haben in den drei Orten insgesamt sechs Hallen zur Verfügung. Die wollen wir auch alle nutzen.“

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