Mi., 24.02.2016

Handball: Schreckgespenst Verbandsliga? TSV Ladbergen plötzlich wieder dick im Geschäft

Auf dem Weg nach oben: Julian Schröer (beim Wurf) und der TSV Ladbergen stehen nach dem dritten Sieg in Folge (32:27 gegen den HCI) gänzlich unerwartet wieder mitten im Aufstiegsrennen.

Auf dem Weg nach oben: Julian Schröer (beim Wurf) und der TSV Ladbergen stehen nach dem dritten Sieg in Folge (32:27 gegen den HCI) gänzlich unerwartet wieder mitten im Aufstiegsrennen. Foto: Uwe Wolter

Ladbergen - 

„Will denn keiner aufsteigen?“ Diese Frage stellt sich dem neutralen Zuschauer, wenn er auf das Geschehen in der Staffel 2 der Handball-Landesliga blickt. Den Tabellenersten TuS Spenge 2 und den Tabellenfünften TSV Ladbergen trennen seit dem vergangenen Wochenende gerade mal ein Punkt.

Von Uwe Wolter

Die Truppe von Trainer Jens Großpietsch scheint urplötzlich wieder dick im Geschäft zu sein. Angesprochen auf die Titelchance kommt es vom TSV-Coach fast erschrocken zurück: „Das ist für uns keine Thema. Ich denke, da spreche ich im Namen des ganzen Vereins.“

Die Verbandsliga käme für den TSV für Großpietsch derzeit eher zu früh. „Der Unterschied ist einfach zu groß. Das sieht man ja auch am letztjährigen Aufsteiger TG Hörste. „Die dümpeln da mit zehn Punkten am Tabellenende rum“, sagt der TSV-Coach. „Es ist besser, in der Landesliga dabei zu sein, als sich in der Verbandsliga so abstrampeln zu müssen“, fügt er noch an. Im Moment sieht es ja so aus, wer nicht früh genug verliert, der steigt auf...!“

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Wer nicht früh genug verliert, der steigt auf.

Jens Großpietsch

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In der Tat lassen die jüngsten Ergebnisse der Spitzenteams den Schluss zu, dass da niemand wirkliches Interesse an einem Aufstieg hat. Da führte der TuS Spenge 2 die Tabelle vor wenigen Wochen noch souverän an. Doch dann folgten drei Niederlagen in Serie. Die Konkurrenz nutzte das aber bis jetzt nicht aus. Verfolger ISV, inzwischen nur noch Vierter, kassierte zuletzt auch schon zwei Niederlagen hintereinander, der TuS Brockhagen (2.) weist immerhin mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage eine ausgeglichene Bilanz der drei letzten Spiel auf. Genau das Gegenteil aber gibt es aus Everswinkel und Ladbergen zu berichten. Genau wie die Everswinkeler (3.) feierte auch der TSV (5.) jüngt drei Siege in Folge. Everswinkel steht relativ sogar am besten da, denn das Team hat ein Spiel weniger ausgetragen und weist mit nur 13 Zählern die wenigsten Minuspunkte auf.

Zweigeteilte Liga

„Die Liga ist zweigeteilt“, sagt Jens Großpietsch beim Blick auf die Tabelle. „Ich habe schon vor Kurzem gesagt, wenn du drei Mal verlierst, bist du unten drin, gewinnst drei Mal stehst du oben.“ Seine Sieben hält er aktuell noch nicht für verbandsligatauglich, wiederholt er fast gebetsmühlenartig. „Wir haben einfach einen zu kleinen Kader, beim Training sind oft nur ein kleiner Kreis. Aber ist ist natürlich schön, wenn wie dennoch erfolgreich sein. Da ist doch gleich die Stimmung besser“, so der TSV-Coach.

Die nächsten Wochen dürften entscheiden sein. Der TSV hat noch sieben Spiele auszutragen und trifft dabei auf die vier vor ihm platzierten Mannschaften. Schon am kommenden Sonntag (17 Uhr) geht es zum Spitzenreiter nach Spenge. „Vielleicht gibt es ja die vierte Niederlage in Folge“, lächelt Großpietsch verschmitzt. Im Endspurt nach der Osterpause kreuzen die Ladberger dann noch mit Brockhagen, der ISV und am letzten Spieltag in eigener Halle mit Everswinkel die Klingen. Spätestens dann steht fest, wer in den „sauren Apfel Aufstieg“ beißen muss...!

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