So., 03.04.2016

Fußball Landesliga 4 Preußen Lengerich beim 0:1 gegen Emsdetten 05 zu umständlich

Den Ball hatten beide Mannschaft jederzeit im Blick, wie hier Ugur Birdir (links) und Michael Beuke, Emsdetten 05 spielte aber eben ein bisschen mehr mit Auge.

Den Ball hatten beide Mannschaft jederzeit im Blick, wie hier Ugur Birdir (links) und Michael Beuke, Emsdetten 05 spielte aber eben ein bisschen mehr mit Auge. Foto: Alfred Stegemann

Lengerich - 

Das hatte sich Preußen Lengerich ganz anders vorgestellt. Nach zwei sieglosen spielen wollten die Blau-Weißen gegen Emsdetten 05 in die Erfolgsspur zurückfinden. Vergeblich. Mit 0:1 mussten sie sich geschlagen geben. Das Ergebnis geht in Ordnung.

Von Alfred Stegemann

Preußen Lengerich kann anscheinend nicht mehr gewinnen. Zum dritten Mal in Folge blieben die Blau-Weißen am Sonntag sieglos. Nach dem 1:2 gegen SV Mesum und dem 1:1 gegen Münster 08 zog die Mannschaft des Trainerduos Michael Bürgel und Christian Hebbeler auch gegen Emsdetten 05 mit 0:1 (0:0) den kürzeren. Das Ergebnis geht in Ordnung, da sich die Preußen in vielen Phasen nicht clever genug anstellten und nach dem Gegentreffer fast konfus anrannten.

Da mit Philipp Härle und Christopher Brune zwei Außenverteidiger fehlten, nahm erneut Niklas Cirkovic den Platz rechts in der Viererkette ein. In der zweiten Halbzeit zog sich dann auch noch Henning Bünemann bei einem Zusammenstoß eine Kopfverletzung zu. Er spielte zunächst zwar mit einem Verband weiter, musste dann doch ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Christian Hebbeler und Michael Bürgel waren alles andere als zufrieden. Zurecht. Denn es waren nicht die Preußen, die sich in der Hinrunde an die Tabellenspitze geschossen hatten. Wenn die Hausherren in der ersten halben Stunde auch die klar überlegene Mannschaft waren, von einem Kopfball an den Außenpfosten von Kevin Wolff abgesehen, brachten sie nichts Nennenswertes zustande. Da wirkten die 05er, die durch Ugur Birdir in der 20. Minute ebenfalls einen Pfostentreffer zu verzeichnen hatten, schon gefährlicher.

Preußen Lengerich agierte zu umständlich und entwickelte im Spielaufbau keinerlei Ideen. Immer wieder wurden lange Bälle auf Robin Surmann geschlagen. Die einzige Spitze war beim groß gewachsenen 05-Innenverteidiger-Duo Patrick Teriete und Florian Quabeck aber gut aufgehoben. So kamen fast alle Bälle postwendend zurück. Allerdings verteidigten die Gäste auch sehr geschickt. Sie verschoben clever und attackierten den ballführenden Lengericher fast durchgehend im Doppelblock. Da die Laufbereitschaft aufseiten der Hausherren mitunter zu wünschen übrig blieb, fehlten entsprechend die Anspielstationen. So war die Hintermannschaft quasi gezwungen, lange Bälle nach vorne zu schlagen.

Nach einer halbwegs zufriedenstellenden ersten Hälfte brachten die Hausherren nach dem Seitenwechsel kaum noch etwas zustande. Vor allem nach dem 0:1, Isuf Asllani hatte einen von Malte Moß an Florian Graberg verursachten Foulelfmeter sicher verwandelt, fiel ihnen nicht mehr viel ein. Und doch hatten die Preußen durch Martin Fleige nach einem Solo von Aytac Kara und erneut Kevin Wolff nach Flanke von Timo Wiesch den Ausgleich auf dem Fuß, beziehungsweise auf dem Kopf. Das Glück war den Blau-Weißen am Sonntag aber einfach nicht hold. Unter dem Strich dürfen sie sogar froh sein, dass Emsdetten 05 die Konterchancen nicht konsequent genug ausgespielt hat, sonst hätte es gar eine höhere Niederlage setzen können.

Preußen Lengerich: Witte - Cirkovic, Bünemann (67. Höwing), Worch, Wiesch - Beuke, Moß (78. Fleige) - Wolff, Wiethölter (67. Kara), Greiff - Surmann

Emsdetten 05: Göcke - Graberg, Sterthaus, Quabeck, Höfker, Kohl (56. Belkadi), Asllani, Birdir (86. Jaspert), Nunes da Silva, Teriete (84. Bröker).

Tore: 0:1 Asllani (Foulelfmeter).

Trainerstimmen:

Christian Bienemann (Emsdetten 05): „„Ich bin hoch zufrieden. Es war ein schöner Tag, schönes Wetter, und wir haben gewonnen. Endlich konnten wir mal einen knappen Sieg feiern. Der ist vollauf verdient. Wir hatten mehr Spielanteile und hätten sogar noch das eine oder andere Tor mehr schießen können. Die Jungs haben bis zum Schluss richtig gefightet.“

Christian Hebbeler (Preußen Lengerich): „Klar sind wir enttäuscht. Aber das ist die Quittung dafür, dass einige zuletzt die Prioritäten nicht mehr unbedingt auf den Fußball gesetzt haben. Dennoch war für uns mehr drin. Ich habe ein ausgeglichenes Spiel gesehen, in dem wir ein Unentschieden verdient gehabt hätten. Letztlich aber waren wir nicht griffig genug.“

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