Mi., 31.08.2016

Fußball - Verbandspokal: Preußen Lengerich - Sportfreunde Lotte Außenseiter schnuppert an der Sensation: Entscheidung durch Tor in der Nachspielzeit

Gleich mit zwei Sportfreunden, Kevin Pires-Rodrigues (links) und Gerrit Nauber nimmt es hier Lengerichs Mittelfeldmann Robin Surmann auf. Rechts 1:0-Torschütze Dennis Greiff.

Gleich mit zwei Sportfreunden, Kevin Pires-Rodrigues (links) und Gerrit Nauber nimmt es hier Lengerichs Mittelfeldmann Robin Surmann auf. Rechts 1:0-Torschütze Dennis Greiff. Foto: Mrugalla

Lengerich / Lotte - 

Sie waren ganz dicht davor, dann wurden sie in der Schlussphase aus allen Träumen gerissen. Die Spieler des SC Preußen Lengerich standen im Verbandspokal gegen SF Lotte am Mittwoch ganz dicht vor der Sensation. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit schoss der Favorit das 3:2 und entkam so einer Blamage.

Von Alfred Stegemann

Das hatten sie nicht verdient. Einen großen Kampf hat der SC Preußen Lengerich am Mittwochabend dem hohen Favoriten SF Lotte geboten. Lange Zeit sah es sogar danach aus, als könnte der Landesligist für die Riesensensation sorgen, lag er bis zu 85. Minute doch mit 2:1 in Front. Dann trafen Andre Dej per Foulelfmeter und Patrick Schikowski in der dritten Minuten der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg der Gäste, die sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerten.

In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Patrick Schikowski (Foto rechts) zum 3:2-Sieg der Sportfreunde. Links der Schütze zum 2:1 für Lengerich, Nico Niemeier, daneben Konstantin Worch.

In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Patrick Schikowski (Foto rechts) zum 3:2-Sieg der Sportfreunde. Links der Schütze zum 2:1 für Lengerich, Nico Niemeier, daneben Konstantin Worch. Foto: Mrugalla

Dennis Greiff (26.) und Nico Niemeier (66.) hatten die Preußen zwei Mal in Führung geschossen. Für das zwischenzeitliche 1:1 hatte Luka Tankulic gesorgt (42.).

Völlig entkräftet und total enttäuscht sackten die Lengericher Preußen nach dem Abpfiff zu Boden.

Völlig entkräftet und total enttäuscht sackten die Lengericher Preußen nach dem Abpfiff zu Boden. Foto: Mrugalla

Damit haben die Sportfreunde Lotte wie erwartet die zweit Runde des Verbandspokals erreicht und treffen auf den Landesligisten SV Hohenlimburg, der sich in der ersten Runde mit 2:1 gegen SSV Buer durchgesetzt hatte. Dass der Drittligist aber soviel Mühe haben würde, überraschte. Ein Lengericher Erfolg wäre zudem nicht unverdient gewesen. Auch nach dem 2:1 versteckten sich die Hausherren nicht und besaßen einige gute Einschussmöglichkeiten. Doch sie waren einfach nicht vom Glück verfolgt. So erstklassig sie 85 Minuten gegen den vier Klassen höher kickenden Nachbarn ausgesehen hatten, so viel Pech ergoss sich in der Schlussphase über die Spieler von Trainer Christian Hebbeler.

Die sackten nach Abpfiff enttäuscht auf den Rasen. Wirklich freuen konnten sich aber auch die Sportfreunde nicht. Sie verließen eilig und grimmig das Feld Richtung Kabine. „Das war ganz klar eine Einstellungssache“, schimpfte Bernd Rosinger. „Die hat bei uns überhaupt nicht gestimmt. So darf man sich nicht präsentieren.“ Auch Trainer Ismail Atalan war „not amused“. Gut möglich, dass die Mannschaft das noch zu spüren bekommt.

Malte Moß und Co. hatten den hohen Favoriten Lotte im Griff, ehe sich der in der Nachspielzeit noch mit 3:2 durchsetzte.

Malte Moß und Co. hatten den hohen Favoriten Lotte im Griff, ehe sich der in der Nachspielzeit noch mit 3:2 durchsetzte. Foto: Mrugalla

So groß die Enttäuschung der Hausherren war, sie müssen sich nicht grämen. Zurecht wurden sie nach dem Ende mit großem Applaus der begeisterten Zuschauer bedacht. Schließlich waren sie über 85 Minuten ebenbürtig. Letztlich fehlte aber die Kraft. Das meinte auch Verteidiger Philip Härle: „Uns ist zum Schluss die Puste ausgegangen. Wie haben alles rausgehauen. So wie es schließlich gelaufen ist, war es echt schade. Wir hätten mehr verdient gehabt. Allerdings waren alle so kaputt, in der Verlängerung hätten wir wohl nichts mehr zusetzen können.“

In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Seiten zunächst, ehe Dennis Greiff eine weite Flanke von Nils Wiethölter per Direktschuss in den Winkel zum 1:0 verwertete. Kurz vor der Halbzeit war Luka Tanbkulic nach einer Ecke zur Stelle – 1:1. Wer gedacht hatte, die Preußen würden kräftemäßig im zweiten Durchgang nachlassen, sah sich getäuscht. Im Gegenteil. Die Hausherren waren über weite Strecken die bessere Mannschaft und gingen durch Nico Niemeier verdient in Führung. Um ein Haar hätte es zur Sensation gereicht, wenn in der Schlussphase nicht Andre Dej und Patrick Schikowski dem Spiel eine Wende gegeben hätten und so für den mehr als schmeichelhaften Lotter Sieg sorgten.

Preußen Lengerich: Witte - Härle (71. Wiesch), Worch, Niemeier, Cirkovic - Moß, Beuke - Wiethölter (75. Biswas), Surmann, Wolff - Greiff (76. Reichenbach).

SF Lotte: Zummack - Engel (46. Niedhart), Rahn, Nauber, Steinhart - Kaffenberger (69. Dej), Brock, Pires-Rodrigues - Daglar (46. Rosinger), Tankulic, Schikowski.

Tore: 1:0 Greiff (26.), 1:1 Tankulic (42.), 2:1 Niemeier (66.), 2:2 Dej (85. FE), 2:3 Schikowksi (90.+3). - Schiedsrichter: Holzenkämpfer (Wallenhorst). - Gelbe Karten : Wiethölter, Härle, Biswas - Kaffenberger. - Zuschauer : 1150.

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