So., 22.01.2017

30. Hallenfußballturnier von Preußen Lengerich Sieg der Hausherren: Elf Jahre langes Warten hat ein Ende

Lengerich - 

Elf Jahre lang mussten sie warten. 2006 hatten sie letztmals gewonnen. am Sonntag war es wieder soweit. Bei der 30. Auflage des eigenen Hallenfußballturniers durfte der SC Preußen Lengerich den Siegerpokal in die Höhe stemmen. Der Jubel war entsprechend groß.

Von Alfred Stegemann

Elf lange Jahre haben sie warten müssen. Im Jahr des Sommermärschens 2006 durfte der SC Preußen Lengerich zum letzten Mal den LVM-/Deutsche-Bank-Pokal in die Höhe stemmen. Das Warten ist beendet. Mit 3:0 setzten sich die Hausherren am Sonntagabend in der Dreifach-Sporthalle im Finale des eigenen Hallenturniers gegen die überraschend starke Mannschaft der Beachsoccer Ibbenbüren durch und durften sich als Sieger feiern lassen. Rang drei ging an die lange Zeit stärkste Turniermannschaft Münster 08, die sich im kleinen Finale gegen die ISV mit 2:1 durchsetzte.

„Wir haben ein gutes, ein spannendes Turnier gesehen, das wir endlich mal wieder gewonnen haben“, freute sich SCP-Vorsitzender Klaus Westhoff. Zufrieden blickte auch Trainer Christian Hebbeler drein. Schließlich hat seine Mannschaft in den Gruppenspielen nicht unbedingt überzeugt und nur schwer ins Turnier gefunden. „Bis zum Halbfinale war Münster 08 die beste Mannschaft. Da lief bei uns noch nicht alles rund. In den K.o.-Spielen haben wir uns dann gesteigert und das Finale völlig verdient gewonnen. Jetzt dürfen wir feiern, nachdem es im vergangenen Jahr ja nicht so gut gelaufen ist.“

Fotostrecke: 30. Hallenfußballturnier des SC Preußen Lengerich

Vor zwei Jahren mussten sich die Preußen im Finale gegen SV Osnabrück geschlagen geben, gestern durften sie jubeln – zurecht. Allerdings waren sie mit Fortuna im Bunde. Nach einem harten Zweikampf an der Bande ließ der Schiedsrichter weiter spielen, er hätte auch auf Freistoß für die Beachsoccer entscheiden können. Die leichte Verunsicherung nutzte Dennis Greiff und brachte seine Farben in der zweiten Minute des Finales bereits in Front. Fortan hatten die Preußen das Spiel im Griff und ließen nichts mehr anbrennen. In der sechsten Minute erhöhte Nils Wiethölter auf 2:0. Als dann ausgerechnet der Preuße Valon Bequiri, der für die Beachsoccer spielte, eine Zeitstrafe absitzen musste, nutzte Philip Härle die numerische Überlegenheit und sorgten für die 3:0-Entscheidung.

Der Spielertrainer der Sandkicker gönnte den Sieg den Preußen von Herzen, schließlich wird er den Landesligisten in der kommenden Saison trainieren, ein wenig verärgert war Sebastian Ullrich aber schon: „Das Ergebnis ist o.k. Lengerich war im Finale die bessere Mannschaft. Das 1:0 aber war irregulär. Das war ein ganz klares Foul. Wenn du gegen einen Landesligisten hinten liegst, wird es natürlich schwer.“ Dass Ullrich mit dem Ball noch richtig gut umgehen kann, hat er mehrfach bewiesen und zeichnete sich zudem als Torschütze aus.

Im Gruppenspiel hatte Lengerich zuvor gegen die Beachsoccer noch 1:2 verloren. Durchgewurschtelt haben sich die Preußen in der Vorrunde gewiss nicht, aber sie hatten in einigen Szenen Glück. So traf Philip Härle gegen BW Aasee erst in der allerletzten Sekunde zum 1:0. Im Halbfinale gegen Münster 08 brachte Martin Fleige die Preußen zwar in Führung, die dann aber mit 1:2 in Rückstand gerieten und kurz vor dem Ende eine Zeitstrafe für Nico Niemeier kassierten. 45 Sekunden vor der Schlusssirene nahm sich Nils Wiethölter ein Herz und traf zum Ausgleich. Beim späteren Neunmeterschießen erwiesen sich die Hausherren dann als äußerst treffsicher.

Für Vorturniersieger VfL Ladbergen gab es nicht viel zu holen. Das Team von Trainer Peter Melchers musste mit drei Punkten und dem letzten Platz vorlieb nehmen. Auf vier Zähler brachte es der Vorturnierzweite Arminia Ibbenbüren. Pech hatte der Kreisligist zudem, da sich Philipp Spallek schwer an der Schulter verletzte und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Für einen Lichtblick sorgte die Fußball-Akademie Schüttorf. Die ausschließlich aus ausländischen jungen Spielern bestehende Mannschaft zeigte klasse Fußball und schied nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz aus.

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